Als Bild des Monats in Spektrum ist ein verglühender Feuerball der Leoniden (habe ich leider als Link nicht finden können). Die Meteoritenspur ist recht lang, eine leichte Rauchspur ist später zu sehen; also so ein klassisches Bild von so eine schon etwas stärkerem Meteorit. Und dann steht da, das Teil soll etwa 5 mm groß gewesen und über die Distanz von 3 Monddurchmessern verglüht sein. Kann das sein? So klein und so'ne Feuerspur? Dann kriegt man ja richtig Respekt vor so 'nem 300m-Klumpen. Können die Angaben stimmen?
Fragende Grüße von Torsten K.
Wer kennt sich mit Meteoren aus/Bild des Monats in Spektrum
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Jens Wendler (Bremen)
Re: Wer kennt sich mit Meteoren aus/Bild des Monats in Spekt
Hallo Torsten,
das kommt schon hin, die meisten hellen Meteore, die man so sieht sind noch kleiner als 1 mm, und im Schnitt sind die Partikel nicht größer als ein Kieselstein (also 5cm wäre auch realistisch für eine noch gewöhnliche Feuerkugel). Zwischen ein paar cm und 50 m sind die Objekte schon recht selten, und ich weiß nicht, ab welcher Größe die Leuchterscheinung dann Taghelligkeit annimmt. Sie erreichen jedenfalls nie die Erdoberfläche. Deshalb kann man auch nicht wirklich von Meteoriten sprechen, sondern es sind eben Meteore. Ab 50 m Größe wird´s gefährlich (Sprengkraft etwa 5 Megatonnen TNT). Ein 300 m Klumpen würde also schon ganz gut bis zur Erdoberfläche durchkommen und dort einen ordentlichen Krater hinterlassen, da er eine Energie von einigen großen Atombomben freisetzen würde. Der Barringer Meteorkrater in Arizona (1,2 km Durchmesser, 200 m tief) wurde durch einen Eisenmeteoriten von 30 - 50m Durchmesser geschlagen. Das Tunguska-Objekt soll weniger als 90m Durchmesser gehabt haben. Ab 2 km Größe gibt´s einen globalen Impaktwinter.
Jens
> Als Bild des Monats in Spektrum ist ein verglühender Feuerball
> der Leoniden (habe ich leider als Link nicht finden können). Die
> Meteoritenspur ist recht lang, eine leichte Rauchspur ist später
> zu sehen; also so ein klassisches Bild von so eine schon etwas
> stärkerem Meteorit. Und dann steht da, das Teil soll etwa 5 mm
> groß gewesen und über die Distanz von 3 Monddurchmessern
> verglüht sein. Kann das sein? So klein und so'ne Feuerspur? Dann
> kriegt man ja richtig Respekt vor so 'nem 300m-Klumpen. Können
> die Angaben stimmen?
> Fragende Grüße von Torsten K.
das kommt schon hin, die meisten hellen Meteore, die man so sieht sind noch kleiner als 1 mm, und im Schnitt sind die Partikel nicht größer als ein Kieselstein (also 5cm wäre auch realistisch für eine noch gewöhnliche Feuerkugel). Zwischen ein paar cm und 50 m sind die Objekte schon recht selten, und ich weiß nicht, ab welcher Größe die Leuchterscheinung dann Taghelligkeit annimmt. Sie erreichen jedenfalls nie die Erdoberfläche. Deshalb kann man auch nicht wirklich von Meteoriten sprechen, sondern es sind eben Meteore. Ab 50 m Größe wird´s gefährlich (Sprengkraft etwa 5 Megatonnen TNT). Ein 300 m Klumpen würde also schon ganz gut bis zur Erdoberfläche durchkommen und dort einen ordentlichen Krater hinterlassen, da er eine Energie von einigen großen Atombomben freisetzen würde. Der Barringer Meteorkrater in Arizona (1,2 km Durchmesser, 200 m tief) wurde durch einen Eisenmeteoriten von 30 - 50m Durchmesser geschlagen. Das Tunguska-Objekt soll weniger als 90m Durchmesser gehabt haben. Ab 2 km Größe gibt´s einen globalen Impaktwinter.
Jens
> Als Bild des Monats in Spektrum ist ein verglühender Feuerball
> der Leoniden (habe ich leider als Link nicht finden können). Die
> Meteoritenspur ist recht lang, eine leichte Rauchspur ist später
> zu sehen; also so ein klassisches Bild von so eine schon etwas
> stärkerem Meteorit. Und dann steht da, das Teil soll etwa 5 mm
> groß gewesen und über die Distanz von 3 Monddurchmessern
> verglüht sein. Kann das sein? So klein und so'ne Feuerspur? Dann
> kriegt man ja richtig Respekt vor so 'nem 300m-Klumpen. Können
> die Angaben stimmen?
