Meine Meinung zum Meteoritenfund
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Mark
Meine Meinung zum Meteoritenfund
Hallo,
hab eben Bilder von dem angeblichen Meteoriten im Fernsehn gesehen (RTL). Der sieht ganz und gar nicht wie ein typischer Meteorit aus. Ich halte das für eine Medienente. Der Fundort deckt sich auch nicht mit den Beobachtungen der Feuerkugel. Es wird so gewesen sein, daß die Bäuerin nur den Eindruck hatte, daß die Feuerkugel in ihrem Garten abgestürzt ist (Sinnenstäuschung). Hab hier Beispiele von einem hellen Meteor über Berlin im Jahr 1902 (16. November):
"Bei diesem Beobachter war die Täuschung noch nicht so groß, wie bei einer ganzen Anzahl anderer, die die Feuerkugel in ihrer unmittelbaren Nähe auf die Erde fallen sahen, obgleich jeder von ihnen Zehner und Hunderte Kilometer vom anderen entfernt stand. Dabei sind die Berichterstatter selbst zuverlässig und versichern auf Treu und Glauben, daß sie sich ganz gewiß nicht getäuscht haben könnten. Ja, eine Dame in Steglitz schickte mir sogar in einer Pappschachtel die Feuerkugel selbst ein, so wie sie sie gleich nach dem Niederfallen vor ihren Augen gefunden hat. Es waren Steinkohlenreste und Aschenklümpchen, durchaus irdischen Ursprungs und leider keine Sendboten des Himmels. Eine Krankenschwester sah mit einer älteren Dame, mit der sie bei Groß-Lichterfelde spazieren ging, den glühenden Körper wenige Schritte entfernt in die Zweige eines Baumes fallen, wo er sich verfing und dann zur Erde fiel. Auch sie hat dann Kohlenstücke gefunden. Ein Silberarbeiter sah das Meteor in Treptow 25 bis 30 Schritt von ihm entfernt niedergehen. Leider hinderte ein Bretterzaun am hinzuspringen, sonst hätte er es, wie er meinte, mit dem Hut auffangen können. In Eisenberg (Thüringen) und Schandau (Sachsen) ist das Meteor gleichfalls den Leuten beinahe auf die Nase gefallen, und in Aplerbeck bei Dortmund sieht ein durchaus zuverlässiger Beobachter es deutlich zwischen sich und den Ruhrbergen niedergehen, so daß es sich klar von diesen abhebt.
Alle diese Eindrücke beruhen auf Selbsttäuschungen, die in folgenden Fällen ganz allgemein sind. Es ist ein ganz interessantes psychologisches Kapitel. Man kann es sich nicht denken, daß eine so helle und flüchtige Erscheinung nicht in unmittelbarer Nähe stattfinden müsse. Der gewöhnliche Verstand vermag sich immer noch nicht in die Himmelsräume und ihre ungeheuren Abmessungen zu versetzen, aus deren Grenzen solch ein Körper zu uns herabfliegt."
aus Wilhelm Mayer, Kometen und Meteore, 29. Aulf. 1928
Grüße,
Mark
hab eben Bilder von dem angeblichen Meteoriten im Fernsehn gesehen (RTL). Der sieht ganz und gar nicht wie ein typischer Meteorit aus. Ich halte das für eine Medienente. Der Fundort deckt sich auch nicht mit den Beobachtungen der Feuerkugel. Es wird so gewesen sein, daß die Bäuerin nur den Eindruck hatte, daß die Feuerkugel in ihrem Garten abgestürzt ist (Sinnenstäuschung). Hab hier Beispiele von einem hellen Meteor über Berlin im Jahr 1902 (16. November):
"Bei diesem Beobachter war die Täuschung noch nicht so groß, wie bei einer ganzen Anzahl anderer, die die Feuerkugel in ihrer unmittelbaren Nähe auf die Erde fallen sahen, obgleich jeder von ihnen Zehner und Hunderte Kilometer vom anderen entfernt stand. Dabei sind die Berichterstatter selbst zuverlässig und versichern auf Treu und Glauben, daß sie sich ganz gewiß nicht getäuscht haben könnten. Ja, eine Dame in Steglitz schickte mir sogar in einer Pappschachtel die Feuerkugel selbst ein, so wie sie sie gleich nach dem Niederfallen vor ihren Augen gefunden hat. Es waren Steinkohlenreste und Aschenklümpchen, durchaus irdischen Ursprungs und leider keine Sendboten des Himmels. Eine Krankenschwester sah mit einer älteren Dame, mit der sie bei Groß-Lichterfelde spazieren ging, den glühenden Körper wenige Schritte entfernt in die Zweige eines Baumes fallen, wo er sich verfing und dann zur Erde fiel. Auch sie hat dann Kohlenstücke gefunden. Ein Silberarbeiter sah das Meteor in Treptow 25 bis 30 Schritt von ihm entfernt niedergehen. Leider hinderte ein Bretterzaun am hinzuspringen, sonst hätte er es, wie er meinte, mit dem Hut auffangen können. In Eisenberg (Thüringen) und Schandau (Sachsen) ist das Meteor gleichfalls den Leuten beinahe auf die Nase gefallen, und in Aplerbeck bei Dortmund sieht ein durchaus zuverlässiger Beobachter es deutlich zwischen sich und den Ruhrbergen niedergehen, so daß es sich klar von diesen abhebt.
