Halo-Fragment - wozu gehört es?

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Daniel Ricke
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Halo-Fragment - wozu gehört es?

Beitrag von Daniel Ricke » 9. Jun 2008, 19:04

Moin!

Ich habe da mal zwei Fragen auf einmal.
Erstens:
Wozu gehört dieses bunte Teil, welches sich nicht zum ZZB hin biegt, sondern von ihm weg?!?

Ur-Bild:
Bild

Scharfgezeichnet:
Bild

Hier im Detail. Das Ding über dem Schornstein meine ich.
Bild

Und scharfgezeichnet:
Bild

Ist mit bisher noch nicht (wissens) untergekommen, sag ich mal so. ;)

Was ist das? Wozu gehört es?


Und die andere Frage:
Wie bekomme ich dieses dicken fetten Staubklumpen wieder von meinem Sensor runter? :evil:

Viele Grüße
Daniel
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Mathias Levens
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Sensordreck

Beitrag von Mathias Levens » 9. Jun 2008, 19:40

Hallo Daniel,
ich benutze zum Entfernen der lästigen Teilchen einen Pinsel, da Vinci Junior Synthtics. Wird durch Anpusten mit einem Fön statisch aufgeladen und zieht Dir die lästigen Stäube vom Chip, funktioniert einwandfrei und ist preisgünstig im Künstlerbedarf zu erstehen. z.B. in der Osterstraße in Hannover. (Borsten vorher natürlich entstauben.. :-) )
Übrigens waren hier auch so einige nette Erscheinungen zu beobachten, stelle die gleich mal online.

Grüße
Mathias

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Christian Fenn
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Beitrag von Christian Fenn » 9. Jun 2008, 19:57

Hallo Daniel, leider hast Du nicht geschrieben, wann Du das Bild aufgenommen hast. Aber mal so auf den ersten Blick - ohne es zu überprüfen - würde ich das Fragement dem Supralateralbogen zuordnen.

Und da er so weit unten sichtbar ist: Glückwunsch, kriegt man nicht alle Tage so vor die Linse.

Grüße, Christian

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Mathias Levens
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Beitrag von Mathias Levens » 9. Jun 2008, 20:46

Wie Daniel konnte auch ich das Fragment beobachten und fotografieren. Ich habe mal ein Panorama gerechnet auf dem sehr schön die Postion des Fragmentes des Supralateralbogens (?!) zu sehen ist. Dabei habe ich bei der Bearbeitung des Bildes auf den möglichst natürlichen Eindruck geachtet. Bei 100 % Anzeigequalität sollte das Fragment gut sichtbar sein. Die Aufnahmen entstanden um 20.18 Uhr MESZ.


Bild

Beste Grüße
Mathias

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Daniel Ricke
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Beitrag von Daniel Ricke » 9. Jun 2008, 21:13

Moin!

Ja, Uhrzeit kommt hin. Nur komisch, dass sich das Teil auch visuell "rausdrehte". Um mit dem ZZB zusammenzukommen hätte es eine Art 8 formen müssen... komisch.

@ Mathias: Da Vinci-Pinsel sagen mit etwas. Osterstraße auch. ;) Aber wie komm ich an meinen Chip ran? Ist ja keine DSLR, sondern ne einfache digicam (Sony DSC F-828). :roll: Habs schon mit Schütteln versucht....

Grüße
Daniel
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Mathias Levens
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Beitrag von Mathias Levens » 10. Jun 2008, 15:44

Hallo Daniel,
dann weiß ich auch keinen Rat mit der Kamera..
Evtl. mal den Hersteller angehen, eigentlich darf kein Dreck in das geschlossene Kamerasystem eintreten und da müßte der Service ran..
Grüße
Mathias

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Claudia Hinz
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Beitrag von Claudia Hinz » 7. Sep 2008, 15:53

Hallo Daniel,

habe den Beitrag jetzt erst gesehen.

Ich glaube, daß es sch bei dem farbigen Fragment um den seltenen Tape's Bogen handelt.

