Eigentlich wollte ich nur die Schneehöhe messen (4cm Pulverschnee, gestern abend gefallen), doch draußen sah ich dann zuerst mal das hier:

Nun ja, eine schöne lange Lichtsäule. Aber ohne Wolken, also in fallenden Eiskristallen.
Als ich dann an den Büschen vorbei war, sah ich auf einem nahen Kinderspielplatz dann das hier:

Auch der untere Teil der Lichtsäule war da, und zwar noch VOR dem Horizont und sogar noch vor den Spielgeräten auf dem Spielplatz.
Und dann sah ich das Geglitzer der Eiskristalle in und sogar noch unterhalb der Lichtsäule. Polarschnee!
Zeitweise wirkte die Lichtsäule richtig dreidimensional, wie ein mit glitzernden Kristallen gefüllter Sonnenstrahl, der auf mich zu wies.
Kalt genug für Polarschnee war es ja (-13°C), aber solche Temperaturen hatte es hier hin und wieder schon mal gegeben, aber ohne Polarschneehalos. So etwas wie heute habe ich hier noch nie gesehen.
Leider ließen sich störende Blendenreflexe beim Fotografieren in die Sonne nicht vermeiden. Einmal habe ich die Sonne mit der Hand abgedeckt, woraufhin sich der Autofokus tatsächlich auf die Kristalle eingestellt hat
Dementsprechend unscharf ist allerdings der Hintergrund:

Etwas später fand ich noch ein Schild, mit dem ich die Sonne abdecken konnte. Hier sieht man, daß die Lichtsäule bis zu meinen Spuren im Schnee reicht:

Später sah ich die untere Lichtsäule sogar von meinem Fenster aus, allerdings nicht mehr so ausgeprägt. Der Glitzerstrahl schien bis an die Fensterscheibe zu reichen. Allerdings glitzerten da nur noch so wenige Kristalle, daß sich das nicht mehr fotografieren ließ.
Die Bilder entstanden kurz nach 9 Uhr heute früh, das Glitzern war aber noch schwach bis 12 Uhr zu sehen.
Grüße
Peter