weg. Um 7:15 aber lugte die obere Hälfte der Sonnenscheibe durch Wolkenschleier stark gedämpft wieder aus dem Stratocumulus hervor und da war er: dicht am Sonnenrand, pechschwarz und kreisrund. Ich hatte als einziger nicht die visuelle, sondern die durchlässigere Photo-Baader-Folie vor der Optik (80/910 mm Refraktor), die Kollegen standen mit der stärker filternden visuellen Folie 'im Dunkeln', leider auch Elmar der an seinem 8" SC die Videoeinrichtung angeschlossen hatte. Noch ein kurzer Abgleich mit der Funkuhr, Countdown und wusch sauste die Station als spitzwinklig, dreieckiger Schattenriss mit der Spitze voran Richtung Sonnenmitte und verschwand vor Erreichen des gegenüberliegenden Randes hinter der quer über der Sonne liegenden Wolkengrenze. Die Sichtbarkeitsdauer lag bei ca.2 Sek., ohne Wolken wären es 3.5 Sek. gewesen. Ein toller Anblick; werde nachher mal eine Zeichnung davon machen. Die Basis des Dreiecks dürfte durch die Hauptpanele gebildet worden sein. Evtl. waren auch einige Unregelmäßigkeiten im Kantenverlauf des dreieckigen Schattens erkennbar; wegen der Kürze der Sichtbarkeitsdauer bin ich mir da aber nicht sicher. Dann gings zurück nach Darmstadt, wo der weitere Verlauf des Merkurtransits zusammen mit weiteren Beobachtern auf dem Wiesengelände am Mühltalbad von Wolken weitgehend ungestört verfolgt werden konnte. Merkur wirkte deutlich dunkler als die Fleckenumbra; kurz vor dem 3. Kontakt trat kurzzeitig das bekannte Tropfenphänomen auf. Einige Digi-Bilder folgen nachher. Hat viel Spaß gemacht...
Gruß,
Gunnar