Wahrscheinlichkeit, getroffen zu werden?

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Pappa

Wahrscheinlichkeit, getroffen zu werden?

Beitrag von Pappa » 20. Apr 2002, 06:21


Hallo zusammen!

Eines meiner Kinder neigt ein Wenig zur Panik und macht sich seit dem
Meteoriteneinschlägchen in Bayern Gedanken darüber, dass ein Mensch
jederzeit von einem solchen Stein getroffen werden könnte ... .

Das aber ist nach meinem Kenntnisstand überhaupt erst ein einziges
Mal (1957?) vorgekommen. Kennt zufällig jemand von Euch die
Wahrscheinlichkeit dafür? Ich würde dem Kind gerne Vergleiche vor
Augen führen, damit es merkt, wie sinnlos es ist, sich über diese Art
von Steinschlag den Kopf zu zerbrechen!

Danke und Gruß

Armin

Bernd

Re: Wahrscheinlichkeit, getroffen zu werden?

Beitrag von Bernd » 20. Apr 2002, 12:45

Hi Armin,

ich habe mal gelesen, dass statistisch gesehen alle 300 Jahre ein Mensch von einem Meteoriten erschlagen wird (ich glaube in Hans Oberndorfer: Schau mal in die Sterne, habe das Buch allerdings leider nicht hier). Diese Quote ist recht gering, wenn man sich überlegt, dass alle 0,3 Sekunden ein Mensch aus anderen Gründen stirbt.

Gruß,

Bernd

Wolfgang Dzieran

Re: Statistik?

Beitrag von Wolfgang Dzieran » 20. Apr 2002, 18:08

Hallo,

das Buch habe ich auch nicht zur Hand. Aber was soll das denn für eine Statistik sein? Alle 300 Jahre ein Mensch auf der ganzen Erde? Das wären in 600 Jahren zwei Treffer. Oder seid Beginn von sowas wie "Zivilisation" auf der Erde (ich nehme dafür mal willkürlich das Jahr -4000 v.Chr. an, läßt sich leichter rechnen) 20 Tote?

Vor 600 Jahren wurden gerade mal erst von "uns bleichgesichtigen mitteleuropäischen Langnasen" große teile dieser Erde entdeckt. Da wurde vorher bestimmt keine Trefferrate gezählt.

Also von solchen Aussagen halte ich nicht viel, aus der "Geschichte" ableiten kann man da sicherlich keine Statistik.

Geht man aus von der Menge an Material, was jedes Jahr auf die Erde runterfällt, kann man vielleicht darüber gewisse Annahmen machen, damit so ein Brocken einen Menschen erschlägt, muß der aber schon recht groß sein und auch das ist wieder sehr selten und "statistisch" kaum faßbar. Und dann muß man die "Einschlagswahrscheinlichkeit" dieser großen Brocken auch noch mit der "Auftrittswahrscheinlichkeit" der Menschen in Korrelation setzen. Eigentlich kann da nur rauskommen, das in der Stadt die Wahrscheinlichkeit, dass ein mensch getroffen wird wahrscheinlich größer ist als auf dem Land, aber ob es überhaupt eine sinnvolle Zahl dazu gibt, möchte ich doch stark bezweifeln!

Die Wahrscheinlichkeit in einen Autounfall verwickelt zu werden ist sicherlich viel größer.

Wolfgang
aus bad Lippspringe

Bernd

Stimmt: Der Begriff "statistisch" ist Unsinn...

Beitrag von Bernd » 20. Apr 2002, 22:34

...das ist mir auch aufgefallen, als ich die Stelle "zitiert" habe. Die Gründe dafür hast Du ja ausführlich dargelegt. Ich meine aber das ständ da so...

Bernd

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