Feuerkugel, Sonntagmorgen, 2:50 h, über Brandenburg gesehen?

Forum zur Diskussion von Meteor- und Feuerkugelsichtungen, sowie zur Besprechung von Meteorströmen.
Werner Walter

Feuerkugel, Sonntagmorgen, 2:50 h, über Brandenburg gesehen?

Beitrag von Werner Walter » 4. Dez 2005, 09:02

Hallo - bekam heute schon zwei Meldungen zu einer Feuerkugel über Brandenburg um 2:50 h . Kann dies jemand weiter mit eigener Beobachtungsmeldung bestätigen?

Gruss

WW :roll:

Mark Vornhusen
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Meteor 2:50 Uhr

Beitrag von Mark Vornhusen » 4. Dez 2005, 09:57

Hallo Werner,
ich habe zu der Zeit etwas aufgenommen. Es war ziemlich bedeckt und das Objekt ist durch die Wolkendecke abgeschwächt. Ist auf beiden Kameras gleichzeitig aufgenommen worden:

Watec, f0.8/3.8mm
Bild

Farbmintron f0.8/6mm
Bild

Schwer zu sagen, ob das der Meteor ist, der in Brandenburg gesehen worden ist. Bin mir nicht mal ganz sicher, ob das überhaupt ein Meteor ist, was ich da aufgenommen habe, da die Wolken die Interpretation erschweren. Vermutlich ist es aber schon ein Meteor. Wenn das der aus Brandenburg gewesen sein soll, dann muss der dort aber tief am Südhorizont gewesen sein.

Grüsse,
Mark

Werner Walter

Auch über Niedersachen gesehen

Beitrag von Werner Walter » 4. Dez 2005, 11:08

Bekam gerade einen Bericht, wonach das Teile auch über Niedersachen von SO nach NW fliegen gesehen wurde. Und das Beobachterpaar den Eindruck hatte, "es sei hinten am Horizont runter".

Gruss

WW :oops:

Andreas Schaal
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Beitrag von Andreas Schaal » 4. Dez 2005, 11:21

Ich habe diese Himmelserscheinung diese Nacht exakt zum gleichen Zeitpunkt über dem Himmel von Chemnitz beobachtet. Bin gerade mit dem Auto von der Arbeit gekommen und musste sehr langsam fahren wegen Glatteis. Plötzlich war dieses helle Licht mit einer Flugbahn von Ost nach West zu sehen. Zuerst dachte ich an eine Sternschnuppe, aber dann fiel mir auf, dass der Vorgang fiel länger dauerte. Außerdem war der Himmel bewölkt, so dass sich das Lichtobjekt hinter den Wolken befand. Vor mir waren noch einige Autofahrer unterwegs, die dieses Licht mit Schweif definitiv auch gesehen haben müssen. Eine so deutliche und lichtstarke Himmelserscheinung habe ich in meinem ganzen Leben ( 46 Jahre ) noch nicht gesehen. Und ich bin mir vollkommen sicher, dass es kein Laserlicht einer Disco oder ähnliches war. Da mich das ganze Geschehen sehr beeindruckt hat, habe ich heute gleich im Internet gesucht und mich extra deswegen in diesem Forum angemeldet. In der Hoffnung, zu erfahren, was diese Erscheinung ausgelöst haben könnte.
Was mir noch auffällt: Ich habe es viel näher gesehen, als auf den Foto´s zu erkennen ist.

Viele Grüsse

Ebersdorfer

Mark Vornhusen
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Feuerkugel

Beitrag von Mark Vornhusen » 4. Dez 2005, 14:44

Hallo,
nach den bisherigen Bescheibungen glaube ich nicht, dass es DER Meteor war, den ich aufgenommen habe. Muss noch ein anderer gewesen sein. Chemnitz, Niedersachsen und Brandenburg ist von mir aus zu weit weg. Wenn, dann müsste der Meteor von CH-Gais aus sehr horizontnah gewesen sein und nicht gut 30 Grad hoch. Ausserdem war die Flugrichtung bei mir von West nach Ost. Auf den Filmen ist sonst nichts zu sehen. War wie gesagt ziemlich bedeckt bei mir, so dass horizontnahe Meteore nicht aufgenommen werden konnten.

