Merkur UND ISS gemeinsam vor der Sonne! :-))))

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Gunnar Glitscher

Merkur UND ISS gemeinsam vor der Sonne! :-))))

Beitrag von Gunnar Glitscher » 7. Mai 2003, 12:38

Es hat geklappt: Kurz nach dem Eintritt von Merkur vor der Sonnenscheibe schoss wie berechnet um 7:17:50 MESZ die ISS als Schatten von ca. Merkurgröße zwischen dem Planeten und einem fast sonnenzentralen H-Fleck durchs Okular. Standort: Dreieich, südl. von Frankfurt/M.. Gerd (der Autor von Satcal), Michael und ich waren von Darmstadt auf die Beobachtungslinie gefahren um das extrem seltene Ereignis zu beobachten und auf Video zu bannen. Vom ortsansässigen Elmar auf einen zu dieser Zeit unbelebten Supermarkt-Parkplatz mit freier Sicht nach Osten gelotst, erwarteten uns zunächst viele Wolken. Nur ab und zu kam matt die Sonne hervor. Dann kurz vor dem Beginn des Merkurtransits wieder dunkles Gewölk - Sonne und Hoffnung
weg. Um 7:15 aber lugte die obere Hälfte der Sonnenscheibe durch Wolkenschleier stark gedämpft wieder aus dem Stratocumulus hervor und da war er: dicht am Sonnenrand, pechschwarz und kreisrund. Ich hatte als einziger nicht die visuelle, sondern die durchlässigere Photo-Baader-Folie vor der Optik (80/910 mm Refraktor), die Kollegen standen mit der stärker filternden visuellen Folie 'im Dunkeln', leider auch Elmar der an seinem 8" SC die Videoeinrichtung angeschlossen hatte. Noch ein kurzer Abgleich mit der Funkuhr, Countdown und wusch sauste die Station als spitzwinklig, dreieckiger Schattenriss mit der Spitze voran Richtung Sonnenmitte und verschwand vor Erreichen des gegenüberliegenden Randes hinter der quer über der Sonne liegenden Wolkengrenze. Die Sichtbarkeitsdauer lag bei ca.2 Sek., ohne Wolken wären es 3.5 Sek. gewesen. Ein toller Anblick; werde nachher mal eine Zeichnung davon machen. Die Basis des Dreiecks dürfte durch die Hauptpanele gebildet worden sein. Evtl. waren auch einige Unregelmäßigkeiten im Kantenverlauf des dreieckigen Schattens erkennbar; wegen der Kürze der Sichtbarkeitsdauer bin ich mir da aber nicht sicher. Dann gings zurück nach Darmstadt, wo der weitere Verlauf des Merkurtransits zusammen mit weiteren Beobachtern auf dem Wiesengelände am Mühltalbad von Wolken weitgehend ungestört verfolgt werden konnte. Merkur wirkte deutlich dunkler als die Fleckenumbra; kurz vor dem 3. Kontakt trat kurzzeitig das bekannte Tropfenphänomen auf. Einige Digi-Bilder folgen nachher. Hat viel Spaß gemacht... :-))

Gruß,
Gunnar

Rudi (Rottal/Niederbayern)

Fast hätte ich noch einen Flieger aufs Bild gehabt *PIC*

Beitrag von Rudi (Rottal/Niederbayern) » 7. Mai 2003, 13:04

Hi Gunnar,

Glückwunsch erstmal. Ich hatte ein ähnliches Erlebnis.Zweimal flog mitten durch die Sonne ein Flugzeug durch. Klar, daß ich jedesmal nicht gleichzeitig fotografierte, und die Auslöseverzögerung dauert auch zu lange. So blieb nur der Kondensstreifen übrig:

Eric

Re: Fast hätte ich noch einen Flieger aufs Bild gehabt

Beitrag von Eric » 7. Mai 2003, 18:44

Hi Rudi,
schönes Foto!
Solche Kondenzstreifen hatten wir beim Merkurdurchgang in Darmstadt auch 2mal sehen können, leider haben die sich schnell verzogen, deswegen leider keine Fotos davon.

Gruss Eric

Elmar

Ich ärgere mich immer noch...

Beitrag von Elmar » 7. Mai 2003, 20:59

Da habe ich mir die Videoausrüstung zusammengeliehen, Sonnenfilter gebastelt, alles vorbereitet, der Beobachtungsstandort direkt vor der Haustür (~50m weg)...
Und dann finde ich die Sonne vor lauter natürlicher (Strato-sonstwas) und künstlicher (Baader-viel zu dicht) nicht. Dann von links der Schrei: "Da ist sie!!!" ... vorbei
Ich werde für den Venusdurchgang _mit_ Wolken üben!!!
Später auf "unserer Astrowiese" gelangen mir dann doch noch ein paar Fotos: http://www.lantermann.net/astro/merkur_durchgang.html
Es folgen noch mehr, auch mit ein paar Impressionen danach ;-)

Bis dann
Elmar

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