> Fragende Grüße von Torsten K.
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Jens Wendler (Bremen)
Re: Wer kennt sich mit Meteoren aus/Bild des Monats in Spekt
Hallo Torsten,
das kommt schon hin, die meisten hellen Meteore, die man so sieht sind noch kleiner als 1 mm, und im Schnitt sind die Partikel nicht größer als ein Kieselstein (also 5cm wäre auch realistisch für eine noch gewöhnliche Feuerkugel). Zwischen ein paar cm und 50 m sind die Objekte schon recht selten, und ich weiß nicht, ab welcher Größe die Leuchterscheinung dann Taghelligkeit annimmt. Sie erreichen jedenfalls nie die Erdoberfläche. Deshalb kann man auch nicht wirklich von Meteoriten sprechen, sondern es sind eben Meteore. Ab 50 m Größe wird´s gefährlich (Sprengkraft etwa 5 Megatonnen TNT). Ein 300 m Klumpen würde also schon ganz gut bis zur Erdoberfläche durchkommen und dort einen ordentlichen Krater hinterlassen, da er eine Energie von einigen großen Atombomben freisetzen würde. Der Barringer Meteorkrater in Arizona (1,2 km Durchmesser, 200 m tief) wurde durch einen Eisenmeteoriten von 30 - 50m Durchmesser geschlagen. Das Tunguska-Objekt soll weniger als 90m Durchmesser gehabt haben. Ab 2 km Größe gibt´s einen globalen Impaktwinter.
Beste Grüße, Jens
> Als Bild des Monats in Spektrum ist ein verglühender Feuerball
> der Leoniden (habe ich leider als Link nicht finden können). Die
> Meteoritenspur ist recht lang, eine leichte Rauchspur ist später
> zu sehen; also so ein klassisches Bild von so eine schon etwas
> stärkerem Meteorit. Und dann steht da, das Teil soll etwa 5 mm
> groß gewesen und über die Distanz von 3 Monddurchmessern
> verglüht sein. Kann das sein? So klein und so'ne Feuerspur? Dann
> kriegt man ja richtig Respekt vor so 'nem 300m-Klumpen. Können
> die Angaben stimmen?
> Fragende Grüße von Torsten K.
das kommt schon hin, die meisten hellen Meteore, die man so sieht sind noch kleiner als 1 mm, und im Schnitt sind die Partikel nicht größer als ein Kieselstein (also 5cm wäre auch realistisch für eine noch gewöhnliche Feuerkugel). Zwischen ein paar cm und 50 m sind die Objekte schon recht selten, und ich weiß nicht, ab welcher Größe die Leuchterscheinung dann Taghelligkeit annimmt. Sie erreichen jedenfalls nie die Erdoberfläche. Deshalb kann man auch nicht wirklich von Meteoriten sprechen, sondern es sind eben Meteore. Ab 50 m Größe wird´s gefährlich (Sprengkraft etwa 5 Megatonnen TNT). Ein 300 m Klumpen würde also schon ganz gut bis zur Erdoberfläche durchkommen und dort einen ordentlichen Krater hinterlassen, da er eine Energie von einigen großen Atombomben freisetzen würde. Der Barringer Meteorkrater in Arizona (1,2 km Durchmesser, 200 m tief) wurde durch einen Eisenmeteoriten von 30 - 50m Durchmesser geschlagen. Das Tunguska-Objekt soll weniger als 90m Durchmesser gehabt haben. Ab 2 km Größe gibt´s einen globalen Impaktwinter.
Beste Grüße, Jens
> Als Bild des Monats in Spektrum ist ein verglühender Feuerball
> der Leoniden (habe ich leider als Link nicht finden können). Die
> Meteoritenspur ist recht lang, eine leichte Rauchspur ist später
> zu sehen; also so ein klassisches Bild von so eine schon etwas
> stärkerem Meteorit. Und dann steht da, das Teil soll etwa 5 mm
> groß gewesen und über die Distanz von 3 Monddurchmessern
> verglüht sein. Kann das sein? So klein und so'ne Feuerspur? Dann
> kriegt man ja richtig Respekt vor so 'nem 300m-Klumpen. Können
> die Angaben stimmen?
> Fragende Grüße von Torsten K.
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