Alle diese Eindrücke beruhen auf Selbsttäuschungen, die in folgenden Fällen ganz allgemein sind. Es ist ein ganz interessantes psychologisches Kapitel. Man kann es sich nicht denken, daß eine so helle und flüchtige Erscheinung nicht in unmittelbarer Nähe stattfinden müsse. Der gewöhnliche Verstand vermag sich immer noch nicht in die Himmelsräume und ihre ungeheuren Abmessungen zu versetzen, aus deren Grenzen solch ein Körper zu uns herabfliegt."
aus Wilhelm Mayer, Kometen und Meteore, 29. Aulf. 1928
Grüße,
Mark
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Sirko Molau
Re: Meine Meinung zum Meteoritenfund
Hallo Mark,
das mit der Sinnestaeuschung ist wirklich ein bekanntes Phaenomen.
Was mich nur etwas verwundert ist, dass dort ein Prof. Dr. vom geolog. Institut der Uni Muenchen zitiert wurde, der den Stein untersucht und als Meteoriten identifiziert haben will. Nun ist jemand vom geolog. Institut sicherlich kein Experte fuer Meteoriten, aber ob es sich bei dem gefundenen Objekt um einen "normalen Stein" oder "etwas Besonderes" handelt - diese Unterscheidung wuerde ich einemn Geologen schon zutrauen.
Aber vielleicht war's ja auch bloss wieder der Pfoertner von geolog. Institut?
Gruesse,
Sirko
das mit der Sinnestaeuschung ist wirklich ein bekanntes Phaenomen.
Was mich nur etwas verwundert ist, dass dort ein Prof. Dr. vom geolog. Institut der Uni Muenchen zitiert wurde, der den Stein untersucht und als Meteoriten identifiziert haben will. Nun ist jemand vom geolog. Institut sicherlich kein Experte fuer Meteoriten, aber ob es sich bei dem gefundenen Objekt um einen "normalen Stein" oder "etwas Besonderes" handelt - diese Unterscheidung wuerde ich einemn Geologen schon zutrauen.
Aber vielleicht war's ja auch bloss wieder der Pfoertner von geolog. Institut?
Gruesse,
Sirko
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Hartwig Luethen
Re: Meine Meinung zum Meteoritenfund
> Hallo,
> hab eben Bilder von dem angeblichen Meteoriten im Fernsehn
> gesehen (RTL). Der sieht ganz und gar nicht wie ein typischer
> Meteorit aus. Ich halte das für eine Medienente.
Genau. a) liegt Erding NO von Muenchen, b) haben Leute, die lesen und schreiben koennen UND wissen, wo Sueden ist (kam sehr selten vor in der Nacht) das Ding von Muenchen aus Richtung Sueden fliegen sehen, auch hat es in Garmisch geknallt - also ist c) der Aufschlag (wenn denn) suedlich Muenchen. c) hat die Gute die FK laut Videotext leuchtend in ihren Garten fallen sehen - was nicht sein kann, weil die Meteoriten Minuten NACH dem Verloeschen aufschlagen. Diese Sinnestaeuschung ist sehr haeufig - schoen dieses alte Zitat !!
> hab eben Bilder von dem angeblichen Meteoriten im Fernsehn
> gesehen (RTL). Der sieht ganz und gar nicht wie ein typischer
> Meteorit aus. Ich halte das für eine Medienente.
Genau. a) liegt Erding NO von Muenchen, b) haben Leute, die lesen und schreiben koennen UND wissen, wo Sueden ist (kam sehr selten vor in der Nacht) das Ding von Muenchen aus Richtung Sueden fliegen sehen, auch hat es in Garmisch geknallt - also ist c) der Aufschlag (wenn denn) suedlich Muenchen. c) hat die Gute die FK laut Videotext leuchtend in ihren Garten fallen sehen - was nicht sein kann, weil die Meteoriten Minuten NACH dem Verloeschen aufschlagen. Diese Sinnestaeuschung ist sehr haeufig - schoen dieses alte Zitat !!
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Ulrich Rieth
mal was anderes zur "Rechtschreibung"
Hallo!
Es ist vielleicht nicht unbedingt der richtige Platz, aber vielleicht kann mir ja jemand die folgende Frage beantworten.
Bei uns in der Mainzer Vereinsliste wurde die Frage gestellt, was denn jetzt der richtige Ausdruck sei: "Der Meteor oder DAS Meteor"
Hier und in anderen Fachberichten lese ich immer DAS Meteor.
Nun frage ich mich aber, wieso man diese Leuchterscheinung mit einem sachlichen DAS beschreibt.
Von anderen Begriffen her würde mir persönlich die Form DER Meteor passender vorkommen.
Gibt es irgenteinen besonderen Grund für DAS Meteor?
Vielen Dank für eine Erklärung.
Gruß
Ulrich
Es ist vielleicht nicht unbedingt der richtige Platz, aber vielleicht kann mir ja jemand die folgende Frage beantworten.
Bei uns in der Mainzer Vereinsliste wurde die Frage gestellt, was denn jetzt der richtige Ausdruck sei: "Der Meteor oder DAS Meteor"
Hier und in anderen Fachberichten lese ich immer DAS Meteor.
Nun frage ich mich aber, wieso man diese Leuchterscheinung mit einem sachlichen DAS beschreibt.
Von anderen Begriffen her würde mir persönlich die Form DER Meteor passender vorkommen.
Gibt es irgenteinen besonderen Grund für DAS Meteor?
Vielen Dank für eine Erklärung.
Gruß
Ulrich
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Mark
Geologie-Professor Klaus Weber-Diefenbach
...hat den Stein als Meteoriten identifiziert. Entweder hat der Mann keine Ahnung von Meteoriten oder (unwahrscheinlich) die Bäuerin hat noch einen anderen Meteoriten gefunden, der nichts mit der Feuerkugel vom Samstag zu tun hat.
Hier eine neue DPA Meldung:
Im oberbayerischen Zolling im Landkreis Freising will eine Frau den Einschlag eines Meteoritenteils in ihren Garten beobachtet haben. Nach Angaben ihres Schwiegervaters wollte die Frau gerade ihre kleine Tochter zu Bett bringen, als sie eine Lichterscheinung wie einen «Silvesterstern» in ihren Garten landen sah. Sie habe gedacht, Nachbarn hätten sich einen Scherz erlaubt, und sich nicht weiter um die Angelegenheit gekümmert.
Als sie am Sonntag über Radio von dem mysteriösen Lichtspektakel erfuhr, schaute sie im Garten nach und fand einen etwa handflächengroßen Schlackebrocken. Gemeinsam mit ihrem Schwiegervater habe sie das Stück der Polizei übergeben. Stunden später habe sich der Geologie-Professor Klaus Weber-Diefenbach von der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität gemeldet und erklärt, bei dem Fundstück handle es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen fünf Milliarden Jahre alten Meteoriten aus dem Weltall. Stättmayer erklärte dagegen, er sei sehr skeptisch, ob es sich um ein Teil aus dem aktuellen Einschlag handle, da die errechnete Bahn nicht über das Anwesen in Zolling geführt habe.
########
Nach der Beschreibung ist nun sonnenklar, daß das der Stein nicht von der Feuerkugel stammt, da so ein Stein nicht wie ein Sylvesterstern im Garten landet.
Grüße,
Mark
> Hallo Mark,
> das mit der Sinnestaeuschung ist wirklich ein bekanntes
> Phaenomen.
> Was mich nur etwas verwundert ist, dass dort ein Prof. Dr. vom
> geolog. Institut der Uni Muenchen zitiert wurde, der den Stein
> untersucht und als Meteoriten identifiziert haben will. Nun ist
> jemand vom geolog. Institut sicherlich kein Experte fuer
> Meteoriten, aber ob es sich bei dem gefundenen Objekt um einen
> "normalen Stein" oder "etwas Besonderes"
> handelt - diese Unterscheidung wuerde ich einemn Geologen schon
> zutrauen.
> Aber vielleicht war's ja auch bloss wieder der Pfoertner von
> geolog. Institut?
> Gruesse,
> Sirko
Hier eine neue DPA Meldung:
Im oberbayerischen Zolling im Landkreis Freising will eine Frau den Einschlag eines Meteoritenteils in ihren Garten beobachtet haben. Nach Angaben ihres Schwiegervaters wollte die Frau gerade ihre kleine Tochter zu Bett bringen, als sie eine Lichterscheinung wie einen «Silvesterstern» in ihren Garten landen sah. Sie habe gedacht, Nachbarn hätten sich einen Scherz erlaubt, und sich nicht weiter um die Angelegenheit gekümmert.
Als sie am Sonntag über Radio von dem mysteriösen Lichtspektakel erfuhr, schaute sie im Garten nach und fand einen etwa handflächengroßen Schlackebrocken. Gemeinsam mit ihrem Schwiegervater habe sie das Stück der Polizei übergeben. Stunden später habe sich der Geologie-Professor Klaus Weber-Diefenbach von der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität gemeldet und erklärt, bei dem Fundstück handle es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen fünf Milliarden Jahre alten Meteoriten aus dem Weltall. Stättmayer erklärte dagegen, er sei sehr skeptisch, ob es sich um ein Teil aus dem aktuellen Einschlag handle, da die errechnete Bahn nicht über das Anwesen in Zolling geführt habe.
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Nach der Beschreibung ist nun sonnenklar, daß das der Stein nicht von der Feuerkugel stammt, da so ein Stein nicht wie ein Sylvesterstern im Garten landet.
Grüße,
Mark
> Hallo Mark,
> das mit der Sinnestaeuschung ist wirklich ein bekanntes
> Phaenomen.
> Was mich nur etwas verwundert ist, dass dort ein Prof. Dr. vom
> geolog. Institut der Uni Muenchen zitiert wurde, der den Stein
> untersucht und als Meteoriten identifiziert haben will. Nun ist
> jemand vom geolog. Institut sicherlich kein Experte fuer
> Meteoriten, aber ob es sich bei dem gefundenen Objekt um einen
> "normalen Stein" oder "etwas Besonderes"
> handelt - diese Unterscheidung wuerde ich einemn Geologen schon
> zutrauen.
> Aber vielleicht war's ja auch bloss wieder der Pfoertner von
> geolog. Institut?
> Gruesse,
> Sirko
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Jürgen Vollmer Marburg
Und hier die meine dazu...
Hallo Mark,
> Hallo,
> hab eben Bilder von dem angeblichen Meteoriten im Fernsehn
> gesehen (RTL). Der sieht ganz und gar nicht wie ein typischer
> Meteorit aus. Ich halte das für eine Medienente. Der Fundort
> deckt sich auch nicht mit den Beobachtungen der Feuerkugel. Es
> wird so gewesen sein, daß die Bäuerin nur den Eindruck hatte,
> daß die Feuerkugel in ihrem Garten abgestürzt ist
> (Sinnenstäuschung).
DAS glaube ich nicht! Ich habe heute früh auf Antenne Bayern ein Live-Interview mit Prof. Karl Weber-Diefenbach vom Geologischen Institut der Universität München gehört, der den nahe Erding aufgefundenen Meteoriten bereits einer ersten Untersuchung unterzogen hat.
Sein erstes Urteil: Es handelt sich klar um das Bruchstück eines Steinmeteoriten. Eindeutig seien die durch die Eintrittshitze hervorgerufenen glasartigen Verschmelzungen zu sehen! - Genauere Untersuchungen des Meteoriten würden noch folgen!
