Zum Verzweifeln... *2 Pics*

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Katja Gottschewski

Zum Verzweifeln... *2 Pics*

Beitrag von Katja Gottschewski » 23. Aug 2002, 14:53

Hallo,

heute habe ich meine Bilder abgeholt. Sie sehen ganz nett aus, aber ich habe jetzt mal einen Abzug und das dazugehoerige Negativ gescannt, und das Negativ ist einfach *viel* schoener. Allerdings auch nur nach Bearbeitung mit "Levels" - meine Belichtungszeit war offenbar doch deutlich zu kurz diesmal. Erstens sind die Farben schoener, und selbst mit Farbbearbeitung kriege ich dies Gruen einfach nicht auch nur annaehernd hin. Zweitens ist der Abzug an einer Stelle so hell, dass saemtliche Details verlorengegangen sind. Das war wahrscheinlich schwer zu vermeiden, wenn auch der Rest sichtbar sein soll, ist also wahrscheinlich vor allem mein eigener Fehler (falsche Belichtung). Ein Problem, wenn man Negativfilm benutzt und *nicht* jedes Mal die Negative ueberprueft, ist, dass man nicht merkt, ob die Belichtung eigentlich richtig war.

Hier die Bilder zum Vergleich. In beiden Faellen sind die Farben unbearbeitet, ansonsten habe ich Levels und Unsharp Mask benutzt (der Scan vom Abzug sieht jetzt dem Abzug recht aehnlich, jedenfalls auf meinem Bildschirm). Links das Negativ (mit Staub), rechts der Abzug:


Katja

Ulrich Rieth

Hast recht, der Abzug ist grausam...

Beitrag von Ulrich Rieth » 23. Aug 2002, 18:25

...meine Meinung dazu hast Du ja sicherlich schon im STD Forum gelesen. Aber in Deinem Fall lässt sich das wohl nicht so einfach ändern.
Aber solange Du das mit dem Scannen der Negative hinbekommst, sind die Bilder ja noch nicht verloren.
Ach ja, wie lange hast Du denn belichtet? 10sec?
Gruß

Ulrich

PS.: Die Corona ist natürlich sensationell.

Dieter Raith

Re: Hast recht, der Abzug ist grausam...

Beitrag von Dieter Raith » 23. Aug 2002, 21:10

Negativfilme sind grausam wenn sie von Minilabs oder anderen Amateurlabors bearbeitet werden. Klar holt ein/e gute/r Laborant/in einiges aus dem Film und er ist ja auch gegenüber einem Diafilm verzeihlicher was den Belichtungsspielraum anbelangt. Ein flaues Nagativ zwingt das Labor eben auch wesentlich länger auszubelichten und da Zeit Geld ist wird halt ruckzuck an der Dichte geschaubt. Aber da sind noch weitere Faktoren zu nennen, ob der Film überlagert, ist sowas könnt Ihr am Rand des Films sehen. Kam er gleich zur Entwicklung oder wird er nach dem belichten auch fein sauber in der Kunstoffdose aufbewahrt und, und, und. Für mich gilt immer noch den Diafilm zu nehmen auch wenn der Negativfilm mich zu kürzeren Zeiten verlocken mag. Zumindest für PL. Bei ner Hochzeit etc. denke ich dann schon auch im Sinne der Negativfilmindustrie. Aber wer weiß zur Phtokina soll ja Nikon zwei neue Digis zeigen (munkelt man) die haen dann 10 Mio´s mit einem Verlängerungsfaktor 1:1 gegenüber Kleinbild und eine weitere soll sogar 16 Mio´s haben. Wenn alles mindestens! noch verdoppelt wird könnt ihr die "Chemischen" langsam einmotten.
Gruß Dieter

Lutz schenk

Zu Mega-Digis...

Beitrag von Lutz schenk » 23. Aug 2002, 22:11

Dann wird es aber auch Zeit, das die entsprechenden Speicher-Medien (zu akzeptablen Preisen) verfügbar werden !

Hab ja schon Speicherplatzmangel bei meiner 3,3MPixel-Cam mit einer 64MB Karte, wenn ich die volle Auflösung benutze. Dann sind da nicht viele Bilder mit zu machen...

Wenn man die vollständige Farbinfo beihalten will, geht das halt leider nur mit nicht komprimierenden Formaten wie tif o.ä.

