2012-01-12 Purpurlicht

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Bertram Radelow
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2012-01-12 Purpurlicht

Beitrag von Bertram Radelow » 12. Jan 2012, 17:26

ein alter Bekannter hat sich mal wieder gezeigt:

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Ist das immer noch vom Nabru oder ist da etwas Neues unterwegs?

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Heute Nacht wird anstrengend: das Seebecken ist 3m hoch voll mit feinstem Nebel. Aber das kann auch oft enttäuschen. Entweder gibt es Bilder, oder nicht. So ein Nebel ist übrigens unvorstellbar kalt und lässt Dir die Finger auch mit Handschuhen so abfrieren, dass man nach 5 Minuten kaum noch ein Foto machen kann.

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Claudia Hinz
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Beitrag von Claudia Hinz » 12. Jan 2012, 18:08

Lieber Bertram,

kann das Purpurlicht bestätigen. Ob es noch von Nabru kommt, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Habe die letzten Messungen Anfang Dezember bekommen, da war das Zeuch in ca. 17-20km stark fragmentiert und es zog immer mal wieder ein von Nord nach Süd ausgedehnter Fetzen über uns hinweg.

Aber ich würde eher auf was Neues tippen, weil es in letzter Zeit wieder gehäuft auffällige und vor allem sehr hochreichende Purpurlichter gab. Werde mal die nächsten Tage schauen, ob ich wieder ein paar Messungen bekommen kann.

Dann paß heut Nacht auf Deine Finger auf (ich kenn das!) und besorg Dir langfristig mal ein paar Taschenwärmer, die helfen echt!

Viel Glück und LG Claudia

Bernt Hoffmann
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Beitrag von Bernt Hoffmann » 12. Jan 2012, 21:57

Sehr schöne Fotos, Bertram !!

Gerade Purpurlicht ist ja meist nicht ganz so leicht fotografisch auch gut wieder zu geben. Aber Dir ist das hier bestens gelungen.

Das mit den fast abgefrorenen Fingern ist gerade für Deinen Beruf dann allerdings doch eher abträglich, was?!

Schöne Grüße aus dem stürmischen Norden,

Bernt

(der vor wenigen Tagen auch glaubte, Purpurlicht jedenfalls gesehen zu haben ... - für ein Foto hat aber weder die Intensität, noch die zeitliche Länge ausgereicht)

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Bertram Radelow
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Beitrag von Bertram Radelow » 12. Jan 2012, 22:13

hoi Bernt,

ein Tipp zum Fotografieren: auf den ersten Bildern heute war das PL unsichtbar - der Weissabgleich stand noch auf "Automatik". das ist ein grober Fehler... Stelle auf hartes Licht ("Schatten" o.ä.), drehe auf 3 Strichlein Unterbelichtung (also bei meiner Nikon D90 nötig), und Du bekommst die besten PL-Fotos.

Bertram

Bernt Hoffmann
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Beitrag von Bernt Hoffmann » 12. Jan 2012, 22:37

Hallo Bertram,

"3 Strichlein" ist wahrscheinlich eine Blende (wenn Deine Blendeneinstellung professionell auf Drittel-Blendenstufen eingestellt ist); ansonsten logischerweise 1,5 Blendenstufen ...

Wie auch immer - Deine Empfehlung zur leichten Unterbelichtung teile ich.

Jedenfalls bei JPEG-Bildern. Besondere Motive aber fotografiere ich inzwischen immer als RAW ... und justiere später im "Digital-Labor". :-)


Die "Schatteneinstellung" hat (glaube ich) weniger mit "hartem Licht" zu tun, als vielmehr damit, dass die Kamera so vergleichsweise "bläulichem Licht" entgegenwirkt.

Schatten sind im Vergleich zum Sonnenlicht ja immer deutlich bläulicher. Liegt die Farbtemperatur von Tageslicht (bei diffusem Sonnenschein) bei durchschnittlich 5600 K, so liegt sie in Schatten nicht selten kaum unter 7000 K.

Diese Differenz gleicht dann die „Schatteneinstellung“ aus. Einen ähnlichen Effekt erreichst Du bei Einstellung auf „Wolkenhimmel“.

So werden übrigens auch Sonnenuntergänge und orange-rote Abendhimmel noch stimmungsvoller. Ich mach das oft so.

==

Mit „nicht ganz so leicht zu fotografieren“ bezog ich mich mehr darauf, dass ich jedenfalls bei uns im Norden nur aller höchst selten PpL so intensiv sehen kann, dass es sich lohnt, das auch mal aufzunehmen. ;-)

Herzlichst, Bernt

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Bertram Radelow
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Beitrag von Bertram Radelow » 12. Jan 2012, 22:46

oops,

ich wusste nicht, dass Dir Weissabgleicheinstellungen und ihre Auswirkungen geläufig sind. Deine Schwierigkeiten, PLs zu fotografieren, hatte ich falsch verstanden.

Andererseits müsstest Du doch da oben eine extrem viel längere Dämmerung haben als wir? Ich erinnere mich an ein Telefonat mit meiner Grossmutter in Neumünster, die vom Kartoffellesen aus dem Garten kam, als wir sternklare Nacht hatten...

Bertram

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Beitrag von Bernt Hoffmann » 12. Jan 2012, 23:00

Für die Sommerzeit mag das stimmen. :-)

Ob es bei uns im Winter nur früher dunkel wird, oder ob es dabei auch schneller geht als etwa in der Schweiz, vermag ich nicht zu beurteilen.

Vielleicht hab ich in Sachen PpL ja bisher auch nur Pech gehabt, dass ich es so selten "vernünftig" habe beobachten können.

Ich entsinne aber eine NLC-Exkursion im Sommer vor 2 o. 3 Jahren. Da gab es (nach dem morgendlichen Verschwinden der NLC), aber noch deutlich vor Sonnenaufgang ein ganz zauberhaftes PpL, das ich damals natürlich auch fotografieren konnte.

Insgesamt aber hab ich nur wenige PpL-Aufnahmen bisher. Mal gucken, wie es in den nächsten Tagen ausschaut (scheint ja wieder Staub in der Luft zu sein ... ;-))

====

Fotografiekenntnisse:
Nun - ich bin Berufsfotograf ... :-)

Folge doch mal scherzenshalber meinem hier u.a. Link ... und klick Dich dann durch das "Fotodesign"-Menü auf m. Webseite ...


VG, Bernt

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Beitrag von Christian Mencke » 13. Jan 2012, 06:16

Claudia Hinz hat geschrieben:Lieber Bertram,

kann das Purpurlicht bestätigen. Ob es noch von Nabru kommt, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Habe die letzten Messungen Anfang Dezember bekommen, da war das Zeuch in ca. 17-20km stark fragmentiert und es zog immer mal wieder ein von Nord nach Süd ausgedehnter Fetzen über uns hinweg.

Aber ich würde eher auf was Neues tippen, weil es in letzter Zeit wieder gehäuft auffällige und vor allem sehr hochreichende Purpurlichter gab. Werde mal die nächsten Tage schauen, ob ich wieder ein paar Messungen bekommen kann.

Dann paß heut Nacht auf Deine Finger auf (ich kenn das!) und besorg Dir langfristig mal ein paar Taschenwärmer, die helfen echt!

Viel Glück und LG Claudia
Kann das vielleicht vom Ätna kommen? Der ist doch vor einer Woche ausgebrochen.

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Beitrag von Claudia Hinz » 13. Jan 2012, 13:31

Die Aerosolpartikel des Ätna dürften nicht hoch genug sein (hab eine Angabe von 5km gefunden), die Aerosole (am besten SO2) sollten mind. 12km nach oben geschleudert werden, damit sie nicht sedimentieren oder ausgewaschen werden und sich ausbreiten können. Nach der Höhe des Purpurlichtes (bei meiner letzten Beobachtung 75°) sollten die Partikel aber mind. 17km Höhe haben.

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Beitrag von Elmar Schmidt » 13. Jan 2012, 20:33

Hallo Bernt,

weil Du es fragtest: mich hat mal die Länge der bürgerlichen (d.h. meist-farbgebenden) Dämmerung interessiert. Laut meinem Planetariumsprogramm (http://www.easysky.de/index.htm) beträgt sie:

für Hamburg am 21.3. / 21.6. / 22.9. / 21.12.2012: 35 / 53 / 35 / 43 Minuten
für Davos am 21.3. / 21.6. / 22.9. / 21.12.2012: 30 / 54 / 30 / 36 Minuten

Gruß, Elmar

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