Hallo!
Folgende Mail ging gerade bei uns über die Vereinsmailingliste.
Mogen/Freitag früh (20.12.), kurz vor 6 Uhr,
gibt es eine Verfinsterung von Io durch Europa;
es gibt nur 4 vergleichbare von uns aus sichtbare
Ereignisse der aktuellen Bedeckungsserie.
Es handelt sich sogar um die zentralste Finsternis -
die Mitte von Europa Kernschattens verfehlt das Zentrum von Io
um nur 0,007 Bogensekunden ...
Besonders interessant wird das Ereignis daduch, dass es verschiedene
Zeitangaben gibt, die im Bereich von 1 Minute Abweichung schwanken
(ja, so ungenau ist die Bahnberechnung!) - somit kann man mit
Amateurmitteln und Zeitmessung auf nur wenige Sekunden
(Bruchteile sind gar nicht nötig!) wesentlich zur Bahnbestimmung
beitragen!!!
Der Helligkeitsabfall ist 1,4 Mag, die Position der Monde ist
(in Naef-Schreibweise):
(21) J 3 4
Europa und Io sind dabei 24 Bogensekunden auseinander.
Nun die Zeiten nach Guide 8.0 (die Zeiten von Winoccult und Pic du Midi
verteilen sich darum):
5h 47,7m MEZ: Eintritt des Kernschattens auf Io
5h 50,6m MEZ: Beginn Ringförmigkeit
5h 52,6m MEZ: Ende Ringförmigkeit
5h 55,5m MEZ: Austritt des Kernschattens.
Also: Bitte beobachten und Zeiten so gut wie möglich erfassen
(Wichtig und für alte Sternbedecker-Hasen Routine:
gegen Funkzeit abgleichen!!!).
Alle Daten evtl an mich weiterleiten.
M*fG, klaren Himmel
Ulrich
morgen Früh Verfinsterung von Io durch Europa
-
Alex Haege
Sowas kommt jetzt öftes vor :-)!!
Solche Verfinsterungen werden in den nächsten Wochen und Monaten öfters vorkommen. Da die Erde sich fast auf gleicher "Höhe" der Bahnebenden der Gallileischen Monde befindet. Auch werden sich die Monde gegenseitig bedecken!! Alle Daten über die Verfinsterungen und Bedeckungen finden sich übrigens im Kosmos Himmelsjahr.
Gruß Alex
> Hallo!
> Folgende Mail ging gerade bei uns über die Vereinsmailingliste.
> Mogen/Freitag früh (20.12.), kurz vor 6 Uhr,
> gibt es eine Verfinsterung von Io durch Europa;
> es gibt nur 4 vergleichbare von uns aus sichtbare
> Ereignisse der aktuellen Bedeckungsserie.
> Es handelt sich sogar um die zentralste Finsternis -
> die Mitte von Europa Kernschattens verfehlt das Zentrum von Io
> um nur 0,007 Bogensekunden ...
> Besonders interessant wird das Ereignis daduch, dass es
> verschiedene
> Zeitangaben gibt, die im Bereich von 1 Minute Abweichung
> schwanken
> (ja, so ungenau ist die Bahnberechnung!) - somit kann man mit
> Amateurmitteln und Zeitmessung auf nur wenige Sekunden
> (Bruchteile sind gar nicht nötig!) wesentlich zur Bahnbestimmung
> beitragen!!!
> Der Helligkeitsabfall ist 1,4 Mag, die Position der Monde ist
> (in Naef-Schreibweise):
> (21) J 3 4
> Europa und Io sind dabei 24 Bogensekunden auseinander.
> Nun die Zeiten nach Guide 8.0 (die Zeiten von Winoccult und Pic
> du Midi
> verteilen sich darum):
> 5h 47,7m MEZ: Eintritt des Kernschattens auf Io
> 5h 50,6m MEZ: Beginn Ringförmigkeit
> 5h 52,6m MEZ: Ende Ringförmigkeit
> 5h 55,5m MEZ: Austritt des Kernschattens.
> Also: Bitte beobachten und Zeiten so gut wie möglich erfassen
> (Wichtig und für alte Sternbedecker-Hasen Routine:
> gegen Funkzeit abgleichen!!!).
> Alle Daten evtl an mich weiterleiten.
> M*fG, klaren Himmel
> Ulrich
Gruß Alex
> Hallo!
> Folgende Mail ging gerade bei uns über die Vereinsmailingliste.