Ich weiß die Sonnenhöhe leider nicht, aber hier mal als Beispiel die Simulation für 20°, auf welcher die Tapes Bögen auf dem Supralateralbogen sitzen (der m.E. auf dem USM-Bild zusätzlich zu sehen ist):

http://www.meteoros.de/halsim/halo_20.htm

Viele Grüße
Claudia

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Beitrag von Alexander Haußmann » 7. Sep 2008, 22:17

Hallo zusammen,

wenn ich die Bildüberschrift zu der Simulation richtig verstehe, setzen Tapes Bögen ziemlich genau Parry-ausgerichtete Kristalle voraus, folglich hätte es doch auch einen deutlichen Parry-Bogen geben sollen. Daniels Fotos zeigen diesen Bereich nicht, aber auf dem Bild von Mathias ist meiner Meinung nach kein Parry-Bogen zu sehen. Für eine abschließende Klärung des Phänomens wäre ein genauerer Wert für die Sonnenhöhe nötig, möglicherweise läßt sich da aus den EXIF-Daten des Originalbildes von Daniel noch was extrahieren?

Viele Grüße, Alex.

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Berührungsbogn am 46°-Ring?

Beitrag von Karl Kaiser » 8. Sep 2008, 06:42

Liebe LeserInnen!

Den beiden Fotografen zunächst Gratulation zu dieser tollen Sichtung und den gelungenen Bildern!

Ich habe im Buch von R. Greenler: Rainbows, Halos, and Glories noch eine Erklärungsmöglichkeit des nach außen gekrümmten Bogens gefunden:
Auf Seite 60 sind Simulationen mit "spinning plate crystals" abgebildet, die bei verschiedenen Sonnenhöhen diverse Berührungsbögen am 46°-Ring hervorrufen. Sie sind, so wie auf den Bildern zu erkennen, nach außen gekrümmt und überschlagsmäßig auch am richtigen Platz angeordnet. Für einen Bogen von Tape scheint mir der Krümmungsradius etwas zu groß zu sein, auf den Simulationen sind diese ja eher ''hakenfrömig".

Herzliche Grüße aus Schlägl von

Karl

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Daniel Ricke
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Beitrag von Daniel Ricke » 10. Sep 2008, 19:51

Moin!

Fein, dass ihr noch weiter nach Antworten sucht! :D
Ganz klar ists aber wohl noch nicht, was das für ein Halo ist...
daher hab ich mich mal auf die Suche nach dem Originalbild bei mir gemacht. Habs nicht gefunden...

Aber hier Daten, die ich so noch zusammen bekomme:
Aufnahmezeitpunkt: 9.6.2008, ca. 20.15h Ortszeit, 52.3830°N

Vielleicht hilft euch das ja noch etwas weiter für eine genauere Halo-Sim? :wink:

Viele Grüße
Daniel
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Beitrag von Alexander Haußmann » 11. Sep 2008, 22:56

Hallo Daniel & alle anderen Mit-Halodeuter,

ich geh mal davon aus, daß die Uhrzeit als MESZ zu verstehen ist. Nach den in meinem Programm gespeicherten Koordinaten müßtest Du Dich etwa 30 km nördlich von Hannover befinden, ich hab dem Programm Deinen Breitengrad und den Längengrad von Hannover (9° 43' 48'' E) eingegeben - wenn die Uhrzeit ohnehin nur ein Schätzwert ist, kommt es darauf auch nicht so genau an. Ergebnis: Sonnenhöhe = 10,4°. Jetzt muß bloß noch jemand die Simulation anschmeißen...

Gruß, Alex.

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Christian Fenn
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Beitrag von Christian Fenn » 11. Sep 2008, 23:31

Ich bleibe bei meiner ersten These.

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Claudia Hinz
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Beitrag von Claudia Hinz » 12. Sep 2008, 12:03

Hallo,

Les Cowly hat eine Simulation zur angegebenen Sonnenhöhe erstellt. Er hat für die Simulation einen Mix aus zufällig orientiertn Eisplättchen, einzeln orientierte Säulchen sowie Parry und Lowitzkristalle angenommen, um alle möglichen Bögen zu zeigen und vielleicht bei der Identifizierung zu helfen.

Bild

Welche Kristalle letztendlich wirklich in der Atmosphäre waren, ist anhand der anderen Erscheinungen nicht erkennbar. Bei solchen Cirrenstreifen können diese auch sehr stark variieren. Les selbst tendiert wie Christian zu einen stark fragmentierten Part des 46°-Ringes oder Supralateralbogens (wobei bei Vorhandensein des SLB zumindest ansatzweise der obere Berührungsbogen anwesend sein sollte). Auch den 46°-Berührungsbogen würde er nicht ausschließen. Für Tape's Bogen verläuft das Fragment bei dieser Sonnenhöhe jedoch zu steil.

Thank you Les
and viele Grüße
Claudia

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