Gruß Lutz

Dieter Raith

Re: Zu Mega-Digis...

Beitrag von Dieter Raith » 23. Aug 2002, 23:52

geb ich Dir recht Lutz,
aber da "basteln" sie ja auch an richtig klasse Lösungen wie z.B. fingernagelgroße und robuste Minifestplatten, iPods, Hersteller wie Jobo der im chemischen Bereich ist/war kommt jetzt mit nem Speichermedium was alles schlucken soll. Von daher denke ich bei vielen Anbietern die alle was vom Kuchen wollen geht das ratz fatz. Die Photokina wird denke ich ganz nett dazu dieses Jahr. Zwei Tage werde ich mir die Füße dazu platt drucken lassen... und auf halbem Weg bei Uli nen Kaffee einwerfen ;-)
Gruß Dieter

Peter Wloch

Re: Die Schwachstelle...

Beitrag von Peter Wloch » 24. Aug 2002, 01:39

...ist das Labor !

Da hat man eine Spitzenkamera, Spitzenobjektiv, Spitzenfilm und
Spitzenmotif. Sogar noch eine gute Fotografin...

Und dann versaut das Labor fuer 4 Euro und sorgloser
Biligentwicklung alles...

Mit einem Diafilm waere das nicht passiert....

Gruss
Peter

Stefan Stumpf

Zu Mega-Digis

Beitrag von Stefan Stumpf » 24. Aug 2002, 12:55

[Nikon, Verlängerungsfaktor 1:1]

Na endlich. Hat ja lang genug gedauert. 10 Megapixel sind eigentlich fast schon ausreichend. Nur dumm, dass meine analogen Teile alle von Canon sind. Gibt es dann irgendwelche Adapter, dass ich die EOS-Objektive an 'ne Nikon dranschrauben kann? ;-)

Ciao Stefan

Katja Gottschewski

Re: Hast recht, der Abzug ist grausam...

Beitrag von Katja Gottschewski » 24. Aug 2002, 13:48

Hallo Ulrich,

> ...meine Meinung dazu hast Du ja sicherlich schon im STD Forum
> gelesen. Aber in Deinem Fall lässt sich das wohl nicht so
> einfach ändern.
> Aber solange Du das mit dem Scannen der Negative hinbekommst,
> sind die Bilder ja noch nicht verloren.

Naja, aber sooo toll werden die Scans halt auch nicht ohne einen richtigen Negativscanner, und ausserdem ist es sehr muehselig. Wahrscheinlich muss ich halt doch mal in einen Negativ-/Diascanner investieren...

> Ach ja, wie lange hast Du denn belichtet? 10sec?

Nein, nur 4 sec. (bei f2.0). Mit 10 sec. waeren sie wahrscheinlich schon ueberbelichtet gewesen (es war ja nicht richtig dunkel), irgendwas dazwischen waere gut gewesen. Ich hatte die Bilder deswegen so kurz belichtet, weil die Bilder von Ostern, die unter relativ aehnlichen Bedingungen entstanden waren, mit 4-6 sec. bei f1.8 schon ueberbelichtet wirkten. Aber ich denke jetzt, dass das wahrscheinlich auch eine Taeuschung war - ich habe mir die Negative damals nicht angeguckt.

> PS.: Die Corona ist natürlich sensationell.

Jau, das war eine besonders schoene.

Katja

Dieter Raith

Re: Zu Mega-Digis

Beitrag von Dieter Raith » 24. Aug 2002, 18:58

Hallo Stefan, da wirst Du Pech haben weil die elektr. Übetragung der Objektive das Problem sind. Aber Du glaubst doch nicht wirklich das Deine EOSine nicht bald nachzieht. Im übrigen hatte Contax letztes Jahr für ihr Flagschiff einen Chip in 1:1 angekündigt gehabt. Weiß allerdings nicht ob das Teil nun endlich auf dem Markt ist oder nicht. Bleib mal bei Deinen Teilen da wird sich jetzt einiges tun, da schlummert auch noch einiges in den Schubladen.
Gruß Dieter
P.S. den Verlängerungsfaktor mit 1:1 nicht allzu ernst nehmen soll eben heißen das es keinen mehr gibt!

wolfgang hamburg

Re: Zu Mega-Digis...

