Reverser Lampenregenbogen (bzw. Nebelbogen)

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Christian Fenn
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Reverser Lampenregenbogen (bzw. Nebelbogen)

Beitrag von Christian Fenn » 10. Jan 2008, 22:48

Wir hatten vor längerer Zeit mal eine Diskussion laufen über reverse Lampenregenbögen. Dabei ging es auch um Christoph Gerbers Beobachtung an Straßenlampen. Wir kamen damals zu dem Schluss, dass es sich bei dem nassen Gras (in dem Christoph die Beobachtung machte) um Schnitte durch den Apfel möglicher Regenbögen (Minneart-Zigarre) handelte.

Einige Zeit später tauchte das Bild mit den Bögen um den Leuchturm auf, der ebenfalls in der Lage war einen Schnitt durch diesen Apfel zu machen und Bögen isoliert darzustellen.

Heute ist mir endlich mal ein Versuch im Nebel gelungen. Über einen rotierenden Spiegel habe ich eine grünen Laserstrahl zu einer einheitlichen Fläche abgelenkt und so Bögen isoliert.

Bild
Dieses Bild zeigt einen reversen Regenbogen (hier Nebelbogen). Dabei entsteht der Bogen um die Lichtquelle. Wer genau hinsieht kann auch den 51°-Nebelbogen sehen. Das ist allerdings nicht der äußere, sondern der innere Bogen. Beim reversen Lampenregenbogen ist der 51° Bogen innen, während der 42°-Bogen außen läuft, klingt paradox, ist aber so.

Bild
Was mein Objektiv nicht hergab, ist, dass der Bogen wirklich als Schnitt durch den Apfel gesehen werden kann. Er läuft von der Lichtquelle um den Betrachter herum und mündet im Auge des Betrachters. Hier ein kleiner Ausschnitt.

Bild
Verändert man die Perspektive, dann schneidet man den Apfel immer wieder neu. Dabei läßt sich mit zunehmender Höhe der Bogen von der Lichtquelle. Dass der Bogen dabei dunkler wird liegt nicht an der Optik des Phänomens, sondern daran, dass der Laser immer schwächer wird, je kälter er wird. Ich musste ihn immer wieder neu heizen, was in diesem Komposit nicht der Fall war.

Bild
Schaulustige erzeugen mit ihrem blöden Auto einen weiteren Nebelbogen.

Grüße aus Hammelburg, Christian

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Claudia Hinz
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Beitrag von Claudia Hinz » 11. Jan 2008, 08:47

Hey super und der Beweis, daß ihr damals recht hattet!!!

LG Claudia

Alexander Haußmann
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Beitrag von Alexander Haußmann » 15. Jan 2008, 10:25

Hallo Christian,

meine Glückwünsche zu dem gelungenen Experiment. Auf die Idee mit Laser und Spiegel muß man erstmal kommen - überhaupt scheint es für solche Experimente mit dem Minnaert-Apfel erfolgversprechender zu sein, die Beleuchtung und nicht den Aufenthaltsort der Tropfen auf eine Ebene zu beschränken (ein Feld von Wassertropfen läßt sich ja kaum per Gartenschlauch präparieren). Ich glaube auch, daß zu der guten Sichtbarkeit auch die "Einfarbigkeit" des Laserlichts (Konzentration in einem schmalen Wellenlängenbereich) mit beiträgt. Wie liegt denn eigentlich die beleuchtete Fläche im Raum, bzw. bezüglich des auf den Bildern erkennbaren Untergrunds (Straße)? Gab es Anzeichen für Interferenzbögen? Möglicherweise wärs auch interessant, mal die Polarisation des Lichts mit einem Polfilter zu untersuchen, aber da spielt im Gegensatz zu Sonne, Glühbirne etc. sicher auch mit rein, daß der Laser selbst schon polarisiert ist. Zur Darstellung des dreidimensionelen Seheindrucks käme schließlich noch die Stereofotografie in Betracht...

Viele Grüße & viel Erfolg bei weiteren Experimenten,
Alex.

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