Wiedereintritt Astra 1K ?

Antworten
Olli Wolfenbüttel

Wiedereintritt Astra 1K ?

Beitrag von Olli Wolfenbüttel » 27. Nov 2002, 17:10

Hallo alle zusammen. Verfolgt Ihr auch die Geschehnisse um den
fehlgestarteten Astra-Satelliten ?

unter
http://www.wingar.demon.co.uk/satevo/dkwatch/

gibt es Keplerdaten, ich ich selber aber im Moment nicht verarbeiten
kann. Wenn ich die Angaben auf der Seite richtig deute, dann sollte
der Satellit in den nächsten Tagen runterkommen. Wenn ja dann sollte
da ja ein nettes Feuerwerk geben ...

Eric (Darmstadt)

Re: Wiedereintritt Astra 1K ?

Beitrag von Eric (Darmstadt) » 27. Nov 2002, 18:15

Der spektakuläre Wiedereintritt wurde von den verschiedenen Medien ja bereits gemeldet , doch sollte man sich noch nicht zu früh freuen , denn die Spezialisten versuchen das Ding doch noch in eine höhere Umlaufbahn zu bekommen . Da dies natürlich viel Treibstoff des Satelliten kostet , sinkt die Lebensdauer von Astra 1K enorm . Interessant sind auf jeden Fall beide Möglichkeiten .

Gruß Eric

Ulrich Rieth

Stehen die Astra's nicht alle über dem Äquator?

Beitrag von Ulrich Rieth » 27. Nov 2002, 20:33

...wenn ja, warum dann diese ganze unnötige Aufregung?
Wahrscheinlich wieder nur ein Herbstloch, dass nach der (noch andauernden) Ölpest vor Spanien gefüllt werden muss.
Der Satellit wird wohl schon seit gestern im Duplikat hergestellt und dann wahrscheinlich eher mit einer Ariane gestartet (Achtung, das war pure Spekulation).
Wie dem auch sei, Satelliten Wiedereintritte über Europa (und ich meine ganze und große Satelliten, nicht kleine Trümmer) sind wohl noch seltener als Leoniden-Stürme.
Gruß

Ulrich

Bernd Bornemann (Mainz)

Astra 1K

Beitrag von Bernd Bornemann (Mainz) » 28. Nov 2002, 13:48

Hallo allseits!

Die Betriebsgesellschaft SES hat hierzu eine Mitteilung herausgegeben:
Der Satellit befindet sich demnach auf einer relativ stabilen LEO-(Low Earth Orbit)-Bahn (unter 300km). Wenn jedoch die Trägerrakete schon einen wesentlichen Teil Ihrer Antriebsenergie verweigert hat, sehe ich keinen Weg, wie man das tonnenschwere gute Stück von der 300-km-Kreisbahn in die übliche Ellipse (mit Apogäum jenseits 36'000 km Höhe), ganz zu schweigen vom "Ziel-Orbit" (36'000-km-Kreisbahn über'm Äquator) bringen könnte. Schade!

Sollte Astra-1K aufgegeben werden, dann vermute ich, dass man ihn in ein paar Wochen (mit Hilfe seiner Manövertriebwerke, die dafür reichen sollten) in der beliebten Satelliten-"Schutthalde" Pazifik versenken wird, um den Flurschaden klein zu halten. Auch sehr schade! (Denn wir sehen davon wohl nix.)

Viele Grüße - Bernd

Eric (Darmstadt)

Er wurde erst mit einer Proton hochgeschossen , doch die 4.

Beitrag von Eric (Darmstadt) » 28. Nov 2002, 15:29

Im Beitrag von Bernd Bornemann ist ein schöner Link . Lies einfach mal .

Gruß Eric

Gunnar Glitscher

Bahnneigung 51.6 Grad, H z.Z. ca. 300 km *o.T.*

Beitrag von Gunnar Glitscher » 29. Nov 2002, 00:23

Bahnneigung 51.6 Grad, H z.Z. ca. 300 km *o.T.*

wolfgang hamburg

Re: Stehen die Astra's nicht alle über dem Äquator?

Beitrag von wolfgang hamburg » 29. Nov 2002, 16:28

Hallo Ulrich,

> Der Satellit wird wohl schon seit gestern im Duplikat
> hergestellt und dann wahrscheinlich eher mit einer Ariane
> gestartet (Achtung, das war pure Spekulation).
Die kommt erst gar nicht von der Startrampe hoch, na ja da iksst wenigstens der Sat noch da. Aber es isst schon egal wer startet ein Risiko da.

wolfgang

Peter Haubold

Re: Astra 1K

Beitrag von Peter Haubold » 29. Nov 2002, 17:46

Moin Moin....

zu deinem Beitrag, sorry das es kein Polarlichtthema ist, möchte ich etwas anmerken.

Es dürfte doch nicht schwer sein, aus 300 Km auf vorgeschrieben Höhe zu kommen.
Mann läßt den Satteliten wieder zurückstürzen auf die Erde bzw. an der Erde vorbei wobei der Sattelit ja beschleunigen würde. Aus der Kreisbahnform würde ein Oval werden, welches durch geschickte Nutzung soweit aufschaukeln würde , das er irgendwann die vorgeschriebene Höhe erreicht bzw. darüber geht. Nun muss man nur noch gezielt abbremsen um aus der Ellipse wieder eine Kreisbahn zu erzeugen und ... Tata ! schon wäre er da wo er sein soll...

