am 25.01. schneite es in Garmisch ziemlich stark und ich hatte keine großen Erwartungen an meinen vorläufigen Abschiedsdienst auf der Zugspitze. Aber auf der Seilbahnfahrt nach oben wurde der Himmel immer blauer und kurz vor dem Bergbahnhof (ca. 1100 Uhr) riss es auf. Die Wolkenobergrenze schwankte um 2700m, so daß das Skigebiet Sonnalpin genau an der Wolkenobergrenze lag. Nach unten flimmerte es extrem und es zeigte sich eine bis dato noch recht schwache, aber äußerst feine Untersonne.


Diese wurde recht schnell heller und heller und veränderte ihre Position mit der Wolkenobergrenze.



Zeitweise war sie auch wieder auf zwei verschiedenen Ebenen zu sehen (wie bereits mal auf dem Wendelstein beobachtet), was aus meiner Perspektive aussah, als wäre die Untersonne versetzt bzw. zweimal vorhanden. Da es live nicht so statisch aussieht wie auf dem Bild, war dieser Effekt visuell um ein vielfaches deutlicher.


Sehr erstaunt hat mich der sehr deutliche Polarisationseffekt, der mir in dieser Deutlichkeit noch nie zuvor aufgefallen war. Anbei mal nur ein beispiel, wo man die Veränderung der Helligkeit nur durch das Drehen des Polfilters sieht:


Teilweise sah es sehr verdächtig nach den Bottlinger Ringen aus, aber mit endgültiger Geissheit kann ich das Vorhandensein nicht bestätigen:


Ansonsten eignete sich die Untersonne natürlich gut als Fotomotiv ...
... mit Wetterwarte

... neben Deutschlands höchsten Biergarten

oder als Vordergrund für den Schneefernerkopf

... in dessen Schatten sie schließlich verschwand und sich erst kurz vor Sonnenuntergang rechts davon wieder zeigte:


Gleichzeitig war noch eine ebenso lang andauernde Glorie mit Wolkenbogen zu sehen, die ich aber mal separat poste, damit es nicht zuviel auf einmal wird.
Viele Grüße
Claudia