Ex-gespaltener Regenbogen (130612)

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Claudia Hinz
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Ex-gespaltener Regenbogen (130612)

Beitrag von Claudia Hinz » 13. Jun 2012, 20:34

Hallo,

nach einem Regenschauer gab es heute mal wieder einen herrlich vollständigen Regenbogen. Da mich mein gebrochener Ellenbogen noch immer am Fotografieren hindert, ist Wolfgang auf den Hügel hinter den Berg gerannt, um fotogene Bilder zu machen. Kaum war er zur Türe raus, war oben eine deutliche Spaltung erkennbar, wie ich sie in dieser Deutlichkeit noch nie gesehen habe. Also hab ich mir die Zweitkamera geschnappt, um das Ganze irgendwie abzulichten. Aber als ich alte Frau dann endlich soweit war, wandelte (überlagerte?) sich der Spalt gerade in/mit Interferenzbögen. Ein paar Übergangsfotos habe ich gerade noch erwischt/hinbekommen, wenn auch nicht besonders fotogen:

Kontrastverstärkt:
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USM
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Kurze Zeit später gab es nur noch Interferenzbögen:
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Wolfgang hat kurze Zeit später den RB in seiner vollen Schönheit abgelichtet:
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Kurz vor Sonnenuntergang gab es noch eine kleine Zugabe:
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Viele Grüße
Claudia

Bernt Hoffmann
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Beitrag von Bernt Hoffmann » 13. Jun 2012, 21:27

Hallo Claudia,

Dein Handicap hin oder her (zweifellos natürlich keine schöne Sache!) ... - Deine/ Eure Bilder sind immer wieder klasse !!

Das vorletzte der Serie aber ist der Hammer!

Dieser kleine Spot, der genau die Bergspitze trifft ... wie natürlich auch das Rb.-Fragment ... saaaaagenhaft!

Wünsche Dir gute Genesung - und uns hier weiterhin so tolle Bilder.

Herzlichst, Bernt

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Elmar Schmidt
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Beitrag von Elmar Schmidt » 14. Jun 2012, 18:49

Hallo Claudia,

schade, daß Du die Entwicklung nicht mehr ganz erwischt hast. Doch am wichtigsten ist für Dich: Gute Besserung!

Wenn ich Alexander Haußmanns Analyse richtig verstehe, senkt sich der "anomale" Bogen, der an tendenziell größeren Tröpfchen entsteht (weil nur diese stärker abgeplattet sind) nach unten (zum antisolaren Punkt hin) ab, also in den Bereich der Interferenzen des "normalen" Bogens, sofern der von so kleinen Tröpfchen stammt, daß die Interferenzbögen entstehen.

Das - sowie auch die real eher breite Tröpfchengrößenverteilung - macht die Situation ja potentiell nicht einfacher und läßt schwächere Spaltbögen sicher oft in den überzähligen verschwinden, denke ich.

Gruß, Elmar

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Claudia Hinz
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Beitrag von Claudia Hinz » 14. Jun 2012, 21:25

Ich danke Euch, aber ich denke, das wird schon wieder. Die Erfinder der Canons sollten sich halt mal überlegen, links einen Notauslöseknopf an ihre Kameras zu basteln :wink:

@Elmar: Ja, so war es auch, die Interferenzen haben den Spalt überlagert. Wenn ich nicht die Teilung vorher separat gesehen hätte, dann wäre sie mir wahrscheinlich als solche nicht aufgefallen.

LG Claudia

Alexander Haußmann
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Beitrag von Alexander Haußmann » 15. Jun 2012, 09:26

Hallo Claudia,

auch von mir erstmal gute Besserung!

Kurz vor oder nach der Sichtbarkeit der Spaltung scheint öfters dieser einzelne und irgendwie "weißliche" Interferenzbogen vorzukommen. Meine Vermutung vom letztem Monat ist ja, dass sich auch darin noch ein Gespaltener Regenbogen verstecken kann - es braucht aber eine Wolke auf der Sonnenseite, die durch ihren Schatten einige der "gewöhnlichen" Tropfen ausblendet.