Ich glaub die Funkamateure haben das mit Ihren Oscar Satelliten schon so gemacht und dabei so gut wie keinen Treibstoff verbraucht, weil Sie die im Satelliten befindlichen E-Magneten (gespeist durch Solarstrom) zur Steuerung verwandt haben. Astra dagegen hat richtige Triebwerke die sparsam eingesetzt dieses Problem locker in den Griff bekommen sollten. (Da reichen wahrscheinlich die Manävertriebwerke für aus. Okay Okay.. das ist keine Sache von heute auf Morgen, aber besser ein Ziel erreichen als Millionen oder gar Milliarden in den Bach zu werfen. Oder ?

Gruss, Peter

> Hallo allseits!

> Die Betriebsgesellschaft SES hat hierzu eine Mitteilung
> herausgegeben:
> Der Satellit befindet sich demnach auf einer relativ stabilen
> LEO-(Low Earth Orbit)-Bahn (unter 300km). Wenn jedoch die
> Trägerrakete schon einen wesentlichen Teil Ihrer Antriebsenergie
> verweigert hat, sehe ich keinen Weg, wie man das tonnenschwere
> gute Stück von der 300-km-Kreisbahn in die übliche Ellipse (mit
> Apogäum jenseits 36'000 km Höhe), ganz zu schweigen vom
> "Ziel-Orbit" (36'000-km-Kreisbahn über'm Äquator)
> bringen könnte. Schade!

> Sollte Astra-1K aufgegeben werden, dann vermute ich, dass man
> ihn in ein paar Wochen (mit Hilfe seiner Manövertriebwerke, die
> dafür reichen sollten) in der beliebten
> Satelliten-"Schutthalde" Pazifik versenken wird, um
> den Flurschaden klein zu halten. Auch sehr schade! (Denn wir
> sehen davon wohl nix.)

> Viele Grüße - Bernd

Bernhard Dorner

Re: Astra 1K

Beitrag von Bernhard Dorner » 30. Nov 2002, 15:05

Hallo Peter!

Ich weiß nicht, ob das wirklich so einfach funktionert. Schließlich hat der Satellit im System der Erde eine konstante Energie (solange kein Antrieb erfolgt), d.h. wenn er in einer Ellipse um die Erde kreist und beim Daraufzustürzen beschleunigt wird, verliert er diese kinetische Energie wieder und wandelt das in Abstand um. Aber der Abstand wächst nicht mit der Zeit, da die Gesamtenergie immer konstant bleibt. Wenn man also das Ding sich selbst überlassen würde, tut sich nichts. Man müsste also immer noch die Triebwerke feuern, und wenn die letzte Stufe versagt hat, fehlt da schon ne ganze Menge.

Die Sache ist nicht zu verwechseln mit Swing-By-Manövern, die vor kurzem mal in Astronomie.de erklärt wurden http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbt ... o=&fpart=1 oder unter http://www.jpl.nasa.gov/basics/bsf4-1.htm#gravity zu finden sind. Ich bin mir nicht sicher, ob das alleine im Schwerefeld der Erde auch funktionieren würde. Wie das mit dem Oscar funktioniert hat, interessert mich schon, denn so ganz klar ist mir das alles nicht.

Servus
Bernhard

Peter Haubold

Re: Astra 1K

Beitrag von Peter Haubold » 2. Dez 2002, 12:57

Hallo Bernhard,
Sorry, für die Späte Meldung, war etwas unfit :-) (Erkältung, rechtes Ohr leicht taub)

So, wenn ich das richtig verstanden habe, haben die den Oskar dadurch beschleunigt, das er auf eine Elippse gebracht wurde, und dann, wenn er am weitesten weg war, Richtung Erde beschleunigt wurde. Die haben das mit Elektromagneten gemacht, Astra dagegen könnte die Steuerdüsen dafür nehmen. Bei einer Elipse ohne Beschleunigung hast du natürlich recht. Aber anderseits, wenn du Richtung Erde beschleuunigst, dann bekommst du genug Schub um beim nächsten Mal die Erdebahn weiter zu verlassen bzw. zu vergrössern. Oskar soll das so gemacht haben mittels E-magnete die eingeschaltet wurden auf dem Weg zur Erde. Da E-magnete habe im Wirkungsgrad sehr sehr schwach sind soll das Hochhieven Jahre gedauert haben. Das ist meine Kenntnis wie ich sie in Erinnerung habe aus einem Fernsehbericht. Frag aber sicherheitshalber nochmal eine Amateurfunker. Ich kenn das auch nur aus dem TV.

Gruss, Peter

> Hallo Peter!

> Ich weiß nicht, ob das wirklich so einfach funktionert.
> Schließlich hat der Satellit im System der Erde eine konstante
> Energie (solange kein Antrieb erfolgt), d.h. wenn er in einer
> Ellipse um die Erde kreist und beim Daraufzustürzen beschleunigt
> wird, verliert er diese kinetische Energie wieder und wandelt
> das in Abstand um. Aber der Abstand wächst nicht mit der Zeit,
> da die Gesamtenergie immer konstant bleibt. Wenn man also das
> Ding sich selbst überlassen würde, tut sich nichts. Man müsste
> also immer noch die Triebwerke feuern, und wenn die letzte Stufe
> versagt hat, fehlt da schon ne ganze Menge.

> Die Sache ist nicht zu verwechseln mit Swing-By-Manövern, die
> vor kurzem mal in Astronomie.de erklärt wurden
> http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbt ... o=&fpart=1
> oder unter http://www.jpl.nasa.gov/basics/bsf4-1.htm#gravity
> zu finden sind. Ich bin mir nicht sicher, ob das alleine im
> Schwerefeld der Erde auch funktionieren würde. Wie das mit dem
> Oscar funktioniert hat, interessert mich schon, denn so ganz
> klar ist mir das alles nicht.

> Servus
> Bernhard

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste