letztes Wochenende hatte ich die Gelegenheit, am zugefrorenen Senftenberger See die beiden Sonnenuntergänge zu fotografieren. Am Sonnabend habe ich ein automatisches Zeitraffer mit der Russentonne gemacht. Dabei hatte ich nun endlich mal die Gelegenheit, den Sonnenuntergang auch visuell mitzuverfolgen, ohne mich mit einem Handgriff um die Kamera kümmern zu müssen. Schließlich ist der grüne Strahl ja eigentlich ein Phänomen, das man mit bloßem Auge sehen sollte! Im Gegensatz zu den grünen Segmenten auf unseren Fotos ist er aber wirklich selten, und war auch hier nicht zu sehen. Aber - probieren muß man es!
Hier nun das Zeitraffer aus 106 Belichtungs-Dreierreihen (xvid, 5,1 MB):
http://dl.dropbox.com/u/8849406/Forum/2 ... 6_xvid.avi
Der Qualm kommt übrigens vom BASF-Werk Schwarzheide.
Da der Bildwinkel mit der Russentonne doch etwas knapp ist, wollte ich am Sonntag mein Glück mit einem 500-mm-Fernobjektiv (ähnlich der Beroflex-Wundertüte) probieren - aber es waren Cirren vor der Sonne und ich glaubte nicht mehr an einen brauchbaren Sonnenuntergang. Da machte ich dann also eher allgemeine Schnappschüsse auf dem Eis:

bis ich endlich begriff, daß es sich doch noch lohnt! Zum Stativaufbau war nicht mehr genug Zeit, also mußte ich es aus der Hand, in einer Astgabel oder auf einem Betonpfeiler probieren. An eine Serie war so natürlich nicht zu denken. Immerhin gabs auch wieder ein Grünes Segment:

und sogar mal die Gelegenheit für ein Foto mit Menschen:

Das Ganze nun auch noch bei Temperaturen um -10 °C, aber das haben wir ja mehr oder weniger alle in den letzten Tagen erlebt.
Am Sonnabend, also dem 10.02., waren auch noch ein 46°-Ring und eine diffuse Lichtsäule als Glitzern auf der Schneedecke über dem Eis zu sehen. Merkwürdig, daß bei allen Schneedeckenhalos bei mir in dieser Saison der 22°-Ring zu fehlen schien... letztes Jahr gab es beide Ringe.
Viele Grüße,
Alex