Damit erübrigt sich für mich die Frage ob "Medienmüll" oder nicht, - kaum anzunehmen, dass die Bäurin sich irgendwo einen solchen Stein besorgt hat, um nun groß rauszukommen. - Inwieweit sich das mit den Bahnberechnungen beißt, vermag ich erst nach Auswertung aller Daten zu beurteilen, aber für mich ists erstmal kein Widerspruch, dass ein in gewisser Höhe zerplatzter Meteorit ein gewisses Streufeld aufweist, innerhalb dessen Bruchstücke niedergehen können. - Weshalb sollte jemand all das erfinden?
Zuletzt bezweifle ich, dass die trockene Theorie, wonach ein Meteorit unterhalb etwa 20 km nicht mehr leuchtet, weil er dann soweit abgebremst sei, dass keine weitere Reibungshitze mehr entstehen kann. - Ich denke, das ist tatsächlich allein eine Frage des Verhältnisses zwischen eintretender Masse eines Himmelskörpers und dessen Geschwindigkeit. Ab einem gewissen Masse-/Tempo- Schwellenwert dürften die Teile sehr wohl noch heiß runterkommen (Mathematiker vor). - Sonst dürften die ganz großen Teile (Stichwort: Tunguska-Meteorit) ja auch nicht mehr heiß bzw. glühend bis zur Oberfläche oder in deren Nähe runterkommen, falls sie noch in geringer Höhe in der Atmosphäre explodieren...
Gruß Jürgen
> Hallo,
> hab eben Bilder von dem angeblichen Meteoriten im Fernsehn
> gesehen (RTL). Der sieht ganz und gar nicht wie ein typischer
> Meteorit aus. Ich halte das für eine Medienente. Der Fundort
> deckt sich auch nicht mit den Beobachtungen der Feuerkugel. Es
> wird so gewesen sein, daß die Bäuerin nur den Eindruck hatte,
> daß die Feuerkugel in ihrem Garten abgestürzt ist
> (Sinnenstäuschung).
DAS glaube ich nicht! Ich habe heute früh auf Antenne Bayern ein Live-Interview mit Prof. Karl Weber-Diefenbach vom Geologischen Institut der Universität München gehört, der den nahe Erding aufgefundenen Meteoriten bereits einer ersten Untersuchung unterzogen hat.
Sein erstes Urteil: Es handelt sich klar um das Bruchstück eines Steinmeteoriten. Eindeutig seien die durch die Eintrittshitze hervorgerufenen glasartigen Verschmelzungen zu sehen! - Genauere Untersuchungen des Meteoriten würden noch folgen!
Damit erübrigt sich für mich die Frage ob "Medienmüll" oder nicht, - kaum anzunehmen, dass die Bäurin sich irgendwo einen solchen Stein besorgt hat, um nun groß rauszukommen. - Inwieweit sich das mit den Bahnberechnungen beißt, vermag ich erst nach Auswertung aller Daten zu beurteilen, aber für mich ists erstmal kein Widerspruch, dass ein in gewisser Höhe zerplatzter Meteorit ein gewisses Streufeld aufweist, innerhalb dessen Bruchstücke niedergehen können. - Weshalb sollte jemand all das erfinden?
Zuletzt bezweifle ich, dass die trockene Theorie, wonach ein Meteorit unterhalb etwa 20 km nicht mehr leuchtet, weil er dann soweit abgebremst sei, dass keine weitere Reibungshitze mehr entstehen kann. - Ich denke, das ist tatsächlich allein eine Frage des Verhältnisses zwischen eintretender Masse eines Himmelskörpers und dessen Geschwindigkeit. Ab einem gewissen Masse-/Tempo- Schwellenwert dürften die Teile sehr wohl noch heiß runterkommen (Mathematiker vor). - Sonst dürften die ganz großen Teile (Stichwort: Tunguska-Meteorit) ja auch nicht mehr heiß bzw. glühend bis zur Oberfläche oder in deren Nähe runterkommen, falls sie noch in geringer Höhe in der Atmosphäre explodieren...
Gruß Jürgen
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Claudia
laut Duden ist beides richtig
Es ist wie bei den Halos, ob männlich oder sächlich ist einfach nicht feststellbar ;o)
Viele Grüße
Claudia
Viele Grüße
Claudia
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Jens Wendler
etwas scharf geschossen...
