nach eiskalter und trockener Nacht grüßte heute früh ein spektakulärer Blauhimmel. Zum Beleg eine "Finger-SoFi" von hier um 10:35 MESZ in nur 13,9 Grad Höhe. Der Sehstrahl zur Sonne ging durch etwa 4 Luftmassen (=Atmosphären im Zenit über Meereshöhe), was ihre Helligkeit nominell auf knapp 74% reduziert.

Mittags bei 18,3 Grad Höhe waren es immer noch 3,2 Luftmassen, die Sonne strahlt dann immerhin schon mit 80% der sommerlich zenitnahen Helligkeit.

Beide Aufnahmen manuell mit Fujifilm X10, Bw. 50 mm, F/11 und 1/2000 s (ISO 400) - die unterschiedliche "Bläue" scheint real (bzw. helligkeitsbedingt), das habe ich schon oft so dokumentiert und müßte mir zum Abgleich doch mal "Blau - die Farbe des Himmels" zulegen, vgl.
http://www.fu-berlin.de/presse/publikat ... index.html
Jedenfalls wird's bei uns im Flachland keine zehn Tage im Jahr so klar, genießt es!
Gruß, Elmar
Anmerkung: die Bestrahlungsstärke am (meist horizontalen) Erdboden wird (per Sinus der Höhe) hauptsächlich vom Schrägstand bestimmt und lag heute bestenfalls bei einem Drittel des maximalen Sommerwerts, das führt dann insgesamt auf nur etwa 250 W/m^2 an "Solarkonstante". Für den Rest des winterlichen Wärmedefizits(*) sorgt dann das Integral über die meist niedrigeren Höhen und die kürzere Tageslänge.
(*) im sichtbaren Licht kommt übrigens ein Fünftel der Beleuchtungsstärke diffus vom Blauhimmel; im UV ist's wegen Lambda^4-Gesetz etwa die Hälfte, weshalb es die Skibräune auch im Schatten gibt...