Frage an die Fotografen bzgl. Polarlicht-Fotografie
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Sebastian (Südfinnland)
Frage an die Fotografen bzgl. Polarlicht-Fotografie
Hallo zusammen,
ich bin auf dieses Forum gestoßen, nachdem ich am Montagabend das Vergnügen hatte, hier in Südfinnland das Himmelsschauspiel in vollem Umfang mitzuerleben - leider nur aus dem Stadtpark, d.h. in seiner vollen Pracht konnten wir das ganze wegen Streulicht gar nicht sehen!
Fotografisch bin ich nicht unbedarft, aber wenn es um so etwas ausgefallenes wie Polarlicht-Fotografie geht, dann fehlen mir die Erfahrungswerte. Ich habe am Montag ein wenig herumexperimentiert (Ergebnisse liegen noch nicht vor), aber jetzt wäre ich doch gerne für das nächste Mal (*hoff*) etwas besser vorbereitet.
Ich bin das diesmal wie folgt angegangen:
- SLR mit 1,8/50mm Linse
- Stativ
- Kodak 200 ISO Farbnegativfilm
- offene Blende (1,8)
- Belichtungszeiten von Hand zwischen 5 und 45 Sekunden
Fragen, die sich mir unter anderem aufwerfen:
- wäre ein Weitwinkel besser? evtl. sogar Fischauge?
- ist der Film geeignet?
- was sind angemessene Belichtungszeiten und wie kann ich sie ermitteln (die Kamera-Automatik sagt nur "zu dunkel")
Vielen Dank,
Sebastian
P.S.: Es gibt doch bestimmt irgendwelche netten Menschen, die schonmal eine Webseite zum Thema "Polarlicht fotografieren" erstellt haben? Vielleicht sogar unter den Anwesenden? Mit der Suchmaschine habe ich schon einiges gefunden, aber der richtige "Knaller" war noch nicht dabei... Vielleicht hat ja jemand einen Geheimtip? Ich würde mich sehr darüber freuen?
ich bin auf dieses Forum gestoßen, nachdem ich am Montagabend das Vergnügen hatte, hier in Südfinnland das Himmelsschauspiel in vollem Umfang mitzuerleben - leider nur aus dem Stadtpark, d.h. in seiner vollen Pracht konnten wir das ganze wegen Streulicht gar nicht sehen!
Fotografisch bin ich nicht unbedarft, aber wenn es um so etwas ausgefallenes wie Polarlicht-Fotografie geht, dann fehlen mir die Erfahrungswerte. Ich habe am Montag ein wenig herumexperimentiert (Ergebnisse liegen noch nicht vor), aber jetzt wäre ich doch gerne für das nächste Mal (*hoff*) etwas besser vorbereitet.
Ich bin das diesmal wie folgt angegangen:
- SLR mit 1,8/50mm Linse
- Stativ
- Kodak 200 ISO Farbnegativfilm
- offene Blende (1,8)
- Belichtungszeiten von Hand zwischen 5 und 45 Sekunden
Fragen, die sich mir unter anderem aufwerfen:
- wäre ein Weitwinkel besser? evtl. sogar Fischauge?
- ist der Film geeignet?
- was sind angemessene Belichtungszeiten und wie kann ich sie ermitteln (die Kamera-Automatik sagt nur "zu dunkel")
Vielen Dank,
Sebastian
P.S.: Es gibt doch bestimmt irgendwelche netten Menschen, die schonmal eine Webseite zum Thema "Polarlicht fotografieren" erstellt haben? Vielleicht sogar unter den Anwesenden? Mit der Suchmaschine habe ich schon einiges gefunden, aber der richtige "Knaller" war noch nicht dabei... Vielleicht hat ja jemand einen Geheimtip? Ich würde mich sehr darüber freuen?
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Ulrich Rieth
Versuchs mal hiermit...
Hallo Sebastian !
Auf meiner Seite http://www.ulrich-rieth.de findest Du unter Aurora-Links unter anderem auch diesen Artikel von Dieter Raith zur Aurora Fotografie: http://dkcmzc.chemie.uni-mainz.de/~riet ... _foto.html
Da steht schon verdammt viel drin, so dass Du eine erste Einsicht bekommen solltest.
Gruß
Ulrich
Auf meiner Seite http://www.ulrich-rieth.de findest Du unter Aurora-Links unter anderem auch diesen Artikel von Dieter Raith zur Aurora Fotografie: http://dkcmzc.chemie.uni-mainz.de/~riet ... _foto.html
Da steht schon verdammt viel drin, so dass Du eine erste Einsicht bekommen solltest.