Recht unqualifizierter Beitrag, Sirko, ein Prof. Dr. wird wohl kaum der Pförtner sein. Sicher ist nicht jeder Geologe Meteoritenexperte, aber die generelle Aussage, dass ein Wissenschaftler "...vom geolog. Institut sicherlich kein Experte fuer Meteoriten..." sei, kann ja wohl auch nicht angehen, da muß ich als Geowissenschaftler mal Widerspruch einlegen!
Jens
> das mit der Sinnestaeuschung ist wirklich ein bekanntes
> Phaenomen.
> Was mich nur etwas verwundert ist, dass dort ein Prof. Dr. vom
> geolog. Institut der Uni Muenchen zitiert wurde, der den Stein
> untersucht und als Meteoriten identifiziert haben will. Nun ist
> jemand vom geolog. Institut sicherlich kein Experte fuer
> Meteoriten, aber ob es sich bei dem gefundenen Objekt um einen
> "normalen Stein" oder "etwas Besonderes"
> handelt - diese Unterscheidung wuerde ich einemn Geologen schon
> zutrauen.
> Aber vielleicht war's ja auch bloss wieder der Pfoertner von
> geolog. Institut?
> Gruesse,
> Sirko
Jens
> das mit der Sinnestaeuschung ist wirklich ein bekanntes
> Phaenomen.
> Was mich nur etwas verwundert ist, dass dort ein Prof. Dr. vom
> geolog. Institut der Uni Muenchen zitiert wurde, der den Stein
> untersucht und als Meteoriten identifiziert haben will. Nun ist
> jemand vom geolog. Institut sicherlich kein Experte fuer
> Meteoriten, aber ob es sich bei dem gefundenen Objekt um einen
> "normalen Stein" oder "etwas Besonderes"
> handelt - diese Unterscheidung wuerde ich einemn Geologen schon
> zutrauen.
> Aber vielleicht war's ja auch bloss wieder der Pfoertner von
> geolog. Institut?
> Gruesse,
> Sirko
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Mark
Re: etwas scharf geschossen...
Hallo,
also ich finde es schon ein Armutszeugnis, daß ein Geologie-Professor einen Meteoriten nicht von einem Stück Schlacke unterscheiden kann. Schau dir mal an, was der (+Medien) angerichtet hat. Überall prangt sein Bild, wo er dieses wertlose Stück Stein stolz präsentiert:
http://de.fc.yahoo.com/r/raumfahrt.html
Ich hab zwar ein paar Meteoriten zuhause, bin aber kein Experte. Trotzdem kam mir das Stück gleich sehr zweifelhaft vor, als ich es im RTL Bericht gesehen hatte. Ist mir ein Rätsel, warum ein Professor sowas nicht erkennt.
Grüße,
Mark
> Recht unqualifizierter Beitrag, Sirko, ein Prof. Dr. wird wohl
> kaum der Pförtner sein. Sicher ist nicht jeder Geologe
> Meteoritenexperte, aber die generelle Aussage, dass ein
> Wissenschaftler "...vom geolog. Institut sicherlich kein
> Experte fuer Meteoriten..." sei, kann ja wohl auch nicht
> angehen, da muß ich als Geowissenschaftler mal Widerspruch
> einlegen!
> Jens
also ich finde es schon ein Armutszeugnis, daß ein Geologie-Professor einen Meteoriten nicht von einem Stück Schlacke unterscheiden kann. Schau dir mal an, was der (+Medien) angerichtet hat. Überall prangt sein Bild, wo er dieses wertlose Stück Stein stolz präsentiert:
http://de.fc.yahoo.com/r/raumfahrt.html
Ich hab zwar ein paar Meteoriten zuhause, bin aber kein Experte. Trotzdem kam mir das Stück gleich sehr zweifelhaft vor, als ich es im RTL Bericht gesehen hatte. Ist mir ein Rätsel, warum ein Professor sowas nicht erkennt.
Grüße,
Mark
> Recht unqualifizierter Beitrag, Sirko, ein Prof. Dr. wird wohl
> kaum der Pförtner sein. Sicher ist nicht jeder Geologe
> Meteoritenexperte, aber die generelle Aussage, dass ein
> Wissenschaftler "...vom geolog. Institut sicherlich kein
> Experte fuer Meteoriten..." sei, kann ja wohl auch nicht
> angehen, da muß ich als Geowissenschaftler mal Widerspruch
> einlegen!
> Jens
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Ulrich Rieth
...muss Mark und Sirko auch Recht geben...
