SOHO und ACE haben mal wieder starke Differenzen

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Lutz Schenk

SOHO und ACE haben mal wieder starke Differenzen

Beitrag von Lutz Schenk » 29. Sep 2001, 17:45

Vor Allem in der Dichte ist SOHO doppelt so stark. Auch im Speed liegt SOHO höher, wenn auch nur rel. gering.

Gruß Lutz

wolfgang hamburg

Dichteabweichung ist normal, bei SOHO wird anders gemessen *

Beitrag von wolfgang hamburg » 29. Sep 2001, 17:49

Dichteabweichung ist normal, bei SOHO wird anders gemessen *o.T.*

Lutz Schenk

Dichteabweichung ist aber unterschiedlich

Beitrag von Lutz Schenk » 29. Sep 2001, 18:12

Mal laufen sie ziemlich syncron, mal nicht.

Es müßte doch da auch irgendeinen Eichstandard geben. Soundsoviele Partikel/cm³ sind doch nun mal da. Die können doch irgendwie nicht bei jeden Satelit anders sein.

Wo kämen wir denn da hin :-)

Gruß Lutz

Lutz Schenk

Nachtrag

Beitrag von Lutz Schenk » 29. Sep 2001, 18:19

Auch der Verlauf ist anders. Z.B. seit heute 12:00UT liegt die Dichte bei ACE mit geringer Schwankungsbreite zwischen 2 und 4 p/cm³.

Soho hat da zwar auch nur eine Bandbreite zwischen 5 und 9, aber mit wesentlich unterschiedlichen Zacken.

Kann mir das nur so erklären, daß Soho + Ace jeweils unteschiedliche Partikelarten zählen. (Wenn, wo unterscheiden sich die Partikel?)

Gruß Lutz

Ulrich Rieth

Partikel sind gleich....

Beitrag von Ulrich Rieth » 29. Sep 2001, 18:32

...aber da die messen beide ein fast perfektes Vakuum.
Ich schätze auch, dass die Integrationszeiten bei einigen Sekunden liegen dürften und da kommt man schnell auf eine solche Differenz.
Und ob man jetzt 1 oder 10 Partikel pro Kubikzentimeter hat, wen interessierts. So ein gutes Vakuum hätte ich mal gerne gehabt.
Gruß

Ulrich

Gunnar Glitscher

Na ja, das kann dann aber schon mal über PL oder Nicht PL en

Beitrag von Gunnar Glitscher » 29. Sep 2001, 19:00

... denn so etwa ab 10 Partikel kann's ja interessant werden, wenn die restlichen Werte nicht daneben liegen - bei 1 Teilchen noch nicht. Nichts gegen saloppe Statements, aber die Teilchendichte sehe ich nicht so locker. ;-)

Gruß,
Gunnar

'Und ob man jetzt 1 oder 10 Partikel pro Kubikzentimeter hat, wen interessierts.'

Ulrich Rieth

Möglich,...

Beitrag von Ulrich Rieth » 29. Sep 2001, 19:11

...wobei ich persönlich NICHTS mehr auf die Dichte gebe.
Die scheint wirklich nur so marginal an der Polarlicht-Entstehung beteiligt zu sein, dass es da nicht auf eine Größenordnung ankommt.
Der primäre Prozess ist das "verschmelzen" der Magnet-Feldlinien von Sonne und Erde. Und dieser Prozess hängt zu 100% von der Feld-Richtung und -Stärke ab.
Die Teilchen, die wir für das PL brauchen, sind schon vorher in der Ionosphäre gespeichert. Hierbei handelt es sich um Elektronen. Die Detektoren die wir aber auf dem ACE und auf SOHO betrachten messen die Protonen.
Ich hoffe mal, dass ich jetzt nicht ganz falsch liege.
Gruß

Ulrich

wolfgang hamburg

Wollte nicht flappsig sein,

Beitrag von wolfgang hamburg » 29. Sep 2001, 19:39

Hallo Lutz,

mir sind diese Unteschiede auch schon auf gefallen, als Antwort erhielt ich: "Die messen anders!". Das klingt flappsig, ist es aber nicht!
Bei diesen "Dichten"(besser wäre "Leeren") ist es nicht egal wie lange man mißt und wo der Anfang der Messung liegt. Durch unterschiedliche Integrationszeiten und Startpunkte können bei diesen Werten durchaus Meßfehler von einer(vielleicht auchmal zwei) Größenordnung(en) auftreten. Wenn sich dann die reale Dichte etwas ändert, kann das die eine Sonde als Sprung und die andere als lineare Änderung erfassen, kommt darauf an wie der Startpunkt der Messung zur Dichteänderung liegt. Andere Einflüsse sind auch denkbar, Ausrichtung des Sensors, Erfassungsbereich u.a.