Beitrag von wolfgang hamburg » 24. Aug 2002, 19:48

Hallo Lutz,

> Dann wird es aber auch Zeit, das die entsprechenden
> Speicher-Medien (zu akzeptablen Preisen) verfügbar werden !
viiel ärgerlicher ist das immer wieder neue Formate erfunden werden,
es gibt derer schon 6!

> Hab ja schon Speicherplatzmangel bei meiner 3,3MPixel-Cam mit
> einer 64MB Karte, wenn ich die volle Auflösung benutze. Dann
> sind da nicht viele Bilder mit zu machen...
Was hast Du denn fürn Format, für CF2 gibt es ja die Mircodrives von IBM, hab die 1GByte, da geht reichlich was drauf und die tut es jetzt seit 1 1/² Jahren einwandfrei, nur mit den Motiven ist es z.Z. Essig, kaum NLC, fast keine PL, zum Weglaufen.

wolfgang

Bernd

Digis IMHO schon lange konkurenzfähig

Beitrag von Bernd » 26. Aug 2002, 16:11

Hi Dieter,

du meinst es müssen 20 Megapixel sein, damit KB Qualität erreicht wird? Das wird immer wieder behauptet, allerdings kann ich es nicht ganz nachvollziehen. Vor zwei Jahren hat Canon die D30 auf den Markt gegracht und Din A4 Audrucke der Bilder waren damit problemlos möglich. Und wer macht mit seinen KB-Bildern schon Din A3 Abzüge, abgesehen davon, dass man schon einen Velvia braucht, damit die einigermaßen scharf werden?

Ich denke, man darf das ganze nicht zu mathematisch sehen. Zwar liefert ein KB Film bis zu 30 Mio Bildpunkten, also das 10fache einer 3 Megapixel Kamera, allerdings unterscheiden sich die Resultate - eine hervorragende Optik an den kleinen Digi-Chips vorausgesetzt - nicht so sehr voneinander.

Natürlich ist der Film die preiswertere Alternative, die neue Canon D 60 ist 10 Mal so teuer wie eine entsprechende SLR Kamera.

Grüße,

Bernd

Dieter Raith

Re: Digis IMHO schon lange konkurenzfähig

Beitrag von Dieter Raith » 26. Aug 2002, 18:32

Hallo Bernd,
zweimal muß ich Dir wiedersprechen. Es sind nämlich genau die Punkte die Du auch angesprochen hast. Mach mal (und da sprech für Profis) ein 30 x 45 cm großes Bild von einem (guten) KB Negativ. Dann kommst Du wie Du sagst auf etwa 30-40 Millionen Bildpunkte bis ne Digiknipse dran ran kommt. Auch beim Film muß ich Dir wiedersprechen (für Profiseite sprechend) Weil ich spare ja letztendlich Filme u. Entwicklungskosten. Ich will nicht ein Produkt verteidigen. Viele Profis sind im Digigeschäft hervorragend platziert. Ich hab z.B. zwei Labore beim einen passt alles 100%ig perfekte Arbeit nur eben können die nicht alles machen. Klein aber fein. Beim anderen hab ich nur Ärger, riesengroß können alles machen ziehen auch von meinen Chemischen digitale Bilder in SW Farbe etc. nur wenn ich da schaue da stimmt kein Lieferschein, da werden bestellte Bilder nicht gefertigt. Da fange ich als kleine Firma vor den Ferien zu rotieren an. Weil ein Labor was zig tausende Teuros von mir bekommt da erwarte ich das alles passt und ich nicht die Arbeit des QS Menschen machen muß. Da überlegst Du Dir auch was tun? Wenn ich die Ergebnisse erst neulich von der Sonne sehe, da sage ich auch das waren absolut klasse Bilder! Darum ist eine E10/E20 oder D100 oder D60 für Dich bestimmt voll auf OK. Wenn Du die Arbeit meiner Laborantin (der guten :-) siehst sagst Du wau, da mußt Du wirklich nicht umsteigen. Und sind wir doch ehrlich das läuft wie mit den PC`s nach dem Motto -gib dem Affen Zucker, aber nur häppchenweise dann werden unsere Entwicklungskosten locker bezahlt. Wer kauft Dir heute denn noch eine Digiknipse der ersten vielleicht 3 Generationen? Viele Geld für nichts!
Gruß Dieter


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