Welchen Diascanner

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Dennis Boller

Welchen Diascanner

Beitrag von Dennis Boller » 23. Dez 2001, 15:30

Hallo

Weihnachten steht extrem dicht an der Haustür und ich will
mir vom Weihnachtsgeld einen Diascanner kaufen.

Viele in diesem Forum scheinen einen solchen Scanner zu
besitzen, und daher frage ich mal in die Runde:

Auf was muß ich achten ?

Auflösung ?

Farbtiefe ?

Für eine kleine Antwort wäre ich dankbar. Da dies sicherlich
auch für andere interesannt ist, würde ich mich freuen, wenn
die Antworten hier im Forum erscheinen. Ansonsten per eMail
an mich (d.boller@gmx.net)

Dennis

P.S. Eingentlich ist dieses Thema "off topic". Wie wird das
in dieser Liste abgekürzt? OT wird ja schon anderweitig
verwendet.

Martin Liebermann

Re: Welchen Diascanner

Beitrag von Martin Liebermann » 28. Dez 2001, 10:10

> Hallo

> Weihnachten steht extrem dicht an der Haustür und ich will
> mir vom Weihnachtsgeld einen Diascanner kaufen.

> Viele in diesem Forum scheinen einen solchen Scanner zu
> besitzen, und daher frage ich mal in die Runde:

> Auf was muß ich achten ?

Hallo,

ich habe mich eine ganze Zeit lang mit Scannern beschäftigt und teile mir jetzt ein Profigerät (Nikon LS-4000) mit einem Freund.

Was du dir kaufen willst, hängt vom Geldbeutel und vom Verwendungszweck ab. Um einfache Bilder ins Netz zu stellen, reicht oft schon eine Durchlichteinheit an einem guten Scanner. Damit sind aber z.B. Astrofotos oder dunkle Bilder kaum zu scannen. Für ein digitales Photoarchiv muss man dann aber doch einen Diascanner der oberen Klasse nehmen, die sind inzwischen (fast) so gut wie die Profi-Trommelscanner. Und für alle normalen Amateuransprüche (Ausdrucke bis A4) sollte ein Scanner der mittleren Preisklasse ausreichend sein.

Als Farbtiefe dürften 24 Bit vollkommen ausreichend sein. Wichtiger ist der Dichteumfang, den manche Hersteller gern verschweigen. Der ist vor allem dann wichtig, wenn man sehr dunkle Bilder (=Astro, Polarlicht) hat, aber auch so, um einen möglichst großen Tonwertumfang zu haben. Sonst sind die Schatten schwarz und die Lichter ausgefressen. Größer als 4 sollte der Wert schon sein, der Nikon-Scanner hat glaube ich 4,6 als Wert.

Wichtig ist natürlich die Auflösung. Mit dem LS-4000 habe ich 4000 dpi - da sehe ich jedes einzelne Korn in der Schicht, außer beim Fuji Provia 100F, dem derzeit feinsten Film auf dem Markt. Auf jeden Fall komme ich an die Grenzen der Auflösung meiner Objektive! Ein einzelnes Dia als unkomprimierte Tiff-Datei verbraucht damit schon 65 MB! Mit 2000 dpi dürften für die normale Anwendung und z.B. Ausdrucke keine Probleme entstehen.

Was ich beim Nikon-Scanner besonders toll finde, ist die Option, Staub und Kratzer automatisch zu entfernen. Das funktioniert mittels Infrarot-Abtastung der Bildoberfläche, Fehler werden dann rausgerechnet - spart sehr viel Retusche-Arbeit. Geht aber nicht mit Schwarzweißfilmen und Kodachromes.

Tja, und dann ist da noch die Frage der Soft- und Hardware. Bildbearbeitung frisst viele Ressourcen. Die Festplatte sollte schön Platz haben, und der Arbeitsspeicher ordentlich aufgerüstet werden - mindestens 512 MB würde ich empfehlen. Und Software nimmt man halt, was man kriegt - Photoshop ist in der Vollversion leider ziemlich teuer.

Persönlich empfehlen kann ich die Coolscans von Nikon - die sind aber auch recht teuer. Leider habe ich keine Testunterlagen mehr, aber so weit ich mich erinnern kann sind die Sprintscans (Polaroid) und der Dîmage (Minolta?) auch gut abgeschnitten. Schau mal selber im Netz nach - und in den Fotozeitschriften finden sich regelmäßig aktuelle Tests.

Grüße aus Bielefeld

Martin Liebermann

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