> Mogen/Freitag früh (20.12.), kurz vor 6 Uhr,
> gibt es eine Verfinsterung von Io durch Europa;
> es gibt nur 4 vergleichbare von uns aus sichtbare
> Ereignisse der aktuellen Bedeckungsserie.
> Es handelt sich sogar um die zentralste Finsternis -
> die Mitte von Europa Kernschattens verfehlt das Zentrum von Io
> um nur 0,007 Bogensekunden ...
> Besonders interessant wird das Ereignis daduch, dass es
> verschiedene
> Zeitangaben gibt, die im Bereich von 1 Minute Abweichung
> schwanken
> (ja, so ungenau ist die Bahnberechnung!) - somit kann man mit
> Amateurmitteln und Zeitmessung auf nur wenige Sekunden
> (Bruchteile sind gar nicht nötig!) wesentlich zur Bahnbestimmung
> beitragen!!!
> Der Helligkeitsabfall ist 1,4 Mag, die Position der Monde ist
> (in Naef-Schreibweise):
> (21) J 3 4
> Europa und Io sind dabei 24 Bogensekunden auseinander.
> Nun die Zeiten nach Guide 8.0 (die Zeiten von Winoccult und Pic
> du Midi
> verteilen sich darum):
> 5h 47,7m MEZ: Eintritt des Kernschattens auf Io
> 5h 50,6m MEZ: Beginn Ringförmigkeit
> 5h 52,6m MEZ: Ende Ringförmigkeit
> 5h 55,5m MEZ: Austritt des Kernschattens.
> Also: Bitte beobachten und Zeiten so gut wie möglich erfassen
> (Wichtig und für alte Sternbedecker-Hasen Routine:
> gegen Funkzeit abgleichen!!!).
> Alle Daten evtl an mich weiterleiten.
> M*fG, klaren Himmel
> Ulrich
-
Ulrich Rieth
Ja, und es gibt nächstes Jahr sogar ein Highlight
...das über mehr als einen Tag geht. Als Info stelle ich hier mal einen alten Beitrag aus unserer Vereinsliste rein. Die Namen lasse ich mal drin, aber jetzt nicht nachfragen, wenn ihr wissen wollt, wer wer ist.
Gruß
Ulrich
-------
Liebe *freunde,
beim Mitgliedertreff im kleinen Kreise (wir waren am Ende 10 Leute)
ging es zunächst um die Leoniden - aber weil ein Jahrhundertereignis
allein nicht reicht, berichtete unser Okkultist
Alfons Gabel
von 2 vor uns liegenden, äußerst ungewöhnlichen Bedeckungsserien,
bei denen Jupiter seine Finger im Spiel hat.
Da klappt Eure Kinnlade runter!
Ich geb Alfons' Berichte so wieder, wie ich sie verstanden habe.
Alfons, bitte scheue nicht davor, mich ggf. zu korrigieren.
Leoniden Teil I
###############
Also zunächst zu den Leoniden.
Im Wesentlichen haben wir die Pressemitteilung besprochen,
die Ulrich ja vorbereitet hatte. An paar Stellen haben wir den Text
noch optimiert, Ihr findet ihn am Ende dieser Mail.
Letzte Korrekturen bitte bis Sonntag, 10.11., 16 Uhr MEZ.
Herr Gerber empfahl, auch mal die lichtschwächeren Leoniden mit einem
Feldstecher zu beobachten, z.B. wenige Grad neben dem Radianten.
Bei der erwarteten Leoniden-Menge sollte sich das "lohnen",
mal 5 Minuten den Feldstecher zu nehmen!
Ein weiterer Tipp: auch mal mit Prisma beobachten!
(Diese Tipps sind natürlich nur für Fortgeschrittene
geeignet und bleiben aus der Pressemitteilungen raus...)
Zur geplanten Europa-Tour von Peter, Torsten und Ulrich fanden
sich keine weiteren Teilnehmer.
Nebenbei, auch zu Schottland gab's keine Neuigkeiten.
Jupiter, Teil Ia
################
Dann legten die Gabels los ... Man darf Alexander und Alfons nicht an
einen Rechner mit Astro-Software lassen, es scheint stets
Hochinteressantes herauszukommen ...
))
Sie haben also mit der bevorstehenden Serie von gegenseitigen
Bedeckungen etc. der Jupitermonde herumgerechnet und dabei
festgestellt, dass die an verschiedenen Stellen veröffentlichten
Daten teils fehlerbehaftet sind.
Ein vorkommender kapitaler Fehler ist die Tatsache, dass manchmal
Jupiter höchstpersönlich den Blick auf ein Bedeckungsereignis
zweier Monde untereinander verwehrt, indem er davor steht ...