Inzwischen gibt es sehr realische Simulationen für Regenbögen (http://zurich.disneyresearch.com/~wjaro ... cally.html). Was noch fehlt, wäre eine echte Messung der Tropfengrößenverteilung unter einem Gespaltenen Regenbogen.

Viele Grüße,
Alex

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Michael Großmann
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Beitrag von Michael Großmann » 15. Jun 2012, 11:13

Liebe Claudia,
auch von mir natürlich die besten Genesungsgrüße aus Bulgarien.
Mit Begeisterung habe ich mir Deine Bilder angesehen.

Noch 2 Tage bevor ich in Urlaub bin, hatte ich bei mit eine Situation, die die Vermutung und Recherchen von Alexander unterstreicht. Nach Durchzug eines (Gewitter)-Schauers zeigte sich der rechte Teil des Regenbogens bei ca. 25° Sonnenhöhe bis nicht ganz zum Scheitelpunkt.

Auffällig dabei war ein einzelnes Segment des Regenbogens das einen "Absatz" hatte. Er enstand nicht durch eine Wolke IN Sonnenrichtung, sondern durch eine kleine Cumulus Wolke VOR dem eigentlichen Niederschlagsbereich.

Da der Regenbogen sich aber nur bis kurz vorm Scheitelpunkt zeigte, da die andere Seite komplett auf der Schattenseite lag (es kam also kein Sonnenlicht in diesen Bereich), war eine Fortführung dieses Absatztes nicht weiter erkennbar, denn wenn die Sonne vollständig in diesen Niederschlag reingeschienen hätte; da bin ich mir sicher; wäre ein gespaltener Bogen sichtbar gewesen wäre.

Ich will damit sagen (oder vermuten), dass nicht nur unterschiedliche Tropfengrößen und Formen für einen gespaltenen Regenbogen veranwortlich sind, sondern auch die Art wie "sauber" der Niederschlagskern beschienen wird.

Wenn ich wieder zuhause bin, werde ich so eine Situation gerne mal mit Tropfen simulieren. Mittels eines Lautsprechers läßt sich ein einzelnder Tropfen durch verschiedene Hertz-Bereiche wunderbar in Schwingung versetzen.

Rein geometrisch gesehen spielt es natürlich keine Rolle wo die Regentropfen sich im Raum befinden, der Winkel ist ja entscheidend, aber einzelne Abschattungen durch Wolken scheinen dieses Anschauungsbild des Bogens zu verzerren.

Allerdings ist dies nur eine Vermutung (!), mittlerweile habe ich solche Beobachtungen schon öfter gemacht.

*OFF TOPIC* : Hier in Bulgarien gibt es erstaunlicherweise hammermäßige Crepuscular- und Anticrepuscularstrahlen bei und nach Sonnenuntergang. Dies ist mir im vergangenen September schon aufgefallen, wo ich an 3 Tagen hintereinander intensive Dämmerungsstrahlen gesehen habe.
Es liegt wohl an den mächtigen Gewitterwolken die sich landeinwärts gen Westen ab den Nachmittagsstunden bilden und ihre Schatten sehr weit reichen.

Ansonsten gibts aus atmosphärischer Sicht noch nicht soo viel zu beobachten, abgeshen von Sonnenschirmkoronen, die ich auf der Sonnenliege beobachte oder ein nettes Irisieren im Wodka-Lemon Glas :)

Viele Grüße aus Burgas
Micha

PS. Bilder des Regenbogensegments reiche ich noch nach

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Elmar Schmidt
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Beitrag von Elmar Schmidt » 15. Jun 2012, 17:07

Hallo Michael,

na dann laß mal irisieren, die Wodka-Glas-Optik ist noch völlig unerforscht :-) Schönen Urlaub!

Zu Regenbogenanomalien noch ein Nachtrag, auch wenn er bei den hier zuletzt gezeigten Exemplaren wohl eher nicht zum Tragen kommt.

Es ist u.U. auch mit Strahlhebungen oder -verbiegungen durch Refraktion infolge unterschiedlich warmer Luftschichten zu rechnen, was bei Bögen aus tief gestaffelten Tropfenbereichen vlt. für Unterschiede sorgen könnte.

Gruß, Elmar

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