Nachtrag:
Hab jetzt bei Astronomie.de und Astronomie.info zahlreiche weitere Beobachtungsberichte gelesen. Kann eindeutig nicht der Meteor sein, den ich aufgenommen habe. Muss echt wahnsinnig hell gewesen sein. Ungewöhnlich die lange Dauer. Vielleicht ist ja diesmal etwas heruntergekommen?

http://www.astronomie.info/forum/viewtopic.php?t=2208
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbt ... e/0#355060


Grüße,
Mark

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Stefan Schwager
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Beitrag von Stefan Schwager » 4. Dez 2005, 19:36

Hallöchen

kann diese Beobachtung bestätigen, in Riesa wurde mir von einer Beobachtung gestern Nacht berichtet: von einem hellen grell grünen Boliden, welecher sich über den gesamten Himmel zog. Er muss über den Himmel geschossen sein und es muss wohl einmalig gewesen sein und einen starken Schweif gezeigt haben.

Diese Beobachtung wurde aus Riesa in Nordsachsen gemacht und es waren keinerlei Rauschzustände, Verblendungen oder sonstig andere Möglichkeiten für dieses Phenomen zuständig.

Grüße aus Riesa

Stefan :D

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Beitrag von Norbert Bläsner, Dresden » 4. Dez 2005, 20:51

habe ihn leider nicht gesehen (knapp verpasst) am Montag ist wohl dazu ein Bericht in der Sächssichen Zeitung, zumindest in der grob Übersicht der Online Ausgabe (sz-online) geht s um einen Boliden...den genauen Text sehe ich leider noch nicht (kein Zugang :-()

Kann aber versuchen das Ding morgen mal zu scannen und den Artikel hier als Bild reinzustellen bzw. jemanden zu schicken fallls gewünscht...

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Ulrich Rieth
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Beitrag von Ulrich Rieth » 4. Dez 2005, 21:13

Hallo!

Also so wie sich das anhört, vor allem die Farbe und die lange Dauer bzw. niedirge Geschwindigkeit, klingt das sehr verdächtig nach einem kleinen Stück Weltraumschrott, dass hier verglüht ist.
Ich hatte mal ein solches Teil in Mainz gesehen. Es zog fast über den ganzen Himmel und dauerte rund 30sec. Dabei fielen immer wieder kleine Teile ab und die Farbe war auch meist ins grünliche gehend.
Vielleicht sollte mal jemand die Sat-Decay Tabellen durchsuchen. Wenn es was größeres war, müsste es bekannt sein.
Gruß

Ulrich

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Stefan Schwager
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Beitrag von Stefan Schwager » 4. Dez 2005, 21:23

Hier ist der Artikel, welcher morgen in der SZ erscheinen wird.

Giga-Schnuppe über Sachsen
Von Stefan Rössel

Sternenhimmel. Ein echtes Ufo versetzte eine ganze Reihe von Nachtschwärmern mit großer Helligkeit in Erstaunen.

Sie nennen sich „Madraque“, das heißt Fels in der Brandung. Am Sonnabend spielten sie bei der Geisinger Rocknacht auf. Bei der Rückfahrt nach Dresden – es war Sonntag früh kurz vor drei Uhr – erschraken sie vor einer Himmelserscheinung. „Es war vielleicht halb so groß wie ein Mond, sehr hell und leuchtete grünlich“, beschrieb Bandleader Martin Haynert das Bild.

„Nein, wir waren nicht betrunken und hatten keine Drogen genommen“, versichert er. Ein weiteres Mitglied der Gruppe habe es von dem vorausfahrenden Auto in Weesenstein genauso gesehen und gleich angehalten, berichtete Haynert gestern am Telefon und hörte sich dabei immer noch etwas ehrfürchtig an.

