mit dem 8"/1200mm, Astrofolie
32mm, meist 9mm
Beobachtet: Sonnenfleck 105, auch zeitweise 108
Solange habe ich noch nie einen Sonnenfleck angeschaut.
Es war auch das erste Mal.
Zu meiner totalen Verblueffung konnte ich binnen 10 Minuten
Veraenderungen feststellen.
Mit 133 fach beobachtete ich besonders aufmerksam zuerst die
Faltenzone des Flecks und versuchte, wie beim Zeichnen, mir
die Groesse und Lage und Figur der einzelnen Formationen einzupraegen.
nach zehn Minuten konnte ich zu meiner Verblueffung feststellen,
das da an der rechten Faltenzone vom 105 sich zu dem Ersten noch zwei weitere
schwarze Punkte, also Loecher, gebildet hatten.
Das war ja sowas von unvermutet !
Unvermittelt war meine Begeisterung entfacht. Da konnte man ja beim
Wandel der Dinge richtig sehend zuschauen.Von diesem sichtbaren Effekt
hatte ich niemals gehoert oder gelesen...
So beobachtete ich weiter und konnte verfolgen, wie die drei schwarzen Punkte
innert einer Stunde zu fuenf, dann sechs Punkten wurden.
Auf der anderen, linken Seite des Flecks war eine kleine vorspringende runde Landzunge,
von der ein Bootssteg uber den Fleck fuehrte, im ersten Drittel des Flecks.
Dort bildete sich in diesen zwei Stunden ein Einschnitt, der ueber die ganze Faltenzone
sich nach aussen zog. Im selben Zeitraum war auf der rechten Seite aus den
sechs Loechern ebenfalls ein Riss geworden der aber ins Innere schnitt.
Auch 108 hatte mehrere Bruecken. Ich taufte ihn KleinVenedig
Ich kam auf die Idee, meine rote Discobrille zu holen. Damit sah ich noch differenzierter.
So konnte ich wiederum zu meiner Verbueffung staunend, aber deutlich sehen,
wie das Plasma in transparenten Stroemen dort heraus/herein kam...
Mein Auge muss sich wohl in gewisser Zeit angepasst haben.
Jedenfalls, als ich einmal um das ganze Sonneninnere suchend kreiste, konnte
ich auch noch Flares entdecken, die meisten am linken Guertelrand;
eine ganze Menge in ihrer typisch zuengelnden Form.
Allerdings ohne das mir hier Bewegung aufgefallen waere.
Besser als jeder Film. ( Jan, this would be some fascination job for you !)
Fazit:
Im Leben gibt es immer wieder das allererste Mal.
Dieses wird mir unvergesslich bleiben.
Die Sonne hat mich voll und ganz.
WAS FUER EIN TAG!
Und das alles ausgeloest vom ersten grossen roten Polarlicht im letzten Herbst.
Ich fuehl mich ganz "hinne und wech" ...
Wenn jemand aehnliche Beobachtungen hatte, wuerde ich mich ueber
ein kleines Posting freuen.
Gruss
Peter