...denn auch als ich diesen Klumpen Dreck gesehen habe, war das erste, was ich mir gedacht habe: "Wie kann ein Prof. sowas als Meteorit identifizieren. Solche Steine liegen doch in jedem Straßengraben." (nur so nebenbei, schaut doch mal in Euren Gärten nach und schickt dem Prof. mal ein paar ähnliche Dinge, mal sehen was er dann sagt 
> Überall prangt sein Bild, wo er dieses wertlose
> Stück Stein stolz präsentiert:
Wertlos ist wohl noch untertrieben. Er dachte sich vielleicht auch, wenn er ein paar mal in den Medien auftaucht, bekommt er seinen nächsten Antrag besser durch. Aber das ist wohl voll nach hinten losgegangen.
> Ich hab zwar ein paar Meteoriten zuhause, bin aber kein Experte.
> Trotzdem kam mir das Stück gleich sehr zweifelhaft vor,
> als ich es im RTL Bericht gesehen hatte.
Übrigens wurde der Klumpen auch schon irgentwann gestern Abend, weiss nicht mehr wann, kann die Nachtausgabe der Tagesschau gewesen sein, gezeigt. Übrigens war der Bericht in dieser Tagesschau-Ausgabe der beste, den ich gestern am ganzen Tag gesehen habe. Endlich nur richtige Fakten und keinen Ufo-PL-Blödsinn mehr. Nur wurde immer noch alles in der Mehrzahl gebracht, als Blitze, Meteore, Leuchtkugeln, Lichterscheinungen, etc. Dabei war es eindeutig "nur" ein einzelnes Event.
> Ist mir ein Rätsel, warum ein Professor sowas nicht erkennt.
Mir auch
Gruß
Ulrich
> Überall prangt sein Bild, wo er dieses wertlose
> Stück Stein stolz präsentiert:
Wertlos ist wohl noch untertrieben. Er dachte sich vielleicht auch, wenn er ein paar mal in den Medien auftaucht, bekommt er seinen nächsten Antrag besser durch. Aber das ist wohl voll nach hinten losgegangen.
> Ich hab zwar ein paar Meteoriten zuhause, bin aber kein Experte.
> Trotzdem kam mir das Stück gleich sehr zweifelhaft vor,
> als ich es im RTL Bericht gesehen hatte.
Übrigens wurde der Klumpen auch schon irgentwann gestern Abend, weiss nicht mehr wann, kann die Nachtausgabe der Tagesschau gewesen sein, gezeigt. Übrigens war der Bericht in dieser Tagesschau-Ausgabe der beste, den ich gestern am ganzen Tag gesehen habe. Endlich nur richtige Fakten und keinen Ufo-PL-Blödsinn mehr. Nur wurde immer noch alles in der Mehrzahl gebracht, als Blitze, Meteore, Leuchtkugeln, Lichterscheinungen, etc. Dabei war es eindeutig "nur" ein einzelnes Event.
> Ist mir ein Rätsel, warum ein Professor sowas nicht erkennt.
Mir auch
Gruß
Ulrich
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Jens Wendler
Re: etwas scharf geschossen...
> Hallo,
> also ich finde es schon ein Armutszeugnis, daß ein
> Geologie-Professor einen Meteoriten nicht von einem Stück
> Schlacke unterscheiden kann. Schau dir mal an, was der (+Medien)
> angerichtet hat. Überall prangt sein Bild, wo er dieses wertlose
> Stück Stein stolz präsentiert:
Dass dieser Herr da mit seiner "Bestimmung" wohl daneben liegt, steht ja nicht zur Debatte.
Grüße,
Jens
> also ich finde es schon ein Armutszeugnis, daß ein
> Geologie-Professor einen Meteoriten nicht von einem Stück
> Schlacke unterscheiden kann. Schau dir mal an, was der (+Medien)
> angerichtet hat. Überall prangt sein Bild, wo er dieses wertlose
> Stück Stein stolz präsentiert:
Dass dieser Herr da mit seiner "Bestimmung" wohl daneben liegt, steht ja nicht zur Debatte.
