Irisieren am Mond 20090213 2353UT

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wolfgang hamburg
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Irisieren am Mond 20090213 2353UT

Beitrag von wolfgang hamburg » 15. Feb 2009, 14:53

Moin moin,

manchmal geht was:
Bild.
Exif-Daten sind im Jpeg-Kommentar. Habe davon eine ganze Belichtungsreihe(etwa -1 bis +5EV; 5 oder 6 Bilder), aber irgendwie bin ich für HDR zu blöd(1)!

Grüße wolfgang
(1) Helfende Hinweise sind erwünscht!

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Reinhard Nitze
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Beitrag von Reinhard Nitze » 15. Feb 2009, 18:12

Hallo Wolfgang!

Auch auf die Gefahr, das ich mich jetzt als Ignorant oute, aber:

Wo liegt das Problem?

Mit den verwendeten Abkürzungen kann ich nicht viel anfangen, und aus den jpg-Kommentaren kann ich nichts herausholen. Die echten EXIF-Daten wären besser.
Was meinst Du mit HDR?

Beschreibe mir doch einfach mal, was das Grundproblem ist.


Stimmen die Farben nicht?
Ist das Bild zu hell oder zu dunkel?

Oder entstehen zu wenig "brauchbare Bilder"?

Spezifiziere das Problem doch nochmal, so das auch ein begrifflich unwissender wie ich das nochmal versteht :wink:

Viele Grüße, Reinhard!

wolfgang hamburg
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Beitrag von wolfgang hamburg » 15. Feb 2009, 18:32

Moin Reinhard,

HDR heißt "High Dynamic Range"-Bild(http://de.wikipedia.org/wiki/High_Dynamic_Range). Ich habe vom Stativ aus 5 oder 6 Bilder der Szene mit unterschiedlicher Belichtung gemacht. In natura sah das Irisieren eben besser aus. Das gezeigte Bild ist nah am Mond überlichtet weiter weg vom Mond unterbelichtet. Die schwach belichteten Bilder sind auch nah am Mond bunt. Die länger belichteten zeigen die Landschaft besser.
Das gezeigte ist ein Ausschnitt aus einem größerem Bild(nur ca. auf die Hälfte verkleinert). Bei der Ausschnittsbildung gehen die normalerweise EXIF-Daten hops, deshalb habe ich die in die JPEG-Kommentare des neuen Bildes kopiert. Da ich kein Programm habe, mit dem ich EXIF-Daten schreiben kann, war es ein Versuch die Daten eben anders unterzubringen.

Den HDR-Versuch habe ich mit "Qtpfsgui" unternommen.

Grüße wolfgang

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Reinhard Nitze
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Beitrag von Reinhard Nitze » 15. Feb 2009, 20:59

Hallo Wolfgang!

Ich denke, das du schon genau richtig an das Problem herangegangen bist. Ich denke, hier erreicht man auch schnell die technischen Möglichkeiten einer Kamera. Bei neueren Kameras gibt es die Möglichkeit,
so eine Art Mittlung zwischen hellen, in der Sonne liegenden Bereiche und Regionen, auf denen Schatten fällt, herzustellen. Dieses soll bei Motiven mit Schlagschatten zu einer Verbesserung der Bildqualität führen. Ob diese Möglichkeit aber auch für diese hier beschriebene Aufnahmesituation anwendbar ist, weiß ich nicht. Ob Deine Kamera über diese Funktion verfügt, weiß ich nicht.

Andere Möglichkeiten:

Die einzigen Möglichkeiten sind hier nur weiterhin das viele Ausprobieren.
Nicht mit Bildern geizen.

Gegebenenfalls könnte man 2 unterschiedlich belichtete Bilder zu einem
Komposit zusammensetzen. Das ist auch die einzige Möglichkeit, gleichzeitig die Struktur des Mondes mit darzustellen, außer, eine kleine Wolke setzt sich vor dem Mond und wirkt zufällig als Filter (Hab ich mal gehabt).

Eine andere Möglichkeit könnte ein Filter sein, welcher im zentraleren Bereich abdunkelt. Ich habe mal gehört, das sich manche Fotografen sowas selbst "basteln", z.B. mit Hilfe von Ruß geschwärzten Gläsern. Aber Vorsicht: Ich habe keine Erfahrungen mit solchen Experimenten, weder in Punkto Gefahren in der Herstellung noch in Bezug auf die Anwendbarkeit. Als Sonnenfilter eignen sich diese Dinger auf keinen Fall!! Sehr praktikabel erscheint das ohnehin nicht.

Leider kann ich Dir keine Patentlösung bieten. Jedes Irisieren hat seine eigenen Bedingungen. Man kann Glück haben und das Bild gelingt auf Anhieb in den schönsten Farben. Und dann gibt es Fälle, die einem in die Verzweifelung treiben.

Übrigens: Ich finde Dein Bild gar nicht so schlecht. Bedingungen, das man einen 2-, 3- oder gar 4-Fach-Kranz so aufnehmen kann, das alle erkennbar dargestellt werden können, herrschen nur in ganz seltenen Fällen!

Viele Grüße, Reinhard!

Alexander Haußmann
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Beitrag von Alexander Haußmann » 18. Feb 2009, 14:14

Hallo Wolfgang und Reinhard,

in der letzten Woche habe ich auch mal etwas mit HDRI und Qtpfsgui mit eingescannten Negativen rumprobiert, obwohl ja der Film an sich schon einen höheren Dynamikumfang mitbringt als ein Digitalsensor. Im Vergleich mit den verschiedenen HDRI-Berechnungs- und Tone-Mapping-Verfahren fand ich (bisher zumindest) ein normales Komposit aber am besten. Das kann man ja auch mit 48bit-Tifs vom Scanner machen und am Ende sind auch keine Artefakte der "künstlerischen" Berechnungen im Bild.
Was den "radialen Verlaufsfilter" betrifft, so müßte der meiner Meinung nach an einer Stelle ins optische System gebracht werden, wo er einigermaßen scharf abgebildet wird (z.B. direkt vor den Sensor), direkt vor dem Objektiv dürfte sich der Effekt durch die Unschärfe stark verwischen. Ich wollte mal mit Edding einen Punkt auf die Frontlinse malen, um den Mond abzuschwächen, das ging natürlich auch nicht.

Viele Grüße,
Alex

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