Gruß
Ulrich
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Mark (Rottal/Niederbayern)
Re: Frage an die Fotografen bzgl. Polarlicht-Fotografie
Hallo,
ich kann dir folgende Tipps geben.
- Möglichst lichtstarkes Objektiv (immer Blende voll öffnen)
- 50mm ist oft etwas knapp vom Bildausschnitt. Standard Objektiv für PL ist 28mm
- Als Film würde ich 400er nehmen, oder 200er pushen. Bei ganz hellem PL tut es auch 200er. Wichtig ist aber eine möglichst kurze Belichtungszeit, da sonst die Strahlen verloren gehen.
- Bei 400er Film belichte ich so etwa 35Sekunden bei Blende 2.8. Mit einem 1.8/50er kann man da auch auf 12-18 Sekunden zurück gehen.
Ich denke schon, daß deine Bilder was geworden sind. Ich weiß nicht wie hell das PL in Finnland war, aber ich könnte mir vorstellen, daß da schon 18sec bei 200er Film und 1.8/50 reichen. Belichtung kann man eigentlich nur pi mal Daumen bestimmen. Bei sehr schwachem bzw. "unsichtbarem" PL belichte ich etwa 70sec bei 2.8/24er auf 400er Film. Bei gerade so sichtbarem bis mäßig hellem PL 45s, bei hellem PL 30s, bei extrem hellem PL 20s.
Grüße,
Mark
> Hallo zusammen,
> ich bin auf dieses Forum gestoßen, nachdem ich am Montagabend
> das Vergnügen hatte, hier in Südfinnland das Himmelsschauspiel
> in vollem Umfang mitzuerleben - leider nur aus dem Stadtpark,
> d.h. in seiner vollen Pracht konnten wir das ganze wegen
> Streulicht gar nicht sehen!
> Fotografisch bin ich nicht unbedarft, aber wenn es um so etwas
> ausgefallenes wie Polarlicht-Fotografie geht, dann fehlen mir
> die Erfahrungswerte. Ich habe am Montag ein wenig
> herumexperimentiert (Ergebnisse liegen noch nicht vor), aber
> jetzt wäre ich doch gerne für das nächste Mal (*hoff*) etwas
> besser vorbereitet.
> Ich bin das diesmal wie folgt angegangen:
> - SLR mit 1,8/50mm Linse
> - Stativ
> - Kodak 200 ISO Farbnegativfilm
> - offene Blende (1,8)
> - Belichtungszeiten von Hand zwischen 5 und 45 Sekunden
> Fragen, die sich mir unter anderem aufwerfen:
> - wäre ein Weitwinkel besser? evtl. sogar Fischauge?
> - ist der Film geeignet?
> - was sind angemessene Belichtungszeiten und wie kann ich sie
> ermitteln (die Kamera-Automatik sagt nur "zu dunkel")
> Vielen Dank,
> Sebastian
> P.S.: Es gibt doch bestimmt irgendwelche netten Menschen, die
> schonmal eine Webseite zum Thema "Polarlicht
> fotografieren" erstellt haben? Vielleicht sogar unter den
> Anwesenden? Mit der Suchmaschine habe ich schon einiges
> gefunden, aber der richtige "Knaller" war noch nicht
> dabei... Vielleicht hat ja jemand einen Geheimtip? Ich würde
> mich sehr darüber freuen?
ich kann dir folgende Tipps geben.
- Möglichst lichtstarkes Objektiv (immer Blende voll öffnen)
- 50mm ist oft etwas knapp vom Bildausschnitt. Standard Objektiv für PL ist 28mm
- Als Film würde ich 400er nehmen, oder 200er pushen. Bei ganz hellem PL tut es auch 200er. Wichtig ist aber eine möglichst kurze Belichtungszeit, da sonst die Strahlen verloren gehen.
- Bei 400er Film belichte ich so etwa 35Sekunden bei Blende 2.8. Mit einem 1.8/50er kann man da auch auf 12-18 Sekunden zurück gehen.
Ich denke schon, daß deine Bilder was geworden sind. Ich weiß nicht wie hell das PL in Finnland war, aber ich könnte mir vorstellen, daß da schon 18sec bei 200er Film und 1.8/50 reichen. Belichtung kann man eigentlich nur pi mal Daumen bestimmen. Bei sehr schwachem bzw. "unsichtbarem" PL belichte ich etwa 70sec bei 2.8/24er auf 400er Film. Bei gerade so sichtbarem bis mäßig hellem PL 45s, bei hellem PL 30s, bei extrem hellem PL 20s.