Mehr weiß ich darüber auch nicht, aber wir sollten uns daran gewöhnen, daß SOHO und ACE z.T. verschiedene Dichtekurven melden.

Leichter fällt uns das, wenn wir annehmen, daß die Dichte nicht primärer Faktor für PL ist. Ich denke aber, wir würden hier PL sehen, wenn die Dichte bei 100/cm³ liegt. ;-)

only 2Cent

wolfgang

wolfgang hamburg

PS: Wer mißt, mißt Mist oder so ähnlich. ;-) (alte Bauernreg

Beitrag von wolfgang hamburg » 29. Sep 2001, 19:43

PS: Wer mißt, mißt Mist oder so ähnlich. ;-) (alte Bauernregel) *o.T.*

Gunnar Glitscher

Da sind wir jetzt am Kern des Problems.

Beitrag von Gunnar Glitscher » 29. Sep 2001, 20:09

Die IMF Ausrichtung ist nach aller Erfahrung sehr wichtig, aber ohne angehobene Protonendichte und Strömungsgeschwindigkeit funktioniert das Spiel auch nicht. Die besonders markanten Feldstärkeanstiege und Südausrichtungen sind doch immer dann festzustellen, wenn Dichte uns Speed über die Norm steigen. Da muß es also einen physikalischen Zusammenhang geben. Ja, die Elektronen wurden schon vorher gespeichert (wenn auch nicht in der Ionosphäre) und die Ursache für Ihre Freisetzung ist, wie wir gerade sehen, unklar. Ulrich, wenn die Teilchendichte eines CME's bzw. der Schockfront aber gar nichts mit der Entstehung von PL zu tun hätte, würde mich dies sehr wundern. Die Wissenschaft wird diese Nuss sicher bald knacken.

Gruß,
Gunnar

> ...wobei ich persönlich NICHTS mehr auf die Dichte gebe.
> Die scheint wirklich nur so marginal an der
> Polarlicht-Entstehung beteiligt zu sein, dass es da nicht auf
> eine Größenordnung ankommt.
> Der primäre Prozess ist das "verschmelzen" der
> Magnet-Feldlinien von Sonne und Erde. Und dieser Prozess hängt
> zu 100% von der Feld-Richtung und -Stärke ab.
> Die Teilchen, die wir für das PL brauchen, sind schon vorher in
> der Ionosphäre gespeichert. Hierbei handelt es sich um
> Elektronen. Die Detektoren die wir aber auf dem ACE und auf SOHO
> betrachten messen die Protonen.
> Ich hoffe mal, dass ich jetzt nicht ganz falsch liege.
> Gruß

> Ulrich

Ulrich Rieth

Stimmt, null Teilchen ist auch nicht gut, denn...

Beitrag von Ulrich Rieth » 29. Sep 2001, 20:49

...das Magnetfeld hängt ja leider nicht irgentwie im Raum, sondern wird wohl irgentwie mit diesen Teilchen mitgezogen.
Naja, da muss man sich vielleicht doch mal mit der "netten" Magnetohydrodynamik auseinandersetzen.
Aber dafür muss ich mir wohl mal ein paar Wochen Urlaub und ein wenig Mathe aneignen.
Einigen wir uns erstmal darauf, dass die IMF Stärke und Richtung eine Priorität mit Wichtung 10 haben. Der Speed bekommt dann die Wichtung 5 und die Dichte bleibt mit einer 1 um eine Größenordnung hinter dem IMF zurück.
Einverstanden ?
Beweis: die aktuell hohen K-Werte bei gutem Speed, schlechter Dichte aber gutem Bt und durchschnittlichem Bz.
Gruß

Ulrich

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