Grüße,
Jens
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Stephan M
Re: Meine Meinung zum Meteoritenfund
Ich halte auch eine Sinnestäuschung über den Einschlagort für sehr wahrscheinlich. Ich bin Diplom-Psychologe und habe einiges gelernt über optische Täuschungen, gerade was Entfernungswahrnehmung betrifft. Die menschliche Wahrnehmung lässt sich gerade da sehr leicht täuschen. Auch ich habe ja, wie in meinem Beobachtungsbericht (siehe unten) von der Bolidensichtung geschreiben, subjektiv zwingend wahrgenommen, daß der Meteor in ca 5 km Entfernung ("Über Schärding") heruntergegangen ist, aber natürlich hat sich da meine Wahrnehmung getäuscht. Ich kann zwar bei guter Sicht die Alpen (Wendelstein in ca 140 km Entfernung) von meinem Beobachtungsplatz gut sehen, und konnte so auch den Meteor in wohl ca 100 km Enfernung gut beobachten, aber eine richtige Entfernungseinschätzung ist da für die menschliche Wahrnehmung beinahe unmöglich.
MfG Stephan M
MfG Stephan M
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Claudia
Das mit dem Pförtner war nicht bös gemeint
Es ist nur so, daß gestern halb Deutschland über die Äußerungen des Pförtners der DLR und auch einiger meiner Kollegen geschmunzelt hat.
Viele Grüße
Claudia
Viele Grüße
Claudia
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Rainer Timm
vermutlich konnte er nicht ausschlieÃen, dass ...
Hallo,
also nunmal meine unwesentliche Meinung dazu:
1.)Als Mineraliensammler behaupte ich, dass dieses "Fleischpflanzerl" (bayrisch. fuer Frikadelle) nichts mit den Ereignissen vom Samstag zu tun hat. Wenngleich ich nicht ausschlieÃen will, dass es ein Meteorit ist, weil ich das Ding nicht in der Hand hatte.
2.) Vor kurzem durfte ich auch leidliche Erfahrungen mit der Muenchener Presse machen. Trotz umfangreicher und sachlich richtiger Informationen schrieb beispielsweise die Abendzeitung auf der Titelseite, meine Tochter Ariane sei von ihrer Gehoerlosigkeit geheilt (Was sie natuerlich nicht ist, auch wenn sie mit einer Innenohrprothese auf einem Ohr Geraeusche warnehmen kann und Sprache im ruhigen Umfeld versteht).
Die Botschaft "Gehoerlosigkeit ist heilbar", in Verbindung mit einem kleinen suess laechelnden, siebenjaehrigen Maedchen verkauft sich halt besser, als die schlichte Realitaet.
Zurueck zum Thema, vermute ich aufgrund meiner o.g. Erfahrung, dass der Professor lediglich nicht ausschlieÃen konnte, dass das "Fleischpflanzerl" etwas mit der "Lichterscheinung" zu tun haben koenne. Schon wars für die Presse ein klares "Ja".
So schnell geraet man bei unserer Presse in die Sche....!
Gruss
Rainer
also nunmal meine unwesentliche Meinung dazu:
1.)Als Mineraliensammler behaupte ich, dass dieses "Fleischpflanzerl" (bayrisch. fuer Frikadelle) nichts mit den Ereignissen vom Samstag zu tun hat. Wenngleich ich nicht ausschlieÃen will, dass es ein Meteorit ist, weil ich das Ding nicht in der Hand hatte.
2.) Vor kurzem durfte ich auch leidliche Erfahrungen mit der Muenchener Presse machen. Trotz umfangreicher und sachlich richtiger Informationen schrieb beispielsweise die Abendzeitung auf der Titelseite, meine Tochter Ariane sei von ihrer Gehoerlosigkeit geheilt (Was sie natuerlich nicht ist, auch wenn sie mit einer Innenohrprothese auf einem Ohr Geraeusche warnehmen kann und Sprache im ruhigen Umfeld versteht).
Die Botschaft "Gehoerlosigkeit ist heilbar", in Verbindung mit einem kleinen suess laechelnden, siebenjaehrigen Maedchen verkauft sich halt besser, als die schlichte Realitaet.
Zurueck zum Thema, vermute ich aufgrund meiner o.g. Erfahrung, dass der Professor lediglich nicht ausschlieÃen konnte, dass das "Fleischpflanzerl" etwas mit der "Lichterscheinung" zu tun haben koenne. Schon wars für die Presse ein klares "Ja".
So schnell geraet man bei unserer Presse in die Sche....!
Gruss
Rainer
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