Es wird also demnächst eine korrigierte Liste der Gabels geben,
mehr dazu demnächst u.a. in dieser Mailingliste ...
Die Jup.-Mond-Ereignisse sind u.a. deshalb sehr interessant,
weil hier wir Amateure wieder mal einen wichtigen Beitrag liefern können,
denn:
- Die Bahndaten sind erstaunlich ungenau (typischerweise etwa
30 Sekunden Ungenauigkeiten der Ereignisse; die gegenseitigen
Störungen sind halt nicht trivial; aus den Beobachtungsergebnissen
erhofft man sich sogar Infos zum Aufbau der Monde ...)
- Die benötigte Genauigkeit bei der Messung der Ereignisse liegt im
Bereich von Sekunden.
Eine 30%-Bedeckung ist zwar in Sachen Helligkeitsmessung hart an der
Grenze des Auges, v.a. wenn's um einige Sekunden geht,
aber Herr Nickel z.B. sollte mit CCD weder in Helligkeit noch
in Zeit Probleme haben, mit den geforderten Genauigkeiten zu messen!
Jupiter, Teil Ib
################
Die Beobachtung der Mond-Schatten auf Jupiter ist nun nicht gerade
ein seltenes Ereignis - sowas gibt's ja fast täglich.
(Die deutlichsten Schatten werfen übrigens Io und Ganymed,
was man sich mit Entfernungen und Mondgrößen klar machen kann.)
Aaaaaaaber - wenn nun noch ein Jupitermond den Schatten eines
anderen Mondes auf Jupiter bedeckt, dann wird's interessant!
Und sowas kommt demnächst einige Male vor ...
Interessant wird's dadurch, dass man wegen der geometrischen
Verhältnisse durch bloße Zeitmessung die Höhe des Schattens
in der Jupiteratmosphäre bestimmen kann und damit eine exzellente
Atmosphärensonde hat!!!
Die Jupitermonde bieten uns also eine wissenschaftlich interessante
Show, bei der die Amateure mal wieder mitmachen können.
Alle 6 Jahre ist sowas möglich (wenn Erde und Sonne in Jup-Mondbahn-
Ebene stehen), alle 12 Jahre ist so etwas für die Nordhalbkugel
günstig - dummerweise das nächste Mal in Jupiter-Konjunktion
mit der Sonne, also erst in 24 Jahren wieder ...
Mit Daten und weiteren Infos wird uns Alfons sicher versorgen,
sobald Alles berechnet ist!
Jupiter, Teil II
################
OK, das war schon aufregend, aber jetzt kommt der Teil mit der
runterklappenden Kinnlade ...
Die Infos sind noch mehr oder wenige IOTA-intern
(IOTA = International Occultation Timing Association;
http://www.occultations.org/);
die Daten sollen erst noch exakter berechnet werden, bevor
man mit Beobachtungsaufrufen an die weltweite Astroszene geht.
Also mailt diese Mail bitte nicht an andere Listen weiter,,,
Sternbedeckungen durch Jupiter sind deshalb besonders interessant,
weil man eine quasi punktförmige Leuchtsonde durch die
Jup.-Atmosphäre bekommt. Dabei muss man normalerweise
in hoher Zeitauflösung messen - normalerweise, aber was ist schon
normal, wenn man Alfons an den Rechner lässt?
Zur Ermittlung möglicher Bedeckungen verwendet man die
Jupiter-Bahndaten und den PPM-Katalog, dessen Helligkeitsgrenze
bei 11-12 Magnituden liegt. Alfons ist nahe eines Endes
der Opposotionsschleife Jupiters ein 11,3m-Stern aufgefallen,
der dummerweise nicht im PPM-Katalog steht ...
Schon Alfons' Hardware-Möglichkeiten ergeben, dass der Stern
wegen Jupiters Umkehrbewegung gleich 2 Mal vom Planeten bedeckt
wird - und das verdammt langsam!
Dabei wird der bisherige Geschwindigkeitsrekord von 8,7 km/Sekunde
deutlich unterboten: 0,3 km/s radial !!!
(... und dann können wir noch über einen Zickzack-Scan mit einem
Teleskop in der Erdumlaufbahn nachdenken ...)
Die erste der beiden Bedeckungen ist polar und dauert knapp
einen Tag, die zweite ist äquatorial und dauert knapp 2 Tage...
Als Zugabe (als ob 4 verdammt langsame Jup.-Atmosphären-Ereignisse
nicht reichen würden) gibt es noch einige Bedeckungen des Sterns
durch Jupitermonde.