Grüße,
Mark
> Hallo zusammen,
> ich bin auf dieses Forum gestoßen, nachdem ich am Montagabend
> das Vergnügen hatte, hier in Südfinnland das Himmelsschauspiel
> in vollem Umfang mitzuerleben - leider nur aus dem Stadtpark,
> d.h. in seiner vollen Pracht konnten wir das ganze wegen
> Streulicht gar nicht sehen!
> Fotografisch bin ich nicht unbedarft, aber wenn es um so etwas
> ausgefallenes wie Polarlicht-Fotografie geht, dann fehlen mir
> die Erfahrungswerte. Ich habe am Montag ein wenig
> herumexperimentiert (Ergebnisse liegen noch nicht vor), aber
> jetzt wäre ich doch gerne für das nächste Mal (*hoff*) etwas
> besser vorbereitet.
> Ich bin das diesmal wie folgt angegangen:
> - SLR mit 1,8/50mm Linse
> - Stativ
> - Kodak 200 ISO Farbnegativfilm
> - offene Blende (1,8)
> - Belichtungszeiten von Hand zwischen 5 und 45 Sekunden
> Fragen, die sich mir unter anderem aufwerfen:
> - wäre ein Weitwinkel besser? evtl. sogar Fischauge?
> - ist der Film geeignet?
> - was sind angemessene Belichtungszeiten und wie kann ich sie
> ermitteln (die Kamera-Automatik sagt nur "zu dunkel")
> Vielen Dank,
> Sebastian
> P.S.: Es gibt doch bestimmt irgendwelche netten Menschen, die
> schonmal eine Webseite zum Thema "Polarlicht
> fotografieren" erstellt haben? Vielleicht sogar unter den
> Anwesenden? Mit der Suchmaschine habe ich schon einiges
> gefunden, aber der richtige "Knaller" war noch nicht
> dabei... Vielleicht hat ja jemand einen Geheimtip? Ich würde
> mich sehr darüber freuen?
-
Sebastian (Südfinnland)
Re: Versuchs mal hiermit...
> http://dkcmzc.chemie.uni-mainz.de/~riet ... _foto.html
Vielen Dank schonmal - das ist ziemlich genau das, was ich gesucht habe! Für den Anfang jede Menge Tips. Jetzt fehlt nur noch das nächste Polarlicht
Sebastian
P.S.: Weitere Tips sind natürlich willkommen...
Vielen Dank schonmal - das ist ziemlich genau das, was ich gesucht habe! Für den Anfang jede Menge Tips. Jetzt fehlt nur noch das nächste Polarlicht
Sebastian
P.S.: Weitere Tips sind natürlich willkommen...
-
Sebastian (Südfinnland)
Re: Frage an die Fotografen bzgl. Polarlicht-Fotografie
> Ich denke schon, daß deine Bilder was geworden sind. Ich weiß
> nicht wie hell das PL in Finnland war, aber ich könnte mir
> vorstellen, daß da schon 18sec bei 200er Film und 1.8/50
> reichen.
Das PL war unglaublich hell. Also, es war genaugenommen mein erstes, deshalb ist diese Aussage wahrscheinlich nicht wirklich wertvoll. Aber wir konnten die Lichter sogar von der beleuchteten Hauptstraße aus am Himmel tanzen sehen. Und sie waren überall am Himmel - auch direkt über uns und zeitweise am südlichen Himmel. Was mich bezogen auf die Fotos ein wenig verunsichert ist, daß sie sich sehr schnell bewegt haben. Sie waren selten länger als ein paar Sekunden am selben Fleck - deswegen beschreibe ich das auch als "Tanzen"...
Naja, ich werde den Film mal ins Labor geben und dann sehen wir weiter. Wenn es Erfolge zu vermelden gibt, kann ich ja vielleicht einen Scan posten.
- Gibt es irgendetwas im Zusammenhang mit dem Entwickeln zu beachten?
Sebastian
> nicht wie hell das PL in Finnland war, aber ich könnte mir
> vorstellen, daß da schon 18sec bei 200er Film und 1.8/50
> reichen.
Das PL war unglaublich hell. Also, es war genaugenommen mein erstes, deshalb ist diese Aussage wahrscheinlich nicht wirklich wertvoll. Aber wir konnten die Lichter sogar von der beleuchteten Hauptstraße aus am Himmel tanzen sehen. Und sie waren überall am Himmel - auch direkt über uns und zeitweise am südlichen Himmel. Was mich bezogen auf die Fotos ein wenig verunsichert ist, daß sie sich sehr schnell bewegt haben. Sie waren selten länger als ein paar Sekunden am selben Fleck - deswegen beschreibe ich das auch als "Tanzen"...
