über Pfingsten gab es ja verbreitet schwere Gewitter in Deutschland. Bochum war am Pfingstmontag dran. Dabei gab es zwar keine optischen Erscheinungen, die meteorologischen Erscheinungen waren aber durchaus sehenswert. Es begann am Montag abend kurz nach 21 Uhr mit einer imposanten Shelfcloud:

Hinter der Wolkenwalze ist es so hell, weil es ständig geblitzt hat, eigentlich war es eher ein Disco-Geflacker. Man bekam es jedenfalls immer aufs Bild, da brauchte man gar nicht irgendeinen besonders gut passenden Moment abzuwarten.

Aus dem großen Fractus links entwickelte sich ein seltsames stempelähnliches Gebilde:

Wenige Sekunden später nahm der Wind in Sekundenschnelle von Stärke 5 auf Stärke 12 zu. Es folgte ein einstündiger Gewittersturm mit Orkanböen, Starkregen und pausenlosem Blitzgeflacker. Vor dem Fenster sah es durch den Regen aus wie in einer Autowaschanlage.
Am nächsten Morgen zog im Nordwesten ein weiteres Gewitter vorbei, das hier für sehr ungewöhnliche Wolkenstrukturen sorgte, beispielsweise ein von konzentrischen Ringen umgebenes Wolkenloch:

Unter dem Loch sieht man bereits ein Gewitternetz. Dahinter bildete sich in den nächsten Minuten eine Art Wolkenrolle:

Als das Gewitternetz über mich hinwegzog, gab es einige starke Windböen der Stärke 7. Und dann begann eines der Gewitternetzlöcher zu rotieren:

Die Rotation war zwar langsam, aber deutlich sichtbar. Die umgebenden Strukturen ließen darauf schließen. daß die Rotation einen größeren Bereich in der Wolke erfaßt hatte:

Die Rotation kam nach einer Minute wieder zum Stillstand und die Strukturen verwischten. Auch der Wind ließ wieder nach. Dafür zeigten sich im Norden noch sehr eigenartige Strukturen in dem weiterziehenden Gewitternetz:

Zum Schluß noch ein paar Bilder von den am Pfingstmontag abend in meiner Umgebung entstandenen Sturmschäden:




Grüße
Peter




