Unglaubliches Irisieren an neuartiger Schneekanone

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Bertram Radelow
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Unglaubliches Irisieren an neuartiger Schneekanone

Beitrag von Bertram Radelow » 3. Dez 2016, 16:55

Ich habe heute einen neuen Typ von Schneekanone kennengelernt. Diese produziert offenbar mit ungeheurem Energieaufwand stark unterkühlte Eiskügelchen (-15° oder kälter?), die mit viel kalter Luft gemischt ausgeblasen werden. Angeblich kann diese Maschine noch bei +10°C Lufttemperatur Schnee produzieren.
Das Interessante war aber der "Abgaskamin", durch den Feuchtigkeit entwich. Siehe Bilder... Also SO ETWAS sollte man separat als Irisier-Maschine für den Garten bauen, das Schauspiel war - von den anderen natürlich nicht erkannt bis ich anfing zu fotografieren - unglaublich. Vor allem die Violett- und Lilatöne faszinierten mich enorm. Es gab - mit der Handyknipse leider nicht besser erwischt - teils grossflächiges Magenta (also IR- und UV-Enden des Spektrums gemischt) das sehr beeindruckend war. Ein geniales Teil!! So etwas hätte ich gerne im Garten (wenn ich einen hätte... Aber etwas kleiner so direkt vor dem Fenster wäre auch nicht schlecht).

Jetzt meine Frage dazu: kann mir jemand erklären was diese Maschine auszeichnet? Ich meine, dass jeder von uns doch schon fein- oder feinsttropfigen Sprühnebel gesehen hat. Z.B. an heissen Wasserdampf-Kaminen sind doch beim Übergang vom völlig durchsichtigen Heissdampf zum weissen Nassdampf Tröpfchen in allen denkbaren Grössen vorhanden, und eigentlich wohl auch von unten nach oben schön sortiert nach Grösse - aber so ein Irisieren habe ich an technischem Dampf egal welcher Herkunft noch nie gesehen, nicht einmal ansatzweise. Was haben wir da vor uns? Oder sind das perfekt runde kleinste Eiskügelchen - ich komme darauf, weil über grössere Distanz von Austritt bis kurz vor Verschwinden praktisch keine substantiellen Unterschiede in der Qualität des Irisierens zu sehen sind.

Was ist da los?

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Der Schnee kam unten rechts aus dem unteren Container - hier nicht sichtbar - durch ein ca. 15cm dickes Kunststoffrohr in äusserst bescheidener Menge. Der Schneehügel dahinter dürfte eine Woche gedauert haben. Auf alle Fälle machte das Rohr Geräusche als ob kleine Festpartikel hindurchgeblasen würden; auf keinen Fall waren es flüssige Tropfen.
Links oberhalb der "Abgasfahne" ist schwach die Nebensonne zu erkennen, für den, der gerne den Abstand des Irisierens zur Sonne wissen möchte.

LG Bertram

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Claudia Hinz
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Re: Unglaubliches Irisieren an neuartiger Schneekanone

Beitrag von Claudia Hinz » 5. Dez 2016, 05:39

Lieber Bertram,

ich denke, das es winzige gleich große Wassertröpfchen sind, die nach außen hin austrocknen, also in der Größe abnehmen. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, das Chemie im Spiel ist. Ich habe schon oft Irisieren an sehr nahen Cumulusfetzen gesehen, dass ist nicht nur farbiger, sondern aufgrund des einnehmenden größeren Gesichtsfeldes wirken die irisierenden Wolken auch großflächiger. Hier mal ein Beispielbild:

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Ich hatte erst im letzten Monat auf der Zugspitze wieder Kränze an in Augenhöhe vorbei ziehenden Ac-Schwaden, die sahen aus, als wären sie einer Simulation entsprungen. Sicher wirken die Farben auf Deinen Bildern etwas ungewöhnlich, aber das macht m.E. auch der Kontrast zum dunklen Hintergrund aus, den man am Himmel nicht hat.

Probier mal aus, Deinen Arm mit Schnee abzukühlen und dann warmes Wasser darauf zu kippen. Die entstehende (gleichtröpfige) Dampfwolke hälst Du dann gen Sonne, dann wirst Du ähnliche Farben sehen. Das ist die billige Version einer Irisiermaschine ;-)

Werde morgen mal an unseren Schneekanonen kucken, ob das Bild ähnlich ist ...

LG Claudia

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Elmar Schmidt
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Re: Unglaubliches Irisieren an neuartiger Schneekanone

Beitrag von Elmar Schmidt » 5. Dez 2016, 09:18

Delikate Sachen zeigt Ihr uns da. Sind wohl auf einen dunklen Hintergrund angewiesen und erinnern mich auch an Prof. Schlichtings Fotos von Dampf über Teetassen.

Gruß, Elmar

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