Hallo Georg und Christoph,
sehr interessante Beobachtungen des ZHB. Wenn die Sonnenhöhe zur Sichtbarkeitsgrenze sinkt, wird der immer breiter. Hier (unten rechts), für 60 Grad Höhe, ist der Farbbereich 6-7 Grad breit!
http://www.dewbow.co.uk/haloes/chzarc5.html
Da die Farbsättigung unter solchen Bedingungen gering ist, der ZHB oft auch nur an Cirrenfetzen entsteht und dadurch unregelmäßig aussieht und sich die Eigenfarbe von "Nicht-ZHB-Wolken" hinzufügt oder ZHB-Teile blockiert, ist jener mitunter nicht gut als solcher zu erkennen.
Außerdem sind durch den großen Höhenwinkelunterschied ZHB-erzeugende Zirren räumlich u.U. recht weit hintereinander gestaffelt. Dann kommen (durch die Erdkrümmung) noch Tiltunterschiede der ansonsten horizontalen Plättchenkristalle hinzu. (Alexander Haußmann hat das näher untersucht.) Auch das könnte manchmal zu noch weiter ins Pastellartige "verrührten" Farben führen, und erinnert dann mitunter tatsächlich ans Irisieren.
Aufklärung leistet aber meist die relativ eindeutige ZHB-Position und die spektrale Farbabfolge von rötlich (sonnenwärts) über türkis ins bläuliche.
Gruß, Elmar