Sie waren auch nicht die Einzigen, die das Himmelsereignis beobachteten. Aus Chemnitz meldete sich ein „Ebersdorfer“ bei einem Internet-Forum des Arbeitskreises Meteore. Gegen 2.50 Uhr will er bei der Heimfahrt von der Arbeit ein helles Lichtobjekt von Ost nach West fliegend hinter den Wolken gesehen haben. Es habe viel länger gedauert als eine Sternschnuppe.

Werner Walter berichtet von zwei weiteren Meldungen aus Brandenburg und einer aus Niedersachsen. Der Hobby-Astronom sammelt solche Nachrichten in seinem Mannheimer Centralen Erforschungszentrum außergewöhnlicher Himmelsphänomene (Cenap). Auch er zeigt sich beeindruckt von den Beobachtungen. „Es dürfte sich um einen Meteoriten gehandelt haben“, stellt er nüchtern fest. Aber die Sternschnuppe sei vielleicht 15 Sekunden sichtbar gewesen – so lange und mit solcher Größe und Helligkeit komme das ganz selten vor: „Es muss ja so deutlich wie in einem Akte-X-Film gewesen sein.“

Der „Feuerballbolide“ müsse nach den Beschreibungen relativ flach in die Atmosphäre gedrungen sein und recht große Masse mitgebracht haben, schätzt Walter. Vermutlich sei er dann über Niedersachsen oder weiter westlich verglüht. Aber er wünscht sich zunächst weitere Hinweise, um vor allem die Flugbahn genauer rekonstruieren zu können. Einen Namen hatte die Giga-Schnuppe gestern noch nicht.

Erst ab morgen bis zum 19. Dezember erwarten die Astronomen übrigens einen ganzen Schauer von Sternschnuppen. Die Geminiden kommen wieder. Dieser Schwarm bringt bis zu hundert Kometenblitze pro Stunde.

Hier noch das Bild dazu: Bild

Beste Grüße

Stefan

Mark Vornhusen
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nächster Versuch ;-)

Beitrag von Mark Vornhusen » 4. Dez 2005, 22:41

Hallo,
hab mir den Zeitraffer aus der letzten Nacht nochmal genau angesehen. Ich glaub ich habe die Feuerkugel doch drauf. Ganz tief am Horizont ist zwischen kleinen Wolkenlücken eine Aufhellung zu sehen. Die Feuerkugel muss dann zwischen 2:52:05s und 2:52:35s MEZ aufgetreten sein.

Das Bild ist nicht gerade spektakulär:
Bild



Grüsse,
Mark

Andreas Schaal
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Beitrag von Andreas Schaal » 4. Dez 2005, 23:24

Hallo mark und alle Anderen,

habe heute vormittag meine Beobachtungen in Chemnitz schon im Forum geschildert. Ich stehe jetzt noch ganz unter dem Eindruck des Phänomens und habe meine Familie den ganzen Tag damit genervt.
Aus der Position Deiner Kamera kann nicht viel zu sehen sein, da noch der Berg davor ist. Das Lichtobjekt war flach über dem Horizont. Ich bin in Chemnitz auf der Zwickauer Straße Richtung Stadt gefahren. Der Bolide oder was immer es auch war, flog fast waagerecht von rechts nach links ( also von Ost nach West ) über das Stadtzentrum von Chemnitz. Das Ganze hat ungefähr 5 Sekunden gedauert.Die Höhe war aber deutlich über den in Chemnitz stehenden Hochhäusern. Verwundert war ich noch, dass man bei dieser Bewölkung überhaupt einen solchen Himmelskörper sehen kann.
Nun habe ich im MDR heute abend einen Bericht von einem Meteorit mit ähnlichem Licht in Australien gesehen. Es waren sogar Filmaufnahmen zu sehen. Bloß, das ist ja auf der Südhalbkugel. Kann mir nicht vorstellen, dass es mit meiner Beobachtung in Zusammenhang steht.
Es interessiert mich wirklich brennend, was ich da gesehen habe! Vergessen kann man sowas nicht mehr im Leben.