Uns wird u.a. die Bedeckung durch Thebe betreffen,
die längste Bedeckung findet aber in Australien statt:
Da Amalthea zum Zeitpunkt der Bedeckung ihrerseits im - von der
Erde aus gesehen - Umkehrpunkt bzgl. Jupiter steht, wird diese
Bedeckung allein eine Stunde dauern ...
Eine weltweite Beobachtungskampagne ist in Arbeit.
Die Monddaten müssen noch genauer ermittelt werden, bevor man
die Profis in Australien alarmiert und das Amalthea-Ereignis
dann doch in Ozeanien stattfindet...
Sicher wird uns Alfons rechtzeitig vor Anfang April 2003,
wenn diese Jup-Show steigt, informieren.
Inwiefern Amateure beitragen können, ist bei 11,3m nahe Jupiter
leider fraglich. Trebur vermutlich, vielleicht sogar Dhaun?
OK, Kinnlade wieder hoch, mehr Sensationen gibt's heute nicht,
das muss erst mal reichen ...
))
Gruß
Ulrich
-------
Liebe *freunde,
beim Mitgliedertreff im kleinen Kreise (wir waren am Ende 10 Leute)
ging es zunächst um die Leoniden - aber weil ein Jahrhundertereignis
allein nicht reicht, berichtete unser Okkultist
von 2 vor uns liegenden, äußerst ungewöhnlichen Bedeckungsserien,
bei denen Jupiter seine Finger im Spiel hat.
Da klappt Eure Kinnlade runter!
Ich geb Alfons' Berichte so wieder, wie ich sie verstanden habe.
Alfons, bitte scheue nicht davor, mich ggf. zu korrigieren.
Leoniden Teil I
###############
Also zunächst zu den Leoniden.
Im Wesentlichen haben wir die Pressemitteilung besprochen,
die Ulrich ja vorbereitet hatte. An paar Stellen haben wir den Text
noch optimiert, Ihr findet ihn am Ende dieser Mail.
Letzte Korrekturen bitte bis Sonntag, 10.11., 16 Uhr MEZ.
Herr Gerber empfahl, auch mal die lichtschwächeren Leoniden mit einem
Feldstecher zu beobachten, z.B. wenige Grad neben dem Radianten.
Bei der erwarteten Leoniden-Menge sollte sich das "lohnen",
mal 5 Minuten den Feldstecher zu nehmen!
Ein weiterer Tipp: auch mal mit Prisma beobachten!
(Diese Tipps sind natürlich nur für Fortgeschrittene
geeignet und bleiben aus der Pressemitteilungen raus...)
Zur geplanten Europa-Tour von Peter, Torsten und Ulrich fanden
sich keine weiteren Teilnehmer.
Nebenbei, auch zu Schottland gab's keine Neuigkeiten.
Jupiter, Teil Ia
################
Dann legten die Gabels los ... Man darf Alexander und Alfons nicht an
einen Rechner mit Astro-Software lassen, es scheint stets
Hochinteressantes herauszukommen ...
Sie haben also mit der bevorstehenden Serie von gegenseitigen
Bedeckungen etc. der Jupitermonde herumgerechnet und dabei
festgestellt, dass die an verschiedenen Stellen veröffentlichten
Daten teils fehlerbehaftet sind.
Ein vorkommender kapitaler Fehler ist die Tatsache, dass manchmal
Jupiter höchstpersönlich den Blick auf ein Bedeckungsereignis
zweier Monde untereinander verwehrt, indem er davor steht ...
Es wird also demnächst eine korrigierte Liste der Gabels geben,
mehr dazu demnächst u.a. in dieser Mailingliste ...
Die Jup.-Mond-Ereignisse sind u.a. deshalb sehr interessant,
weil hier wir Amateure wieder mal einen wichtigen Beitrag liefern können,
denn:
- Die Bahndaten sind erstaunlich ungenau (typischerweise etwa
30 Sekunden Ungenauigkeiten der Ereignisse; die gegenseitigen
Störungen sind halt nicht trivial; aus den Beobachtungsergebnissen
erhofft man sich sogar Infos zum Aufbau der Monde ...)
- Die benötigte Genauigkeit bei der Messung der Ereignisse liegt im
Bereich von Sekunden.
Eine 30%-Bedeckung ist zwar in Sachen Helligkeitsmessung hart an der
Grenze des Auges, v.a. wenn's um einige Sekunden geht,
aber Herr Nickel z.B. sollte mit CCD weder in Helligkeit noch
in Zeit Probleme haben, mit den geforderten Genauigkeiten zu messen!