Naja, ich werde den Film mal ins Labor geben und dann sehen wir weiter. Wenn es Erfolge zu vermelden gibt, kann ich ja vielleicht einen Scan posten.
- Gibt es irgendetwas im Zusammenhang mit dem Entwickeln zu beachten?
Sebastian
-
Mark (Rottal/Niederbayern)
Re: Frage an die Fotografen bzgl. Polarlicht-Fotografie
> Naja, ich werde den Film mal ins Labor geben und dann sehen wir
> weiter. Wenn es Erfolge zu vermelden gibt, kann ich ja
> vielleicht einen Scan posten.
Bin gespannt. Die Bilder würden mich wirklich interessieren.
> - Gibt es irgendetwas im Zusammenhang mit dem Entwickeln zu
> beachten?
Eigentlich nicht. Bei dunklen Bildern besteht aber die Gefahr, daß das Labor die Negative nicht richtig schneidet. Ich sag dem Labor immer, es soll den Film nicht schneiden.
Grüße,
Mark
> Sebastian
> weiter. Wenn es Erfolge zu vermelden gibt, kann ich ja
> vielleicht einen Scan posten.
Bin gespannt. Die Bilder würden mich wirklich interessieren.
> - Gibt es irgendetwas im Zusammenhang mit dem Entwickeln zu
> beachten?
Eigentlich nicht. Bei dunklen Bildern besteht aber die Gefahr, daß das Labor die Negative nicht richtig schneidet. Ich sag dem Labor immer, es soll den Film nicht schneiden.
Grüße,
Mark
> Sebastian
-
Reinhard Marx
Re: Frage an die Fotografen bzgl. Polarlicht-Fotografie
Hej!
Bin kein Profi, einige Erfahrungen habe ich allerdings mitlerweile schon gesammelt:
Bei sehr hellen Polarlichtern in Skandinavien waren die Bilder mit 1,8 / 30 sec / 200er Negativ teilweise vollkommen überbelichtet. Am darauffolgenden Tag schien das PL vom visuellebn Eindruck ähnlich hell (nur etwas weniger rot), die Bilder gaben allerdings bei gleichen Werten den tatsächlichen Eindruck wesentlich besser wieder und waren nicht überbelichtet. Bei Belichtungen um die 10 sec. sind die Strahlen meist besser zu sehen, jedoch geben längere Zeiten die Verlaufsformen sehr schön wieder. Es gibt also kein Patentrezept!
Die Blende machts: 1,8 o. sogar 1,4 ist super !!! Ich würd beim
~ 200er / (lieber) 400er / f: 1,8 bei 4 sec. anfangen und dann bis 30 sec hochgehen. Jedenfalls in Skandinavien. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit Fuji-Filmen 200er DIA (geile Schärfe, Transparenz und Farbe). Allerdings belichte ich bei DIA Filmen etwas länger (ca. 15- 30 sec). Kodac ist verdammt rot! Leider sind diese Angaben nicht sehr auf den Punkt, aber jedes Polarlicht ist wieder anders und selbst PL-Foto-Profi Patricia Covern experimentiert immer noch mit verschiedenen Zeiten. Viel Erfolg
Reinhard
Bin kein Profi, einige Erfahrungen habe ich allerdings mitlerweile schon gesammelt:
Bei sehr hellen Polarlichtern in Skandinavien waren die Bilder mit 1,8 / 30 sec / 200er Negativ teilweise vollkommen überbelichtet. Am darauffolgenden Tag schien das PL vom visuellebn Eindruck ähnlich hell (nur etwas weniger rot), die Bilder gaben allerdings bei gleichen Werten den tatsächlichen Eindruck wesentlich besser wieder und waren nicht überbelichtet. Bei Belichtungen um die 10 sec. sind die Strahlen meist besser zu sehen, jedoch geben längere Zeiten die Verlaufsformen sehr schön wieder. Es gibt also kein Patentrezept!
Die Blende machts: 1,8 o. sogar 1,4 ist super !!! Ich würd beim
~ 200er / (lieber) 400er / f: 1,8 bei 4 sec. anfangen und dann bis 30 sec hochgehen. Jedenfalls in Skandinavien. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit Fuji-Filmen 200er DIA (geile Schärfe, Transparenz und Farbe). Allerdings belichte ich bei DIA Filmen etwas länger (ca. 15- 30 sec). Kodac ist verdammt rot! Leider sind diese Angaben nicht sehr auf den Punkt, aber jedes Polarlicht ist wieder anders und selbst PL-Foto-Profi Patricia Covern experimentiert immer noch mit verschiedenen Zeiten. Viel Erfolg
Reinhard
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