Viele Grüsse

PS Entschuldigung, wusste nicht, dass man im Forum keinen Nickname verwenden darf. Habe es gleich geändert.

Mark Vornhusen
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Peilung

Beitrag von Mark Vornhusen » 5. Dez 2005, 00:38

Hallo Andreas,
das war eine Feuerkugel, also eine sehr helle Sternschnuppe. Sprich: Ein Gesteinsbrocken, vielleicht so gross wie ein Fussball, ist aus dem Weltraum mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eingedrungen und verglüht. Die Feuerkugel in Australien ist eine andere gewesen. Die hat nichts mit der in der letzten Nacht über Deutschland zu tun. Täglich gehen dutzende solcher Feuerkugeln weltweit nieder. Soweit zur Erklärung der Erscheinung.

Ich habe meine Aufnahme eben mit Hilfe eines Astronomieprogramms ausgemessen. Ich hab hier nicht die optimale Software dafür, daher ist es nicht wirklich genau. Ermittelt habe ich einen Azimutwinkel von 24° 40' (Ende)- 27° 40' (Anfang der sichtbaren Spur). Als Anhaltspunkt hatte ich ein Bild mit ausreichend Sternen drauf ( http://www.parhelia.de/storm/2005/meteo ... 52_ref.jpg ), das 40 Minuten vorher aufgenommen wurde, da war es noch halbwegs klar. Ich habe den Winkel mal in einer Karte eingetragen. Der Ausgangspunkt ist mein Beobachtungsort hier in Gais/Schweiz.
Bild
Um die Flugbahn zu bestimmen, braucht man noch eine zweite Aufnahme. Meine Aufnahme ist für eine Auswertung denkbar schlecht geeignet, da die Spur wegen Wolken nicht komplett drauf ist und die Feuerkugel tief am Horizont aufgetreten ist. Ich war von der Feuerkugel geschätzt ca. 500km entfernt, daher ist die Aufnahme nicht sonderlich spektakulär.


Grüsse,
Mark

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Richard Löwenherz
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Re: Peilung

Beitrag von Richard Löwenherz » 5. Dez 2005, 02:39

Hallo Mark,

aus gegebenem Anlaß hab ich mich mal registrieren lassen, um eine kleine Ergänzung zu den bisherigen Meldungen hinzuzufügen:

Mein Beobachtungsort in der besagten Nacht war Berlin-Lichterfelde. Durch den geschlossenen Vorhang (!) meines Zimmerfensters nach Osten nahm ich exakt 2:51 MEZ (Zeit noch nicht mit einer Funkuhr abgeglichen) einen sich langsam von rechts nach links bewegenden Lichtpunkt wahr, welcher mich in seiner Helligkeit an den sonst durch das Fenster scheinenden halben bis vollen Mond erinnerte. Im ersten Moment dachte ich an ein Flugzeug, hatte jedoch noch nie eins aus dieser Perspektive gesehen und kam schnell darauf, daß es sich um eine Feuerkugel handeln könnte. Ich stürzte zum Fenster, riß den Vorhang zur Seite und konnte das Leuchten tatsächlich noch direkt beobachten: es war zweifellos eine Feuerkugel und zweifellos die prächtigste, die ich je gesehen hatte (funkensprühend mit orangenem Saum und grünlichem Schweif). Da ich die Positionen meines Beobachtungsstandortes und die Perspektiven meiner Sichtung noch sehr genau vor Augen hatte, lassen sich für die von mir beobachtete Flugbahn ungefähr folgende Angaben machen (Höhe/Azimut):

Punkt 1 (am rechten Rand des Fensters): h 30-35° a 120°
Punkt 2 (am linken Rand des Fensters): h um 20° a 80°
Punkt 3 (hinter dem gegenüberliegenden Wohnblock): h 15° a 50-60°

Zwischen Punkt 1 und 2 mögen zwei Sekunden vergangen sein und bis zum Punkt 3 nochmals 2 Sekunden. Außerdem denke ich, daß wenn es zu einem Meteoritenfall gekommen ist, dieser nördlich von Berlin stattfand und keineswegs im Raum Potsdam!

Es grüßt
Richard

Ulrich Rieth

Beitrag von Ulrich Rieth » 5. Dez 2005, 11:31

So, ich habe dazu auch was zu schreiben. ;-)

Ich kam so 2.45 Uhr nach Hause, setzte mich bissl an den PC wo ich dann mit einmal nach draußen schauen musste. Ich sah etwas grünliches... ich dachte es sei ne Feuerwerksrakete oder irgendsowas aber da die meist irgendwann erlischen und es dies nicht tat, bin ich schnell zum Fenster (Nordseite) und musste richtig schauen. Es war richtig deutlich zu sehen mit nen langen Schweif bis wo es dann am Horizent verschwunden war. Es bewegte sich Richtung Norden. Habe auf die Uhr geschaut und es war exakt 2.51 Uhr und ich wohne in Dresden.
Nen Kumpel von mir wohnt in Freital (bei Dresden) und kam auch um diese Zeit nach Hause und er lief gerade zum Haus als er genau dasselbe beobachtete wie ich. ;-)

Robert Wirth
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Beitrag von Robert Wirth » 5. Dez 2005, 16:33

Hallo an alle,

nur wegen meiner Beobachtung in der Nacht vom Samstag suchte ich dieses Forum und hab es zum Glück gefunden!

An die Chemnitzer: Ich fuhr kurz vor 3 die Zschopauer strasse stadt auswärst (Höhe Südring). Und dort passierte der Meteor mich von rechts nach links...er muss also von Südosten nach Nordwesten geflogen sein. (Allerdings bin ich der Meinung das der Himmel nicht bewölkt war, kann mich aber auch täuschen)
Ich dachte zunächst es handelt sich um ein flugzeug..da ich es nur als hellen weissen punkt wahrgenommen hatte. Allerdings kam mir das für ein Flugzeug viel zu schnell vor. Und das bestätigete sich auch wenig später..da der Körper sehr hell wurde und einen immer längeren Schweif ausbildete. Die grünliche Färbung kann ich bestätigen! Das Objekt verschwand dann am nördlichen Horizont...musste ja auch mal wieder auf die Strasse schauen! Bin auf jedenfall froh es gesehen zu haben...gänsehautfeeling!

Mark M.
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Beitrag von Mark M. » 5. Dez 2005, 18:55

Stefan Schwager hat geschrieben:Hallöchen

kann diese Beobachtung bestätigen, in Riesa wurde mir von einer Beobachtung gestern Nacht berichtet: von einem hellen grell grünen Boliden, welecher sich über den gesamten Himmel zog. Er muss über den Himmel geschossen sein und es muss wohl einmalig gewesen sein und einen starken Schweif gezeigt haben.

Diese Beobachtung wurde aus Riesa in Nordsachsen gemacht und es waren keinerlei Rauschzustände, Verblendungen oder sonstig andere Möglichkeiten für dieses Phenomen zuständig.
Ich habe das Teil auch aus dem Raum Brandenburg gesehen, hell gruen leuchtend fast wie einen Rakete von einem Feuerwerk was ich wohl auch vermutet haette wenn die Bahn nicht so gerade und Flach ueber den Horizont ginge.
Da ich mir aber einbilde das man Entfernungen von solchen Teilen nur sehr schwer einschaetzen kann meine Frage:
Kann das Ding nicht doch das selbe wie das in Australien gewesen sein?
Zu welcher Zeit wurde es dort gesehen und koennte das zeitlich passen wenn man mal mit moeglichen Geschwindigkeiten mit denen sich so ein Objekt bewegen kann rechnet.

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Jan Hattenbach
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Beitrag von Jan Hattenbach » 6. Dez 2005, 11:53

Hallo Mark,
Kann das Ding nicht doch das selbe wie das in Australien gewesen sein?
Nein das ist prinzipiell unmoeglich. Und zwar aus rein geometrischen Gruenden. Meteore entstehen in der Erdatmosphaere in etwa 100 km Hoehe, dieser spezielle(*) ist sicherlich viel tiefer eingedrungen. Man kann einfach die Atmosphaere ueber Autralien in Deutschland nicht sehen :-)

(der andere) Mark berichtet aus der Schweiz, dass der Meteor dort tief am Horizont erschien. Vielleicht 200km weiter weg war er dann unter dem Horizont.

Ich haette das Teil gerne gesehen. Die hellsten Meteore hab ich 2001 waehrend des Leonidensturm gesehen, da war es fuer den Bruchteil einer Sekunde fast taghell(!). Ich wage keine Schaetzung, aber erfahrenere Leute haben diese Meteore auf -14 mag geschaetzt.

(*)Aufgrund der Beschreibungen (langsam etc.) bin ich nicht ueberzeugt, dass es wirklich ein Meteor war. Ich tippe vielmehr auf Weltraumschrott.

Gruss,

Jan

PS: Ausserdem scheint in Australien um 3h MEZ die Sonne, soweit ich weiss...;-)

Chris F.
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Beitrag von Chris F. » 6. Dez 2005, 19:40

Mark M. hat geschrieben: Kann das Ding nicht doch das selbe wie das in Australien gewesen sein?
Zu welcher Zeit wurde es dort gesehen und koennte das zeitlich passen wenn man mal mit moeglichen Geschwindigkeiten mit denen sich so ein Objekt bewegen kann rechnet.
Als der "deutsche" Bolide gesehen wurde, war es hier 2:51 MEZ. Im Raum Perth, also dort, wo der "australische" gesehen wurde, war es um die selbe Zeit 9:51 Sonntagvormittag. Da aber der "australische" ca. 9 bis 12 Stunden (Schätzung von mir) vorher gesichtet wurde (denn es war ja dunkel in Down Under), ist dies also unmöglich, wie es Jan schon richtig schrieb. ;)
Bild

Werner Walter

Erste mal zusammenfassende News dazu...

Beitrag von Werner Walter » 6. Dez 2005, 19:54

Ich habe jetzt ein Update mal der ganzen Geschichte gemacht, aber ist noch nicht ganz vollständig, da die Ereignisse des heutigen Tages noch nicht erfasst sind. Das ist alles in allem eine Wahnsinnsgeschichte.

Sorry für die Eigenwerbung!

Schaut dan reine: http://www.cenap.de/cenapnews

Gruß

WW

:oops:

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Ulrich Rieth
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Re: Erste mal zusammenfassende News dazu...

Beitrag von Ulrich Rieth » 6. Dez 2005, 20:46

Hallo!
Werner Walter hat geschrieben:Das ist alles in allem eine Wahnsinnsgeschichte.
Also das ist wie immer eine Sache des Standpunktes.
Derjenige, der es gesehen hat, ist begeistert. Der, der es nicht gesehen hat, den interessierts eben auch nicht weiter.
Und wenn ich ehrlich bin, irgendwie frage ich mich dann doch, welche Superlative Dir noch einfallen, wenn es denn wirklich mal wieder einen so richtig spektakulären Fall inkl. Überschallknall und evtl. Meteoritenfund gibt.
Vielleicht solltest Du da mal drüber nachdenken und nicht immer alles gleich als Mega-, Hyper- und Giga-Ereignis darstellen. Denn auch mit solchen Übertreibungen wird man sehr schnell unglaubwürdig. Und die Folge davon hast Du ja mittlerweile mitbekommen, keiner der Pressemenschen springt mehr auf Deine Meldungen an.
Gerade bei diesen doch eher naturwissenschaftlichen Themen ist Sachlichkeit und nüchterne Berichterstattung das oberste Gebot.
Werner Walter hat geschrieben:Sorry für die Eigenwerbung!
Die mir langsam schon wieder auf den Keks geht und nicht nur mir.
Also brems Dich ein wenig.
Gruß

Ulrich

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