Jupiter, Teil Ib
################
Die Beobachtung der Mond-Schatten auf Jupiter ist nun nicht gerade
ein seltenes Ereignis - sowas gibt's ja fast täglich.
(Die deutlichsten Schatten werfen übrigens Io und Ganymed,
was man sich mit Entfernungen und Mondgrößen klar machen kann.)
Aaaaaaaber - wenn nun noch ein Jupitermond den Schatten eines
anderen Mondes auf Jupiter bedeckt, dann wird's interessant!
Und sowas kommt demnächst einige Male vor ...
Interessant wird's dadurch, dass man wegen der geometrischen
Verhältnisse durch bloße Zeitmessung die Höhe des Schattens
in der Jupiteratmosphäre bestimmen kann und damit eine exzellente
Atmosphärensonde hat!!!
Die Jupitermonde bieten uns also eine wissenschaftlich interessante
Show, bei der die Amateure mal wieder mitmachen können.
Alle 6 Jahre ist sowas möglich (wenn Erde und Sonne in Jup-Mondbahn-
Ebene stehen), alle 12 Jahre ist so etwas für die Nordhalbkugel
günstig - dummerweise das nächste Mal in Jupiter-Konjunktion
mit der Sonne, also erst in 24 Jahren wieder ...
Mit Daten und weiteren Infos wird uns Alfons sicher versorgen,
sobald Alles berechnet ist!
Jupiter, Teil II
################
OK, das war schon aufregend, aber jetzt kommt der Teil mit der
runterklappenden Kinnlade ...
Die Infos sind noch mehr oder wenige IOTA-intern
(IOTA = International Occultation Timing Association;
http://www.occultations.org/);
die Daten sollen erst noch exakter berechnet werden, bevor
man mit Beobachtungsaufrufen an die weltweite Astroszene geht.
Also mailt diese Mail bitte nicht an andere Listen weiter,,,
Sternbedeckungen durch Jupiter sind deshalb besonders interessant,
weil man eine quasi punktförmige Leuchtsonde durch die
Jup.-Atmosphäre bekommt. Dabei muss man normalerweise
in hoher Zeitauflösung messen - normalerweise, aber was ist schon
normal, wenn man Alfons an den Rechner lässt?
Zur Ermittlung möglicher Bedeckungen verwendet man die
Jupiter-Bahndaten und den PPM-Katalog, dessen Helligkeitsgrenze
bei 11-12 Magnituden liegt. Alfons ist nahe eines Endes
der Opposotionsschleife Jupiters ein 11,3m-Stern aufgefallen,
der dummerweise nicht im PPM-Katalog steht ...
Schon Alfons' Hardware-Möglichkeiten ergeben, dass der Stern
wegen Jupiters Umkehrbewegung gleich 2 Mal vom Planeten bedeckt
wird - und das verdammt langsam!
Dabei wird der bisherige Geschwindigkeitsrekord von 8,7 km/Sekunde
deutlich unterboten: 0,3 km/s radial !!!
(... und dann können wir noch über einen Zickzack-Scan mit einem
Teleskop in der Erdumlaufbahn nachdenken ...)
Die erste der beiden Bedeckungen ist polar und dauert knapp
einen Tag, die zweite ist äquatorial und dauert knapp 2 Tage...
Als Zugabe (als ob 4 verdammt langsame Jup.-Atmosphären-Ereignisse
nicht reichen würden) gibt es noch einige Bedeckungen des Sterns
durch Jupitermonde.
Uns wird u.a. die Bedeckung durch Thebe betreffen,
die längste Bedeckung findet aber in Australien statt:
Da Amalthea zum Zeitpunkt der Bedeckung ihrerseits im - von der
Erde aus gesehen - Umkehrpunkt bzgl. Jupiter steht, wird diese
Bedeckung allein eine Stunde dauern ...
Eine weltweite Beobachtungskampagne ist in Arbeit.
Die Monddaten müssen noch genauer ermittelt werden, bevor man
die Profis in Australien alarmiert und das Amalthea-Ereignis
dann doch in Ozeanien stattfindet...
Sicher wird uns Alfons rechtzeitig vor Anfang April 2003,
wenn diese Jup-Show steigt, informieren.
Inwiefern Amateure beitragen können, ist bei 11,3m nahe Jupiter
leider fraglich. Trebur vermutlich, vielleicht sogar Dhaun?
OK, Kinnlade wieder hoch, mehr Sensationen gibt's heute nicht,
das muss erst mal reichen ...
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste